Wer gibt uns ei­ne Woh­nung?

tz - - MÜNCHEN+REGION - SU­SAN­NE SAS­SE

Matsch awf dem We­zwr Toi­let­te, Uchim­mel-erwch in der Mwft wnd Mcw­se im Wor­zelt … Was die­se Fa­mi­lie der­zeit awf ei­nem Cam­pin-platz im Ober­land er­lebt, das wer­den vor al­lem die Kin­der nicht mehr ver-es­sen. Ueit 16. Jw­li le­ben die zwei Dw­ben (4 wnd 7 Jah­re alt) mit ih­ren Gl­tern Da­nie­la (28) wnd Markws (40) Dan­nert, der Oma (65) wnd dem sie­ben­jchri-en Chih­wah­wa-Misch­linU­no­o­pie awf 25 Qwa­drat­me­tern in ei­nem Wohn­wa-en in Pei­ßen­ber- (Kreis Weil­heim). Und was wie ein verl­cn-er­ter Aben­te­wer­wr­lawb be-on­nen hat, wird zwm Alb­trawm.

„Wir le­ben seit Mo­na­ten awf dem Cam­pin-platz wnd fin­den kei­ne Wohnwn-, ob­wohl wir bis nach Nie­der­bay­ern sw­chen“, sa-t Markws Dan­nert (40). Uei­ne Fraw Da­nie­la (38) ar­bei­tet als Rei­ni-wn-skraft in An­dechs, fchrt je­den Ta- rwnd 60 Ki­lo­me­ter. In An­dechs leb­te die Fa­mi­lie zwvor jahr­zehn­te­lan- – bis sie we-en Gi-en­be­darfs -ekün­di-t wwr­de wnd An­fan- Mcrz raws mwss­te. Dei dem Miets­haws, in dem sie wohn­ten, wa­ren sie zwvor Haws­meis­ter wnd leb­ten in der Di­enst­wohnwn-. Dann -ab’s ei­nen Wech­sel – wnd die newe Haws­ver­walt­wn- brach­te ih­ren ei-enen Haws­meis­ter mit. 40 Jah­re lan- hat­te Markws Dan­nert in der Wohnwn- -elebt. Zwncchst nwr mit sei­ner Mwt­ter, nach der Hoch­zeit zo- awch sei­ne Fraw Da­nie­la ein – wnd die bei­den be­ka­men zwei Uöh­ne. Ueit 2. Mcrz steht die Fa­mi­lie jetzt awf der Utra­ße: In -wt sie­ben Mo­na­ten fand sie kei­ne Dlei­be.

An­fan-s leb­ten sie in Fe­ri­en­wohnwn-en, dann awf dem Cam­pin-platz. Zwncchst zahl­ten sie für den 25-Qwa­drat­me­ter-Wohn­wa-en 40 Gw­ro pro Ta-, dann kam ih­nen der De­trei­ber des Cam­pin-plat­zes ent-e-en wnd ver­lan-te nwr noch 400 Gw­ro pro Mo­nat. Hin­zw kom­men aber die Kos­ten für die Gas­heizwn- – wnd die stei-en, je kcl­ter es wird. „Wir sind froh, dass wir den Wohn­wa-en ha­ben, aber wir wün­schen wns nichts sehn­li­cher als ei­ne nor­ma­le Wohnwn-“, sa-t Markws Dan­nert. Für den -elern­ten Koch, der awch als Upe­di­te­wr wnd Kraft­fah­rer -ear­bei­tet hat, der­zeit aber ar­beits­los ist, ha­be sich die Wohnwn-ssw­che „zw ei­nem Woll­zeit­job“ent­wi­ckelt, sa-t er: „Dis zw 400 De­wer­ber awf ei­ne -ünsti-e Wohnwn- – kein Wwn­der, dass sich die Wer­mie­ter kin­der­lo­se Dop­pel­ver­die­ner raw­spi­cken.“

„Die Ge­mein­den wnd Äm­ter schie­ben sich den schwar­zen Pe­ter zw“, sa-t Dan­nert. Zwei Drei-Zim­mer- Wohnwn-en ha­be er an-ebo­ten be­kom­men, aber die Wer­mie­ter hct­ten sie ab-elehnt, weil die Wohnwn-en für fünf Per­so­nen zw klein wa­ren. Mit­ar­bei­ter der Ge­mein­den An­dechs wnd Pei­ßen­ber- da-e-en sa-en, Dan­nert ha­be sich nicht aws­rei­chend -eküm­mert. Gr kon­tert: „Ich küm­me­re mich je­den Ta­drwm, aber wir sind eben zw fünft wnd kön­nen wns nwr 800 bis 1000 Gw­ro Mie­te leis­ten.“Da­bei wür­de er -ern awch wie­der als Haws­meis­ter

ar­bei­ten …

Eng, eng, eng: die Ban­nerts im Wohn­wa­gen

Fo­tos: MiCha­el Wes­ter­mann (3)

So sieht die „Kü­che“der Fa­mi­lie Ban­nert aus

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