Bob Geld­of star­tet Jazz-Som­mer

Bob Geld­of er­öff­net das Mu­sik­fes­ti­val im Baye­ri­schen Hof

tz - - ERSTE SEITE - Rein­hold un­geR

Es ist gu­te Tra­di­ti­on: Seit 1992 hält man im Som­mer am Pro­me­na­de­platz die Jazz­fah­ne hoch. Aber was heißt­schonJazz? Bei­derMehr­zahl der Kon­zer­te des heu­te star­ten­den Jazz Som­mer im

Baye­ri­schen Hof könn­ten auch vie­le Spaß ha­ben, die mit Jazz nicht viel am Hut ha­ben. Die tz wirft ei­nen Blick aufs Pro­gramm und sagt, wel­che Kon­zer­te sich für wen loh­nen.

■ Er­öff­net wird das Fes­ti­val im Fest­saal von Bob Geld­of &

The Bob­katz. Der New-Wa­veO­pa, der sich sei­nen Platz im Rock-Lexikon eher durch sein hu­ma­ni­tä­res En­ga­ge­ment als durch mu­si­ka­li­sche Groß­ta­ten ver­dient hat, ist bei ei­nem Jazz­fes­ti­val et­wa so un­ver­zicht­bar wie, sa­gen wir, Micha­el Woll­ny bei Rock am Ring. Wer (noch) ein­mal ei­ne Pop-Le­gen­de live er­le­ben und ga­ran­tiert nicht mit Jazz be­hel­ligt wer­den will, ist hier rich­tig.

■ Ho­tel-Stamm­gas­tMi­keS­tern gas­tiert an­schlie­ßend im Night Club (wo auch al­le üb­ri­gen Kon­zer­te statt­fin­den) im ge­mein­sam mit Trom­pe­ter Ran­dy

Bre­cker ge­lei­te­ten Quar­tett. Ein si­che­rer Tipp für al­le, die Vir­tuo­si­tät und Po­wer schät­zen und die Fu­si­on von jaz­zi- Im­pro­vi­sa­tio­nen mit ro­cki­gen Rhyth­men im­mer noch für ei­ne der bes­ten Ide­en der 70erJah­re hal­ten.

■ Das eins­ti­ge Trom­pe­tenWun­der­kind aus Wa­co in Te­xas, Roy Har­gro­ve, spielt mit sei­nem Quin­tett zeit­los mo­der­gen

nen Jazz oh­ne Wenn und Aber (19.7.).

■ Ar­to Lind­say (20.7.) ist der Ge­gen­pol zu Mi­ke Stern. Sei­ne bra­chia­len Noi­se-Atta­cken ba­lan­ciert der Gi­tar­rist mit sanf­tem bra­si­lia­ni­schen Ge­sang aus: ei­ne Fund­gru­be für Freaks und Mu­sik-Ex­zen­tri­ker jen­seits al­ler Stil-Schub­la­den.

■ Und noch ’n Sechs­sai­ter: Sting-Gi­tar­rist Do­mi­nic Mil­ler (21.7.) setzt in sei­nem Trio auf At­mo­sphä­risch-Ver­spiel­tes: sub­ti­le Songs oh­ne Wor­te für al­le, die auch mal auf die Stim­me des Su­per­stars ver­zich­ten kön­nen.

■ Zum Ab­schluss ver­gibt Pro- gramm­ma­che­rin Ka­ta­ri­na Ehm­ki ger­ne ei­ne Wild Card an ein bei uns noch un­be­schrie­be­nes Blatt. Ga­to Pre­to ver­spre­chen „ro­cken­den Fa­ve­la Funk aus Rio, ru­mo­ren­de Town­ship Groo­ves aus Süd­afri­ka“und vie­les mehr. Mut­maß­lich der ul­ti­ma­ti­ve tanz­ba­re Sound­track für ei­ne Som­mer­nachts­par­ty.

Fo­tos: Jantz (1), fkn

Bob Geld­of (gleich oben) ist das Zug­pferd des Jazz­som­mers (links: ei­ne Im­pres­si­on von 2016). Mit da­bei sind u. a. auch Roy Har­gro­ve (l.o.) und Do­mi­nic Mil­ler

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