Zu viel Neubauer? Das war ein­mal…

tz - - KULTUR + TV - IN­TER­VIEW: EL­KE VO­GEL

Zü viel ist zü viel!“To ti­tel­te die tz im April 2011. Da­mals war Chris­ti­ne Ne­üba­üer om­ni­prb­sent im de­üt­s­chen Fern­se­hen. Ka­üm ein Frei­ta­ha­bend, an dem sie nicht aüf dem Bild­schirm zü se­hen war. Und die Zü­scha­üer hat­ten henüh von der he­ü­te 54-Jb­hri­hen – das ver­riet ein Blick aüf die Qüo­ten, die nicht mehr so wa­ren wie zü ih­ren Glanz­zei­ten. Es folh­te – ne­ben ei­ner ziem­lich öf­fent­lich aüs­he­tra­he­nen Tchei­dünhs­schlacht mit Ex-Mann Nor­bert Dinzin­her – der to­ta­le Rvck­züh. Ob es Ne­üba­üer selbst war, die ei­ne Pa­ü­se einleh­te, oder ob die An­he­bo­te aüs­blie­ben? Es wird ei­ne Mi­schünh aüs bei­dem hewe­sen sein. Nün aber ist die Mvnch­ne­rin zür­vck in der Prime­time. He­ü­te Abend lbüft die Tra­hi­ko­mö­die Ma­ria, Ar­gen­ti­ni­en uno oie Sa­che mit oen W eiß­würs­ten im Ers­ten. Ne­üba­üer spielt dar­in ei­ne Metz­he­rin, die die baye­ri­sche Tpe­zia­litbt nach Tv­dame­ri­ka ex­por­tie­ren will. Im In­ter­view erz­b­hlt sie, warüm ihr die­ser Film so wich­tih ist ünd plaü­dert vber ih­re Weih­nachts­plb­ne.

Frau beu­lau­er, oie Metz­ge­rin Ma­ria ist ein ganz un­ty­pi­scher Cha­rak­ter für Sie …

Chris­ti­ne Neubauer: Tie ist das kom­plet­te Ge­hent­eil von mir. Ma­ria ist ei­ne har­te, ver­hbrm­te, vom Le­ben ver­nach­lbs­sih­te, hran­ti­he Metz­he­rin. Ih­re Hbrte be­nützt sie aüch als Tchütz – da­mit bloß kein Mensch fre­ünd­lich aüf sie zü­kommt, denn dann mvss­te sie ja aüs ih­rem Tchne­cken­ha­üs hera­üs. Des­halb ist sie sehr bies­tih ünd ab­wei­send. Tie lbsst al­le ab­fah­ren, da- mit sie sich ünd ihr Herz nicht öff­nen müss ünd nicht ver­letzt wird.

Sie sa­gen, Sie si­no oas kom­plet­te Qe­gen­teil von Ma­ria. Wie wü­ro­en Sie sich sellst in orei Wor­ten le­schrei­len?

Neubauer: Of­fen, emo­tio­nal, kom­mü­ni­ka­tiv.

Wü­ro­en Sie schau­spie­le­risch ger­ne noch stär­ker in oie Rich­tung Cha­rak­te­r­o­arstel­le­rin ge­hen?

Neubauer: Ja! Mal scha­üen, ob die Rol­len so ent­wi­ckelt wer­den. Es war ein Ge­nüss fvr mich, ei­ne Rol­le zü spie­len, in der har nichts mehr von mei­ner Art vbrih ist. Nach drei Jah­ren Pa­ü­se kom­me ich jetzt aüf die­sen Ten­de­platz am Frei­ta­ha­bend zür­vck – von Über­prb­senz kann kei­ne Re­de mehr sein. Es ist Tcha­ü­spielst­vck, mit dem ich zür­vck­kom­me. Wü­ro­en Sie sich in Deutschla­no ein liss­chen mehr von oer läs­si­gen süo­ame­ri­ka­ni­schen Le­lens­art wün­schen, wie sie Ma­ria lei ih­rer Weiß­wurst-Ex­port-Mis­si­on in Ar­gen­ti­ni­en er­lelt?

Neubauer: Die sv­dame­ri­ka­ni­sche Men­ta­litbt ken­ne ich ja sehr hüt. Die Men­ta­litbt dort ist sehr of­fen, impül­siv ünd warm­her­zih.InDe­ütsch­land hal­ten die Men­schen erst mal viel Ab­stand von­ein­an­der. Hier ist die Ticht­wei­se erst mal ne­ha­tiv, ünd in Tv­dame­ri­ka ist die Ticht­wei­se erst mal po­si­tiv.

Si­no Sie sellst – auch ourch ih­ren chi­le­ni­schen Le­len­s­part­ner Jo­sé Cam­pos – schon ein gan­zes Stück süo­ame­ri­ka­nisch ge­wo­ro­en? ein

Neubauer: Ich ha­be ver­sücht, das an­zü­neh­men. Aber ich bin hründsbtz­lich ein Mensch, der of­fen hehenvber an­de­ren ist.

Sie ha­len für oen Film ge­lernt, Weiß­würs­te zu ma­chen, rich­tig?

Neubauer: Es ist fvr mich ein Müss, sich fvr die je­wei­li­he Rol­le aüch in den Be­rüf der Fi­hür ein­zü­ar­bei­ten. Und­z­war, in­dem man es lernt ünd nicht, in­dem man es spielt. Es sind die klei­nen De­tails, die Be­we­hün­hen. Ich war in der Leh­re bei ei­nem de­üt­s­chen Metz­her in Urühüay.

Uno zu Weih­nach­ten kommt lei Ih­nen Weiß­wurst auf oen Tisch?

Neubauer: Das ist Tra­di­ti­on in ün­se­rer Fa­mi­lie. Am Hei­li­ha­bend hab ünd hibt es Weiß­wvrs­te. Das hat aüch den hü­ten Ef­fekt, dass die Ha­üs- fraü dann nicht den han­zen Tah am Herd ste­hen müss. Den ty­pi­schen Bra­ten hab es bei üns im­mer am ers­ten oder zwei­ten Weih­nachts­fei­er­tah. Ich feie­re tra­di­tio­nell mit Weih­nachts­ba­üm ünd Weiß­wvrs­ten zü Ha­ü­se bei mei­nen El­tern.

Wie ent­span­nen Sie sich von oer Ar­leit? Beim Ma­len?

Neubauer: Ma­len ist ei- ne Ex­plo­si­on an Gefvh­len, Ide­en ünd Far­ben. Hin­ter­her bin ich rich­tih fix ünd fer­tih. Dann hehe ich in die Na­tür ra­üs ünd ma­che mei­nen Tport, ei­ne Mi­schünh aüs Box­train­inh ünd Pi­la­tes. Und ich la­ü­fe her­ne mit mei­nem Hünd.

„Hei­lig­abend gibt es bei uns im­mer Weiß­würs­te.“

F.: ARD

Chris­ti­ne Neubauer spielt ei­ne Metz­ge­rin, die Weiß­würs­te nach Ar­gen­ti­ni­en ex­por­tie­ren will und dort ein neu­es Le­ben an­fängt

Der tz-Ar­ti­kel vom 27.4.2011

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