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tz - - PENSCHEN -

Ei­ne Le­se­rin wun­der­te sich, war­um sie von ei­ner Erb­schaft mo­na­te­lang nichts er­fuhr, ob­wohl beim Nach­lass­ge­richt ein Tes­ta­ment hin­ter­legt war. Bei den Re­cher­chen für die Ant­wort auf die Fra­gen der Le­se­rin stie­ßen wir auf meh­re­re Miss­ver­ständ­nis­se, die sich leicht ein­schlei­chen, wenn es um das The­ma Nach­lass­ge­rich­te und Er­ben geht. Klar soll­te sein, dass nicht nur vom No­tar er­rich­te­te Tes­ta­men­te beim Nach­lass­ge­richt hin­ter­legt wer­den kön­nen. Auch wenn ei­ne Pri­vat­per­son ein Tes­ta­ment hand­schrift­lich ver­fasst, kann sie es zum Nach­lass­ge- richt brin­gen. Na­tür­lich ist die Auf­be­wah­rung nicht kos­ten­los. Das hin­ter­leg­te Tes­ta­ment kommt in ei­nen feu­er­fes­ten Tre­sor­raum und das Ge­richt sorgt da­für, dass das Schrift­stück im Tes­ta­ments­re­gis­ter er­fasst wird. So ist si­cher­ge­stellt, dass – wenn der Erb­las­ser stirbt – das Ge­richt be­nach­rich­tigt wird. Wenn je­mand, der ein Tes­ta­ment hin­ter­legt hat, es nach­träg­lich än­dern möch­te, ist das kein Pro­blem. Er kann es kos­ten­los wie­der ab­ho­len. Will er al­ler­dings das ge­än­der­te Tes­ta­ment wie­der hin­ter­le­gen, muss er er­neut be­zah­len. Egal, ob ein Tes­ta­ment bei Ge­richt hin­ter­legt wur­de oder nicht, je­der, der im Tes­ta­ment be­dacht ist oder zu den ge­setz­li­chen Er­ben ge­hört, hat das Recht, das Er­be aus­zu­schla­gen. Das muss er al­ler­dings in­ner­halb von sechs Wo- chen tun. Die Frist be­ginnt zu lau­fen, wenn er von sei­nem Er­be er­fährt. Un­ab­hän­gig da­von, wer erbt, ist es die Pflicht der An­ge­hö­ri­gen, für die Be­er­di­gung des To­ten zu sor­gen. Wenn da­zu nie­mand be­reit ist, nimmt die Be­hör­de die Sa­che in die Hand und ord­net ei­ne Zwangs­be­stat­tung an. Al­ler­dings be­kom­men die Rech­nung da­für wie­der die An­ge­hö­ri­gen.

Ihr

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