Kurz & kri­tisch Sta­tus froh!

tz - - KULTUR + TV - TEXT: JÖRG HEIN­RICH/FO­TO: M. HANGEN

Und die­se Band will den Ste­cker zie­hen? Mit dem letz­ten Auf­ge­bot ka­men Sta­tus Quo am Mitt­woch in die recht schüt­ter be­setz­te Olym­pia­hal­le. Nach sei­nem drit­ten Herz­in­farkt im Ju­ni in An­ta­lya ist nun auch noch Gi­tar­re­ro Rick Par­fitt raus. Bleibt von der Ur­be­set­zung nur noch Ex-Zopf Fran­cis Ros­si. Doch die al­ten Kn­a­ben be­wie­sen auf ih­rer (an­geb­lich) letz­ten elek­trisch ver­stärk­ten Tour, dass sie im­mer noch mäch­tig un­ter Strom ste­hen.

Get up and Boo­gie! Nach den er­staun­lich fri­schen Uriah Heep, de­ren er­grau­te La­dy in Black das Haar nach­ge­färbt hat, star­te­ten Sta­tus Quo psy­che­de­lisch, als In­tro kam Pic­tu­res of Match­stick Men vom Band. Den 49 Jah­re (!!) al­ten ers­ten Hit hät­te man auch ger­ne live ge­hört. Doch Ros­si und sei­ne Ge­nos­sen vom Gi­tar­ren­schrubb-Ver­ein hat­ten Bes­se­res zu tun, zu sin­gen, zu spie­len: Ca­ro­li­ne und The Wan­de­rer als ful­mi­nan­ter Auf­takt, drei Ak­kor­de für ein Hal­le­lu­ja! Er­satz-Gi­tar­rist Ri­chie Ma­lo­ne (29) senkt den Al­ters­schnitt mas­siv, Bas­ser Rhi­no Ed­wards über­nimmt die Ge­s­angs­parts von Good ol’ Rick, und schon klin­gen Quo (fast) wie­der nach Quo. Ist ja auch nicht so furcht­bar kom­pli­ziert. Ein präch­tig ge­laun­ter Ros­si packt Klas­si­ker wie What You‘re Pro­po­sing oder Again and Again in ei­nen QuoMe­ga­mix – und bringt die Olym­pia­hal­le ein letz­tes Mal mit Ro­ckin’ All Over The World zum Hüp­fen. Re­ak­ti­on der Fans: Sta­tus froh!

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