Grau­er Star

tz - - MÜNCHEN -

Der graue Star kann grund­sätz­lich in je­dem Al­ter ent­ste­hen, am häu­figs­ten tritt er aber ab dem 60. Le­bens­jahr auf. Da­bei ver­liert die Au­gen­lin­se an Elas­ti­zi­tät, ver­här­tet sich und wird trüb. In sel­te­nen Fäl­len kön­nen auch Ju­gend­li­che, Kin­der und so­gar Neu­ge­bo­re­ne be­trof­fen sein. Der graue Star ist welt­weit für 40 Pro­zent der Seh­min­de­run­gen ver­ant­wort­lich. Die Krank­heit ist gut be­han­del­bar. Der Ein­griff ist die häu­figs­te Au­gen­ope­ra­ti­on über­haupt – in Deutsch­land wird sie jähr­lich rund 800 000-mal durch­ge­führt. Der Be­griff „grau­er Star“hat mit dem Vo­gel nichts zu tun – er lei­tet sich von dem star­ren Blick ab, den Pa­ti­en­ten frü­her be­ka­men, wenn die Lin­s­entrü­bung nicht be­han­delt wur­de. Ärz­te ra­ten, ab 40 Jah­ren et­wa al­le zwei Jah­re zur Früh­er­ken­nung zum Au­gen­arzt zu ge­hen. Zu­sätz­lich kann sich im Al­ter ein dün­nes Häut­chen auf der Netz­haut bil­den, auch „Ma­cu­lar Pu­cker“ge­nannt. Wenn die­se Mem­bran Fal­ten wirft, kann es zu un­schar­fem Se­hen kom­men. Ei­ne ope­ra­ti­ve Ent­fer­nung ist die gän­gigs­te Be­hand­lungs­me­tho­de und meist un­kom­pli­ziert. Bei ei­ner un­zu­rei­chen­den Nach­sor­ge kann es aber zur Netz­hau­t­ab­lö­sung kom­men – wie bei Gün­ter St­ein­berg.

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