Bil­ly Ta­lent: Mu­sik ver­bin­det

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Die Zei­ten sind nicht leicht für Bil­ly Ta­lent, doch die ka­na­di­sche Band hat zum Auf­takt ih­rer Deutsch­land­tour­nee im rap­pel- und er­war­tungs­vol­len Ze­nith ge­zeigt: Mu­sik bleibt Trumpf! Nach zwei Vor­bands ging’s um kurz vor zehn los, und der Schweiß bis zum ab­rup­ten En­de kurz nach halb zwölf war heiß!

War­um har­te Zei­ten? Weil Drum­mer Aa­ron So­lo­wo­ni­um an Mul­ti­pler Sk­le­ro­se lei­det. Front­mann Ben­ja­min Ko­wa­le­wicz (40) sagt da­zu im In­ter­view. „Aa­ron ist sehr op­ti­mis­tisch. Ich weiß nicht, wann er zu­rück­kehrt, aber ich hof­fe, im Lau­fe des nächs­ten Jah­res.“

Die­se schwe­re Ner­ven­krank­heit ver­än­dert die Per­spek­ti­ve auf die Welt, so Ko­wa­le­wicz. „Ich ver­su­che noch mehr, für den Mo­ment zu le­ben und mein Bes­tes zu ge­ben, um ein gu­ter Mensch zu sein. Wenn du ei­nen Traum hast – dann los!“

Wer für ihn der voll­kom­me­ne Front­mann ist? „Fred­die Mer­cu­ry! Er war der Bes­te! Da­ne­ben fin­de ich noch Da­vid Bo­wie, Per­ry Far­rell von Ja­ne’s Ad­dic­tion und Ed­die Ved­der von Pe­arl Jam groß­ar­tig.“

Die po­li­tisch am­bi­tio­nier­te Com­bo hat Angst, wie sich die USA un­ter Do­nald Trump ent­wi­ckeln wer­den. Ob die Mu­sik hel­fen kann, die Welt zu ver­bes­sern? „Ab­so­lut! Mu­sik gibt es in je­der Kul­tur. Sie wird bei Freu­de und Trau­er ver­wen­det. Mu­sik ist die the­ra­peu­tischs­te, die schöns­te im­ma­te­ri­el­le Sa­che. Sie ist die­ses uni­ver­sel­le Ding, das uns al­le ver­bin­det.“

Das ha­ben Bil­ly Ta­lent, die seit 23 Jah­ren im Ge­schäft sind, jetzt wie­der be­wie­sen. Ein Blick in glück­li­che, tropf­nas­se Fan­ge­sich­ter ge­nügt.

Fo­to: dpa

Sän­ger Ben­ja­min Ko­wa­le­wicz gas­tier­te mit sei­ner Band Bil­ly Ta­lent im Ze­nith

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