Das Ca­fé Ro­ma kehrt zu­rück

tz - - MÜNCHEN+REGION - JO­HAN­NES WEL­TE

Es war ein­fach le­gen­där, das Ca­fé Ro­ma in der Ma­xi­mi­li­an­stra­ße. Man konn­te dort Oli­ver Kahn beim Es­pres­so-Schlür­fen zu­schau­en, Land­tags­ab­ge­ord­ne­te tra­fen sich heim­lich mit Reportern, fei­ne Da­men sta­pel­ten ih­re Ein­kaufs­ta­schen, nach­dem sie die Kre­dit­kar­ten in der Ma­xi­mi­li­an­stra­ße hat­ten glü­hen las­sen.

Groß war der Auf­schrei bei Pro­mis der A- bis C-Klas­se und ih­ren Ad­a­beis, als das Ca- fé Ro­ma des ehe­ma­li­gen IrisBer­ben-Lang­zeit­le­bens­ge­fähr­ten Ga­b­ri­el Le­wy (Ca­fé Wie­ner Platz, Ca­fé So­da) zum 1. Ja­nu­ar 2011 die Pfor­ten schlie­ßen muss­te. Da­mals zog als Nach­mie­ter die Mo­de-No­bel­ket­te Guc­ci mit ei­nem Flagship Sto­re an der Ma­xi­mi­li­an­stra­ße ein. Ei­ne Wie­der­ge­burt des Ca­fé Ro­ma war im­mer wie­der im Ge­spräch.

Vor al­lem, als sich 2012 der Tep­pich­händ­ler Hum­bert Saem­mer († 2015) nach 57 Jah- ren aus dem von der städ­ti­schen Im­mo­bi­li­en­toch­ter Ge­wo­fag ver­wal­te­ten Nach­bar­haus zu­rück­zog, gab es im­mer wie­der Spe­ku­la­tio­nen, dass hier das Ca­fé Ro­ma neu er­ste­hen könn­te. Nach dem Tep­pich­han­del zo­gen in das Haus mit der Haus­num­mer 33 wech­seln­de Pop-Up-Sto­res ein – ein Kon­zept der Stadt, die dort jun­gen De­si­gnern Start­hil­fe ge­ben woll­te. Vo­ri­ge Wo­che schließ­lich be­schloss der Stadt­rat, dass der frü­he­re Be­trei­ber des Ca­fé Ro­ma, Ga­b­ri­el Le­wy, den le­gen­dä­ren Treff­punkt an der neu­en Adres­se neu auf­le­ben las­sen kann.

„Es wird wie frü­her, mit gro­ßer Frei­schank­flä­che“, ver­spricht Le­wy. Ein Ca­fé im Erd­ge­schoss und im 1. Stock. „Wenn beim Um­bau al­les klappt, kön­nen wir im Ju­ni er­öff­nen.“Mal schau­en, ob Oli­ver Kahn dann wie­der auf ei­nen Es­pres­so vor­bei­kommt.

Fo­tos: Götzfried, Jantz

Bei Guc­ci ums Eck er­öff­net Ga­b­ri­el Le­wy (kl. Fo­to) sein neues Ca­fé Ro­ma

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