Mit neu­em Ver­trag 600 Eu­ro ge­spart

-Se­rie: Räum Dein Le­ben auf! ++ Heu­te: Güns­ti­ge Fest­netz- und In­ter­net-Ta­ri­fe

tz - - GELD+MARKT - JÖRG HEIN­RICH

tz-Le­se­rin Chris­ti­ne da Sil­va zahlt seit Jah­ren zu viel für ih­ren DSL-An­schluss F: Wes­ter­mann (2)

S at­te 74,95 Eu­ro im Mo­nat für In­ter­net, Te­le­fon und Ka­bel-TV: tz- Le­se­rin Chris­ti­ne da Sil­va aus Pa­sing zahlt noch die hor­ren­den Prei­se von frü­her, die heu­te längst nicht mehr zeit­ge­mäß sind. Sie ist seit Jah­ren Kun­din von Vo­da­fo­ne/Ka­bel Deutsch­land. Zum letz­ten Mal hat sich ihr Ta­rif im März 2014 ge­än­dert. Auch nach den 24 Mo­na­ten Lauf­zeit kün­dig­te sie nicht, der Ver­trag lief wei­ter – und Vo­da­fo­ne sah auch kei­ne Ver­an­las­sung, sei­ner Kun­din ei­nen güns­ti­ge­ren Ta­rif an­zu­bie­ten. So geht es vie­len DSL-Nut­zern. Denn die Pro­vi­der le­ben bes­tens von ih­ren Lieb­lings­kun­den, die still­hal­ten, die nicht kün­di­gen und die kei­ne güns­ti­ge­ren Prei­se ver­lan­gen. Da­bei könn­te Chris­ti­ne da Sil­va ihr DSL, ihr Te­le­fon und ihr Fern­se­hen um sat­te 611,64 Eu­ro güns­ti­ger be­kom­men.

Der ak­tu­el­le Stand: Die PR-Ma­na­ge­rin zahlt laut ih­rer Rech­nung al­lein für den In­ter­net- und Te­le­fon­ta­rif „In­ter­net & Pho­ne Ka­bel 200 V“39,99 Eu­ro im Mo­nat. Da­bei passt der Ta­rif gar nicht zu ihr. Denn er bie­tet In­ter­net mit ex­trem schnel­len 200 Me­ga­bit pro Se­kun­de (Mbit/s) – ein Tem­po, das Frau da Sil­va über­haupt nicht braucht: „Mir wür­de auch DSL 6000 rei­chen“, al­so statt der 200 nur 6 Mbit/s. Zu­dem wird in ih­rem Ta­rif das Surf­tem­po ab ei­nem be­stimm­ten Da­ten­vo­lu­men ge­dros­selt (da­her das „V“wie „Vo­lu­men“). Was nor­ma­ler­wei­se nur im Mo­bil­funk üb­lich ist, gibt es mitt­ler­wei­le bei ei­ni­gen Ta­ri­fen auch für zu Hau­se. Au­ßer­dem wer­den im Mo­nat 18,99 Eu­ro fürs Ka­bel-TV fäl­lig und zu­sätz- lich 10 Eu­ro für noch mehr HD-Sen­der, die die Vo­da­fo­ne-Kun­din gar nicht braucht. Mo­nat­lich 3,99 Eu­ro für ein über­flüs­si­ges Si­cher­heits­pa­ket („Mit 2er-Li­zenz“) ste­hen auch noch auf der Rech­nung. Macht mit „Ne­ben­ge­räu­schen“74,95 Eu­ro. Da­mit geht es Chris­ti­ne da Sil­va wie vie­len an­de­ren DSL-Kun­den. Wer – aus ver­ständ­li­chen Grün­den – kei­ne Lust hat, sich durch den un­durch­schau­ba­ren Ta­rif­dschun­gel der Pro­vi­der zu kämp­fen, zahlt am En­de drauf.

Die Al­ter­na­ti­ve: Selbst oh­ne Pro­vi­der­wech­sel könn­te Chris­ti­ne da Sil­va nach En­de ih­res Ver­trags enorm viel Geld spa­ren. Denn ei­gent­lich gilt Vo­da­fo­ne/Ka­bel Deutsch­land als sehr güns­ti­ger Pro­vi­der – wenn man ei­nen gu­ten neu­en Ver­trag hat. Nur Be­stands­kun­den zah­len meist viel zu viel. Ide­al für die Münch­ne­rin wä­re der Ta­rif „Red In­ter­net & Pho­ne 32 Ca­ble“mit schnel­len 32 Mbit/s, der an ih­rem Wohn­ort ver­füg­bar ist. Er liegt preis­lich prak­tisch gleich­auf mit ei­nem lang­sa­me­ren 10-Mbit/s-An­schluss. Der 32erTa­rif kos­tet in den ers­ten bei­den Jah­ren 19,99 Eu­ro und da­nach 29,99 Eu­ro. Doch nach den 24 Mo­na­ten kann Frau da Sil­va kün­di­gen oder von Vo­da­fo­ne ei­nen neu­en Ta­rif ver­lan­gen. Sie kann al­so tat­säch­lich mit den 19,99 Eu­ro kal­ku­lie­ren. Der güns­tigs­te Ka­bel­an­schluss „Ba­sic TV Ca­ble“kos­tet zu­sätz­lich 3,99 Eu­ro und bie­tet be­reits bis zu 39 HD-Sen­der und bis zu 100 Sen­der ins­ge­samt. Mehr Fern­se­hen braucht kaum je­mand. Statt der bis­he­ri­gen 74,95 Eu­ro macht das dann 23,98 Eu­ro. Im Mo­nat könn­te die Vo­da­fo­ne-Kun­din al­so 50,97 Eu­ro spa­ren und im Jahr fast schon atem­be­rau­ben­de 611,64 Eu­ro. Und für fünf Eu­ro mehr im Mo­nat be­kommt sie ei­nen bes­se­ren TV-Ka­bel­an­schluss, mit HD-Fest­plat­ten­re­kor­der für zeit­ver­setz­tes Fern­se­hen.

Der Pro­vi­der­wech­sel: Falls Chris­ti­ne da Sil­va sich von Vo­da­fo­ne ver­ab­schie­den will oder falls der Pro­vi­der beim Wech­sel in ei­nen güns­ti­ge­ren Ta­rif Pro­ble­me macht, gibt es gu­te Al­ter­na­ti­ven, zum Bei­spiel M’net. Beim Münch­ner An­bie­ter kommt der Ta­rif „M’net In­ter­net & Te­le­fon 18“in­fra­ge, der im ers­ten hal­ben Jahr den Lock­vo­gel- Preis von 9,90 Eu­ro mo­nat­lich kos­tet und da­nach 29,90 Eu­ro. Fern­se­hen gibt’s für 9,90 Eu­ro oben­drauf. Über zwei Jah­re ge­rech­net, er­gibt das 34,80 Eu­ro im Mo­nat – teu­rer als bei ei­nem neu­en Vo­da­fo­ne-Ta­rif, aber im­mer noch we­ni­ger als die Hälf­te der Rie­sen­rech­nung, die Chris­ti­ne da Sil­va mo­men­tan be­zahlt.

Der wich­tigs­te Tipp: Vo­da­fo­neKun­din da Sil­va darf nun kei­nes­falls ih­ren nächs­ten Kün­di- gungs­ter­min ver­pas­sen. Am bes­ten kün­digt sie be­reits ein hal­bes Jahr vor Ver­trags­en­de. Sie hat sich vor­ge­nom­men: „Das Da­tum tra­ge ich mir jetzt schon im Ka­len­der ein.“Ge­ne­rell gilt: Es lohnt sich, den Pro­vi­der zu wech­seln. Denn um Neu­kun­den an­zu­lo­cken, las­sen die Fir­men oft enor­me Ra­bat­te sprin­gen. Laut­des­Ve­ri­vox-Ta­rif­ver­gleichs be­kom­men Wechs­ler bei Vo­da­fo­ne den Ta­rif „Red In­ter­net & Pho­ne 32 Ca­ble“der­zeit für 10,41 Eu­ro im Mo­nat. Wenn Chris­ti­ne da Sil­va hart­nä­ckig ver­han­delt, sich über ih­ren bis­he­ri­gen viel zu teu­ren Ver­trag be­schwert und mit Kün­di­gung droht, kann sie wo­mög­lich ähn­lich gu­te Prei­se her­aus­schla­gen. Und wenn der Pro­vi­der sei­ne Kun­din hal­ten will, gibt er ihr viel­leicht schon vor Ver­trags­en­de ei­nen güns­ti­ge­ren Ta­rif. Nach­fra­gen lohnt sich!

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