Sze­na­rio 2: Die Ka­pi­ta­lis­ten-Stadt

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Wir schrei­ben das Jahr 2040. Mün­chen, ei­ne Stadt, die be­kannt war für ih­re so­zia­le und öko­no­mi­sche Aus­ge­gli­chen­heit, könn­te aus dem Gleich­ge­wicht ge­ra­ten sein. Grund ist die di­gi­ta­le Öko­no­mi­sie­rung: Apps, Start-ups, Ar­beit 4.0! Im Jahr 2040 könn­te Mün­chen laut Ex­per­ten ge­prägt von „so­zio­öko­no­mi­schen Trans­for­ma­ti­ons­pro­zes­sen“sein. Heißt: Die wirt­schaft­li­chen Ein­flüs­se auf die Ge­sell­schaft könn­ten zu­neh­men. Mehr und mehr be­stim­men An­ge­bot und Nach­fra­ge die Res­sour­cen. Das hat Fol­gen: Das So­zi­al­mo­dell, das auf ho­her Wirt­schafts­kraft und ho­her Le­bens­qua­li­tät für je­den Münch­ner ba­sier­te, wird mehr und mehr un­ter­spült. Pro­zes­se wie die Di­gi­ta­li­sie­rung und die Öko­no­mi- sie­rung, sind trei­ben­de Kräf­te, die in Mün­chen ei­nen op­ti­ma­len Nähr­bo­den fin­den, um sich zu­sätz­lich wech­sel­sei­tig zu ver­stär­ken. Da­bei wird nun auch die so­zia­le Sche­re grö­ßer: Auf der ei­nen Sei­te gibt es Men­schen, die von der Di­gi­ta­li­sie­rung und der stär­ker wer­den­den Wirt­schaft pro­fi­tie­ren. Auf der an­de­ren Sei­te le­ben Men­schen in ei­nem har­ten und in ei­nem zu­wei­len feind­li­chen Le­bens­um­feld. Ex­per­ten-Fa­zit: Mün­chen ist ei­ne Pa­ra­de­stadt für den di­gi­ta­len Ka­pi­ta­lis­mus des 21. Jahr­hun­derts. Für vie­le Men­schen aus al­ler Welt ver­kör­pert die Stadt mehr denn je die Hoff­nung auf ein bes­se­res Le­ben. Aber im Jahr 2040 ist kla­rer denn je, dass die­se Hoff­nung sich nicht für al­le Münch­ner er­fül­len wird. Üb­ri­gens: Laut Ex­per­ten wird wohl kei­nes der Sze­na­ri­en ex­akt

so ein­tre­ten!

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