Vor­fall ge­nau prü­fen

tz - - POLITIK -

Na­tür­lich ge­rie­ten Staat und Po­li­tik in Er­klä­rungs­not, wenn sich Si­cher­heits­lü­cken auf­tä­ten, so Ste­phan May­er (CSU), in­nen­po­li­ti­scher Spre­cher der Uni­ons­frak­ti­on. Der Fall zei­ge aber auch, „dass es ge­nü­gend Mecha­nis­men gibt, der­ar­ti­ge Maul­wür­fe schnell zu de­tek­tie­ren, schnell auf­zu­de­cken und dann auch zur Stre­cke zu brin­gen“. Für sei­nen Par­tei­freund Hans­Pe­ter Uhl ist es „das Ent­schei­den­de, dass das Bun­des­amt für Ver­fas­sungs­schutz ihn zwar ein­ge­stellt, aber ihn nun auch ent­tarnt hat. Die Selbst­rei­ni­gungs­kräf­te der gro­ßen Be­hör­de funk­tio­nie­ren al­so“. Der Grü­nen-Po­li­ti­ker Hans-Chris­ti­an Strö­be­le fin­det, der Fall wer­fe „die drin­gen­de Fra­ge auf, ob der Ge­heim­dienst bei sei­nen Be­mü­hun­gen, an Mas­sen­über­wa­chun­gen teil­zu­ha­ben, den wich­ti­gen ge­setz­li­chen Auf­trag ver­nach­läs­sigt hat, Spio­na­ge ab­zu­weh­ren“. SPD-In­nen­ex­per­te Burk­hard Lisch­ka will Auf­klä­rung, „wie der ent­tarn­te Mit­ar­bei­ter über­haupt beim BfV trotz Si­cher­heits­über­prü­fung ein­ge­stellt wer­den konn­te“. Die in­nen­po­li­ti­sche Spre­che­rin der Grü­nen-Frak­ti­on, Ire­ne Mi­ha­lic, will wis­sen, „ob es auch Na­zis ge­lun­gen ist, Mit­ar­bei­ter im Bun­des­amt oder an­de­ren Si­cher­heits­be­hör­den zu plat­zie­ren“. Die in­nen­po­li­ti­sche Spre­che­rin der Links­frak­ti­on, Ul­la Jelp­ke, kri­ti­sier­te den Ver­fas­sungs­schutz scharf: „Der In­lands­ge­heim­dienst hat kei­ne Si­cher­heits­lü­cke, er ist ei­ne“.

In­nen­mi­nis­ter Tho­mas de Mai­ziè­re (CDU) woll­te sich nicht kon­kret zu mög­li­chen Kon­se­quen­zen äu­ßern. Er ha­be aber kei­ne Hin­wei­se, dass in die­sem Fall nicht sorg­fäl­tig vor­ge­gan­gen wor­den sei.

B. Lisch­ka (SPD)

H. Strö­be­le (Grü­ne)

Hans-Pe­ter Uhl (CSU)

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