Schwe­rer Weg zu­rück ins Le­ben

tz - - BAYERN -

Vier Mit­glie­der ei­ner chi­ne­si­schen Fa­mi­lie so­wie ei­ne Spa­zier­gän­ge­rin wa­ren bei der Atta­cke in Würz­burg teils­le­bens­ge­fähr­lich­ver­letzt wor­den. Am schlimms­ten er­wisch­te es ei­nen 32-jäh­ri­genIn­ge­nieur­ausHong­kong. Ed­mund Y., der schwers­te Kopf­ver­let­zun­gen er­lit­ten hat­te, lag Wo­chen im künst­li­chen Ko­ma. Die Würz­bur­ger Ärz­te kämpf­ten in der Zeit im­mer um sein Le­ben. In­zwi­schen ist die Fa­mi­lie wie­der in der Hei­mat, aber noch im­mer be­stimmt das Trau­ma im Re­gio­nal­zug ihr Le­ben.

Ed­mund Y. ver­such­te, be­reits En­de 2016 wie­der sei­nem Be­ruf nach­zu­ge­hen. „Mei­nem Bru­der fällt der Ar­beits­all­tag aber sehr schwer“, schrieb sei­ne Schwes­ter (26) da­mals in ei­nem Ar­ti­kel der Main­post. Fol­ge­kos­ten wer­den in Chi­na nicht von der Kran­ken­kas­se über­nom­men. Y. und sei­ne eben­falls bei dem An­schlag ver­letz­te Ver­lob­te Tra­cy Y. be­fin­den sich zu­dem in psy­cho­the­ra­peu­ti­scher Be­hand­lung. Ver­letzt wur­den auch die El­tern der jun­gen Frau (63 und 59). Der Va­ter be­fand sich auch im Ko­ma, wie sei­ne Gat­tin konn­te er im Sep­tem­ber die Heim­rei­se an­tre­ten.

Das Mit­ge­fühl der Men­schen in Main­fran­ken be­ein­druck­te die Fa­mi­lie der­ma­ßen, dass sie schon Mo­na­te nach dem Ter­ror­akt ei­nen Be­such in Deutsch­land nicht aus­schloss. Es wur­den Spen­den in Hö­he von et­wa 15 000

Eu­ro ge­sam­melt.

Zwei der An­schlags­op­fer: Tra­cy und Ed­mund Y.

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