So fin­den Sie das rich­ti­ge E-Book

tz - - GELD+MARKT - JÖRG HEIN­RICH

Das Tech­nik- Christ­kindl ist nicht zu be­nei­den. Wel­che Bild­auf­lö­sung braucht der Fern­se­her? Ist ein Ta­blet oder ein Note­book sinn­vol­ler? Und lohnt sich ei­ne Smartuhr? Weil Tech­nik im­mer kom­pli­zier­ter wird, gibt’s jetzt wie­der täg­lich die Kauf­be­ra­tung der tz. Fol­ge 5: E-Book-Re­a­der.

Ein E-Book ist si­cher­lich die kom­for­ta­bels­te Art, ein Buch zu lesen – von ei­nem rich­ti­gen Buch aus Pa­pier mal ab­ge­se­hen. 24 Pro­zent der Deut­schen se­hen das ge­nau­so und lesen be­reits di­gi­tal. EBooks kos­ten meist et­was we­ni­ger als das glei­che Buch auf Pa­pier. Für den ak­tu­el­len Best­sel­ler Har­ry Pot­ter und das ver­wun­sche­ne Kind zah­len Sie bei­spiels­wei­se als ge­bun­de­ne Aus­ga­be 19,99 Eu­ro und als E-Book 14,99 Eu­ro.

Das rich­ti­ge Ge­rät

Wenn Sie elek­tro­nisch lesen wol­len, müs­sen Sie sich zwi­schen zwei Wel­ten ent­schei­den, zwi­schen Ama­zon und dem deut­schen Buch­han­del. E-Books funk­tio­nie­ren ent­we­der auf dem Ama­zon Kind­le oder dem To­li­no-Re­a­der des Buch­han­dels. Sie kön­nen bei Ih­rer Wahl we­nig verkehrt ma­chen. Die Bild­schir­me, die sich wie ge­druck­tes Pa­pier lesen las­sen, sind je­weils ex­zel­lent. Die Buch­aus­wahl ist ver­gleich­bar, und die Prei­se sind durch die Buch­preis­bin­dung iden­tisch. Un­ter­schie­de im De­tail: Beim Buch­han­del ha­ben Sie Vor-Ort-Be­ra­tung und ma­chen den US-Mul­ti Ama­zon nicht noch rei­cher. Zu­dem kön­nen Sie mit ei­nem To­li­no E-Books aus der Leih­bü­che­rei lesen, wäh­rend Ama­zon auf sein ei­ge­nes Aus­leih­mo­dell „Kind­le Un­li­mi­ted“setzt. Ama­zon punk­tet bei den aus­ge­reif­te­ren Apps, mit de­nen Sie Ih­re E-Books auch auf Smart­pho­ne und Ta­blet lesen. Und bei den Ame­ri­ka­nern ist die Aus­wahl an kos­ten­güns­ti­gen eng­lisch­spra­chi­gen Bü­chern deut­lich grö­ßer.

Der rich­ti­ge Kind­le

Ama­zon hat sein An­ge­bot die­ses Jahr noch wei­ter auf­ge­fä­chert. Es reicht vom Ein­stiegs-Kind­le für 70 Eu­ro bis zum Edel­mo­dell Oa­sis für 290 Eu­ro. Das güns­tigs­te Mo­dell ist nur für We­nig-Le­ser in­ter­es­sant – der Bild­schirm ist nur halb so scharf wie bei den an­de­ren Kind­les. Au­ßer­dem fehlt ihm ei­ne Be­leuch­tung. Am emp­feh­lens­wer­tes­ten ist der „Volks-Kind­le“, das Mit­tel­klas­se-Mo­dell Pa­perw­hi­te für 120 Eu­ro. Er hat be­reits den Top-Bild­schirm, der mit 300 ppi so scharf ist wie ei­ne ech­te Zei­tungs­sei­te. Beim Pa­perw­hi­te müs­sen Sie das Licht noch selbst ein­stel­len, der Voya­ge für 190 Eu­ro re­gelt das au­to­ma­tisch. Er ist über­dies ein we­nig hand­li­cher und lässt sich noch kom­for­ta­bler um­blät­tern. Pu­rer Lu­xus, aber tod­schick, ist der Oa­sis. Sein Trick: Er hat den Ak­ku größ­ten­teils in die mit­ge­lie­fer­te Le­der­hül­le aus­ge­la­gert. Des­halb ist der Kind­le selbst ex­trem klein und leicht, wiegt nur 131 Gramm. Der ein­ge­bau­te Ak­ku hält nur ein paar Ta­ge durch, doch mit der ma­gne­ti­schen Hül­le lesen Sie wo­chen­lang. Wirk­lich not­wen­dig ist das nicht, der Oa­sis löst bei Leseratten aber ei­nen ab­so­lu­ten „Ha­ben wol­len“-Re­flex aus. Noch zwei Kind­le-Tipps: Kau­fen Sie ruhig die güns­ti­ge­re Ver­si- on mit „Spe­zi­al­an­ge­bo­ten“, die Wer­bung se­hen Sie nur auf dem Start­schirm, aber nicht beim Lesen. Und die teu­re­ren Mo­bil­fun­kVer­sio­nen sind den Auf­preis nicht wert – au­ßer, Sie wol­len auch un­ter­wegs Bü­cher her­un­ter­la­den.

Der rich­ti­ge To­li­no

Hier reicht die Pa­let­te von 69 bis 179 Eu­ro. Das Ein­stiegs­mo­dell To­li­no Pa­ge bie­tet wie der güns­tigs­te Kind­le kei­nen all­zu schar­fen Bild­schirm – Sie soll­ten Ih­ren Au­gen Bes­se­res gön­nen. Die mitt­le­re Va­ri­an­te Shi­ne 2 HD für 119 Eu­ro mit Su­per­scharf-Schirm ist das Pen­dant zum Kind­le Pa­perw­hi­te und die bes­te Wahl für fast al­le Buch­fans. Sei­ne Stär­ke: Er ist was­ser­dicht, ide­al zum ge­müt­li­chen Schmö­kern in der Ba­de­wan­ne. Die­sen Lu­xus bie­tet kein Ama­zon-Re­a­der. Das brand­neue Top­mo­dell Vi­si­on 4 HD kön­nen Sie eben­falls zum Ba­den mit­neh­men – oder ins Bett. Denn der Vi­si­on schal­tet abends und nachts au­to­ma­tisch auf ei­ne wär­me­re Licht­far­be um, die Sie sanft zum Ein­schla­fen bringt. Die E-Book-Re­a­der an­de­rer Her­stel­ler sind meist kom­pa­ti­bel mit dem Buch­han­delsFor­mat. Top ist die säch­si­sche Fir­ma Po­cke­tBook ( po­cke­tbook.de), die auch grö­ße­re Re­a­der wie das acht Zoll gro­ße In­kPad 2 für 199 Eu­ro an­bie­tet.

Links: Win­ter­zeit ist Le­se­zeit: Ge­müt­lich in die De­cke ge­ku­schelt schmö­kert es sich am bes­ten. Rechts: Das In­kPad2 punk­tet mit gro­ßem Dis­play

Sünd­teu­er, aber tod­schick: Der Kind­le Oa­sis mit in die Hül­le in­te­grier­tem Ak­ku kos­tet 290 Eu­ro

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.