Spezl, jetzt gib Gas!

tz - - SPORT - LE­NA MEY­ER

Was tut ein gu­ter Freund, wenn der bes­te Kum­pel ver­let­zungs­be­dingt nicht so gut zu Fuß ist? Rich­tig! Er holt ihn mit dem Au­to ab – und hilft ihm bei den täg­li­chen Be­sor­gun­gen. Ge­nau des­halb be­ka­men die bei­den Spezln Frank Mau­er und Flo­ri­an Ket­te­mer von ih­rem Ver­ein, dem EHC Red Bull Mün­chen, ei­ne be­son­de­re Auf­ga­be: Der Klub dreh­te ein Vi­deo mit den Eis­ho­ckey-Cracks, in dem die zwei auf ei­ner Au­to-Tour durch Mün­chen die ver­schie­dens­ten Auf­ga­ben er­fül­len muss­ten. Nach der ers­ten Nie­der­la­ge nach neun Er­fol­gen in Se­rie – am Sonn­tag ver­lo­ren die Ro­ten Bul­len in Nürn­berg mit 5:6 – sind die Eis-Cracks al­so zu­min­dest auf vier Rä­dern wie­der in der Spur. Auch die tz fuhr für ei­ne kur­ze Stre­cke mit.

Hin­ter­grund: Ket­te­mer, der der­zeit auf­grund ei­ner Fuß­ver­let­zung pau­sie­ren muss, und Frank Mau­er ken­nen sich schon lan­ge, teil­ten sich wäh­rend ih­rer ge­mein­sa­men Zeit bei den Ad­ler Mann­heim auf Aus­wärts­fahr­ten im­mer ein Zim­mer. Mau­er lacht und be­rich­tet der tz: „Wenn man so viel Zeit mit­ein­an­der ver­bringt, ist es ja klar, dass man viel von ein­an­der weiß.“Un­ter an­de­rem, was die Ma­cken und Ei­gen­hei­ten des je­weils an­de­ren an­geht. Ket­te­mer zur tz: „Ich will nicht zu viel ver­ra­ten. Aber Frank ist nicht un­be­dingt ein Mor­gen­mensch. Bei ihm dau­ert es im­mer, bis er in die Gän­ge kommt. In­so­fern kam es auf Aus­wärts­fahr­ten vor, dass ich ihn das ein oder an­de­re Mal ge­weckt ha­be.

Aus der Sicht sei­nes Kum­pels klingt das Gan­ze ein we­nig an­ders. „Flo steht beim ers­ten Klin­geln des We­ckers senk­recht im Bett, wäh­rend ich mich lie­ber noch ein paar­mal um­dre­he. Er hat dann al­ler­dings im­mer be­gon­nen, sei­ne Mor­gen­gym­nas­tik zu ma­chen und Mu­sik zu hö­ren. Ich ha­be ein paar­mal pro­biert, das Spek­ta­kel mit dem Han­dy zu fil­men. Es hat al­ler­dings lei­der nicht funk­tio­niert. Ir­gend­wie woll­te Flo das nicht“, so Mau­er (28) mit ei­nem Au­gen­zwin­kern. Trotz­dem sind die bei­den ein ein­ge­spiel­tes Team. Und auch beim Vi­deo­dreh für die Ver­eins­home­page gab es ei­ni­ges zu la­chen. „Wir muss­ten ver­schie­de­ne Auf­ga­ben er­le­di- gen. Ich soll­te bei­spiels­wei­se in ei­nem Dro­ge­rie­markt Din­ge kau­fen, von de­nen ich dach­te, dass Flo sie ge­brau­chen kann“, so Mau­er. „Da war zum Bei­spiel ein Spie­gel da­bei.“Au­ßer­dem be­ant­wor­te­ten die zwei Eis­ho­ckey-Cracks Fra­gen und ab­sol­vier­ten ein Über­ein­stim­mungs-Quiz. Das gan­ze Vi­deo gibt es vor­aus­sicht­lich En­de der Wo­che on­li­ne zu se­hen. „Das war wirk­lich ei­ne lus­ti­ge Ab­wechs­lung“, so Ket­te­mer über den Dreh. Die Fans kön­nen sich üb­ri­gens nicht nur auf das Vi­deo, son­dern auch auf das Come­back des 30 -Jäh­ri­gen freu­en. „Es wird schon noch ei­ne Wei­le dau­ern, bis ich wie­der spie­len kann, aber ich bin auf dem Weg der Bes­se­rung. Die Ver­let­zung heilt gut, und ich kann höchst­wahr­schein­lich bald mit dem Auf­bau­trai­ning be­gin­nen“, so Ket­te­mer. Bis es so weit ist, ha­be sein Team al­ler­dings al­les im Griff. „Gro­ßes Lob an die Jungs. Ge­ra­de vor der Deutsch­land-Cup-Pau­se ha­ben sie die“vie­len Ver­let­zun­gen gut kom­pen­siert“, so Ket­te­mer. Trotz­dem will der Ver­tei­di­ger na­tür­lich so schnell wie mög­lich wie­der selbst ins Ge­sche­hen ein­grei­fen. Bis es so weit ist, hilft ihm sein Kum­pel Frank Mau­er. So ge­hört es sich eben für ech­te Spezln.

Frank Mau­er steu­ert, Flo Ket­te­mer sitzt da­ne­ben, tz-Re­por­te­rin Le­na Mey­er da­hin­ter

Fs.: sam­pics, Gepa

Spezl, lass dir doch hel­fen! Flo­ri­an Ket­te­mer geht noch an Krü­cken, Frank Mau­er stützt ihn

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