Di­gi­ta­li­sie­rung & Co.: Das kommt auf uns zu

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Die Ex­per­ten des Fraun­ho­fer-In­sti­tuts ha­ben 16 Schlüs­sel­t­rends her­aus­ge­fil­tert – der Blick in die Glas­ku­gel. Wir prä­sen­tie­ren hier ei­ni­ge da­von: ■ Die Di­gi­ta­li­sie­rung durch­dringt sämt­li­che Le­bens­be­rei­che. Ne­ben rea­len Iden­ti­tä­ten ver­fügt künf­tig je­der Mensch über ei­ne di­gi­ta­le Iden­ti­tät, die ge­pflegt und ent­wi­ckelt wird. ■ Die Glo­ba­li­sie­rung führt in vie­ler­lei Hin­sicht zu ei­ner ver­stärk­ten räum­li­chen Be­we­gung von Men­schen. Ne­ben ei­ner ge­stei­ger­ten Be­weg­lich­keit von Ar­beits­plät­zen im glo­ba­len Raum kommt es zu ver­stärk­ten Mi­gra­ti­ons­be­we­gun­gen.■ ■ Die so­zia­len Mi­lieusl ver­än­dern sich gra­vie­rend. Wäh­rend glo­bal be­trach­tet die ■ An­zahl der Men­schen, die der Mit­tel­schicht zu­ge­rech­net wer­den, steigt, kann auf na­tio­na­ler oder lo­ka­ler Ebe­ne ei­ne Ero­si­on be­ob­ach­tet wer­den. ■ Der wach­sen­de An­teil al­ter und hoch­be­tag­ter Men­schen führt zu an­stei­gen­den Pfle­ge- und Ver­sor­gungs­kos­ten. Die­se Kos­ten kön­nen von im­mer we­ni­ger Men­schen pri­vat auf­ge­bracht wer­den. ■ Mit­tel­fris­tig wer­den voll­au­to­ma­ti­sche in­ter­mo­da­le Ver­kehrs­sys­te­me mög­lich sein, was die Gren­ze zwi­schen öf­fent­li­chem und pri­va­tem Ver­kehr ver­schwim­men lässt. ■ Im Zu­ge ei­nes dau­er­haf­ten Nied­rig­zins­um­felds ver­lie­ren das Spa­ren und der Auf­bau von Ka­pi­tal an Sinn. An­le­ger su­chen hän­de­rin­gend nach In­ves­ti­ti­ons­mög­lich­kei­ten.

Per­sön­li­cher Be­sitz und Ei­gen­tum ver- ie­ren zu­min­dest auf Ebe­ne des In­di­vi­du­ums an Be­deu­tung. Zu­gän­ge zu Bil­dung, In­fra­struk­tu­ren und In­for­ma­ti­ons­an­ge­bo­ten ge­win­nen hin­ge­gen als Mit­tel so­zia­ler Dif­fe­ren­zie­rung an Re­le­vanz.

Die Au­to­ma­ti­sie­rung der Ar­beit schrei- tet vor­an. Die Di­gi­ta­li­sie­rung er­mög­licht künf­tig auch die Au­to­ma­ti­sie­rung vie­ler Di­enst­leis­tungs­tä­tig­kei­ten, Ro­bo­ter als Bar­kee­per bei­spiels­wei­se. ■ Res­sour­cen-Eng­päs­se prä­gen im­mer stär­ker das Han­deln. Ener­gie, sel­te­ne Er­den, sau­be­res Was­ser und land­wirt­schaft­li­che Nutz­flä­chen wer­den zum Aus­gangs­punkt für Kon­flik­te. ■ Die Kli­ma­ver­än­de­rung führt zu ei­ner Zu­nah­me von kli­ma­tisch be­ding­ten Er­eig­nis­sen und Fol­ge­schä­den. Dies er­for­dert An­pas­sungs­leis­tun­gen im ur­ba­nen Raum.

Fo­tos: dpa, Wes­ter­mann, Haag (3), Jantz, fkn

Ge­sund­heits-Ver­sor­gung wird im­mer teu­rer

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