Pa­ra­de-Bay­er & Phä­no­men zu­gleich

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End­lich wie­der ein Voll­tref­fer von Tho­mas Müller – be­zie­hungs­wei­se: Ein Voll­tref­fer über ihn. tz- Au­tor Jörg Hein­rich er­zählt in sei­nem neu­en Buch Tho­mas Müller: Das Phä­no­men (Ver­lag Die Werk­statt, 16,90 Eu­ro) die er­staun­li­che Ge­schich­te des Welt­meis­ters, vom spin­del­dür­ren Bu­ben aus dem idyl­li­schen Pfaf­fen­win­kel bis zur Ge­gen­wart. Aber weil Tho­mas Müller kein nor­ma­ler Fuß­bal­ler ist, ist das Mül­lerBuch auch kei­ne nor­ma­le Bio­gra­fie.

Statt ein­fach nur 27 Jah­re Müller nach­zu­er­zäh­len, gibt’s ei­nen Karl-Va­len­tin-Test, ei­ne Ana­ly­se von Wer­be­su­per­star Müller („Die He­le­ne Fi­scher des Fuß­balls“) und ei­nen Aus­blick auf die nächs­ten Jahr­zehn­te Müller. Au­ßer­dem ei­nen Orts­ter­min in Pähl, ei­ne Hul­di­gung an Li­sa Müller und die lus­tigs­ten frei er­fun­de­nen Tho­mas-Müller-Schlag­zei­len. Zahl­rei­che Pro­mi­nen­te und Fuß­ball­ex­per­ten spre­chen in In­ter­views über den Su­per­star: Bay­ern-Chef Kar­lHeinz Rum­me­nig­ge, die Kom­men­ta­to­ren-Le­gen­den Fritz von Thurn und Ta­xis und Marcel Reif, Sky-Neu­zu­gang Frank Bu­sch­mann und der SPD-Po­li­ti­ker Lars Kling­beil, Mit­glied des FC-Bay­ern-Fan­clubs im Deut­schen Bun­des­tag.

Karl-Heinz Rum­me­nig­ge über den Pa­ra­de-Bay­ern Müller: „Sie ken­nen ja si­cher­lich die­se Herr­gotts­schnit­zer in Obe­r­am­mer­gau. Wenn die ei­nen baye­ri­schen Fuß­bal­ler schnit­zen wür­den, dann kä­me Müller her­aus.“

Fritz von Thurn und Ta­xis über den Ver­gleich der bei­den Mül­lers: „Bei Gerd hat die Mann­schaft ganz ge­nau ge­wusst, was pas­siert. Die klas­si­sche Num­mer: Ball in den Straf­raum, Bumm, Tor. Ich glau­be, bei Tho­mas wis­sen die Mit­spie­ler meis­tens gar nicht, was als Nächs­tes pas­siert. Und wie sol­len sie auch? Tho­mas Müller weiß es ja selbst nicht, hat er mal er­zählt. Und das macht ihn für sei­ne Trai­ner so un­heim­lich – so­wohl für den geg­ne­ri­schen als auch manch­mal für den ei­ge­nen.“ Marcel Reif über Mül­lers ak­tu­el­le Pro­ble­me: „Es ist nicht das Spiel von Tho­mas Müller, wenn er mit dem Rü­cken zum Tor steht, wenn er an ei­nen fes­ten Ort ge­bun­den ist. Wenn du ihn falsch ein­setzt, steht zwar Müller hin­ten drauf, aber es ist nicht Müller drin. Dann braucht man dem Kerl nur ins Ge­sicht zu schau­en, und man sieht ihm das Un­glück der gan­zen Welt an. War­um es die Trai­ner trotz­dem im­mer wie­der ver­su­chen, er­schließt sich mir al­ler­dings nicht rest­los.“Frank Bu­sch­mann über den Wer­be­star Müller: „Er kommt mir ein biss­chen vor wie der jun­ge Franz Be­cken­bau­er, bei dem auch al­le ge­sagt ha­ben: Ja mei, der Franz, so ein lie­ber Kerl, dem kann kei­ner bö­se sein. Das Schö­ne an Müller ist ja: Der nimmt sich selbst nicht all­zu ernst, der kann über das gan­ze Bo­hei rund um sich her­um herz­haft la­chen – was ich mir bei Cris­tia­no Ro­nal­do eher nicht vor­stel­len kann.“

Lars Kling­beil über Müller und die Kanz­le­rin: „Der Bay­ernFan­club des Bundestags ist bei Spie­len in der Deut­schen Par­la­men­ta­ri­schen Ge­sell­schaft zu Gast, dort sind Plät­ze für uns re­ser­viert. Vol­ker Kau­der, der Frak­ti­ons­chef von CDU und CSU, sitzt dann mit dem Bay­ern-Schal vor dem Fern­se­her. Und es kann durch­aus pas­sie­ren, dass auch mal die Kanz­le­rin da­zu­kommt­und­mit­guckt. Ich wür­de sa­gen, dass An­ge­la Mer­kel dem FC Bay­ern po­si­tiv ge­gen­über­steht. Aber ich weiß nicht, ob ich da In­ter­na ver­ra­te. Für Tho­mas Müller klat­schen wir al­le. Ihm wür­de ich als So­zi­al­de­mo­krat nicht ein­mal ei­ne CSU-Mit­glied­schaft übel­neh­men.“

Fo­tos: AFP, dpa

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Tho­mas Müller hat fast im­mer gut la­chen

„Tho­mas Müller: Das Phä­no­men“ist ab so­fort er­hält­lich

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