Feu­er­teu­fel von Dach­au: Ich war’s

tz - - MÜNCHEN+REGION - A. WAL­SER

Ein Tax­ler ver­hin­der­te in ei­ner Fe­bru­ar­nacht 2016 ei­ne Tra­gö­die: Er schlug Alarm, so­dass ein Feu­er nicht von den Gar­ten­stüh­len auf ein Haus in Dach­au über­grei­fen konn­ten. Ein Fa­mi­li­en­va­ter (34) soll das Feu­er ge­legt ha­ben, um sich an sei­ner von ihm ge­trenn­ten Frau zu rä­chen. Seit ges­tern muss sich der Bul­ga­re we­gen ver­such­ten Mor­des und schwe­rer Brand­stif­tung vorm Land­ge­richt Mün­chen II ver­ant­wor­ten. Am Abend zu­vor hat­te die ent­zwei­te Fa­mi­lie noch ge­mein­sam den Ge­burts­tag des Soh­nes (4) ge­fei­ert. Doch der 34-Jäh­ri­ge trank zu viel – die Mut­ter ver­ließ mit dem Bu­ben die Fei­er. Kurz vor zwei Uhr nachts schick­te er ihr ei­ne SMS und droh­te, das Haus an­zu­zün­den. Doch die Ex schlief be­reits…

Drei St­un­den spä­ter goss der Tä­ter Ben­zin über die Kis­sen­box und ei­ne Hol­zan­rich­te und zün­de­te sie an. Elf Per­so­nen leb­ten im Haus – nur durch Rie­sen­glück kam nie­mand zu Scha­den. Über sei­ne Ver­tei­di­ger ließ der An­ge­klag­te ei­ne knap­pe Er­klä­rung ver­le­sen, in der er die Tat ein­räum­te. Die Be­weis­last war zu er­drü­ckend, um die Tat ab­zu­strei­ten.

F: Jantz

Der 34-Jäh­ri­ge ges­tern vor Ge­richt

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