Hier stürz­te ei­ne Rent­ne­rin zu To­de

tz - - MÜNCHEN + REGION - DORITA PLANGE

Mit dem Rol­la­tor auf die Roll­trep­pe – das ist für vie­le Se­nio­ren ein Pro­blem. Genau solch ei­ne Fahrt kos­te­te ei­ne Se­nio­rin (76) aus dem Land­kreis Mün­chen nun tra­gi­scher­wei­se das Le­ben. Am 11. Au­gust stürz­te sie am St­a­chus die Roll­trep­pe von der S-Bahn hin­ab ins U-Bahn- Ge­schoss zur U4/U5. Knapp drei Wo­chen spä­ter starb sie nun in ei­nem Münch­ner Kran­ken­haus an den Fol­gen ih­rer Ver­let­zun­gen.

Die drei re­la­tiv weit­läu­fi­gen, un­ter­ir­di­schen Ebe­nen am St­a­chus (Shop­ping-Mei­le so­wie die bei­den S- und U-BahnEbe­nen) sind spe­zi­ell für Geh­be­hin­der­te ei­ne Her­aus­for­de­rung. Manch ei­nem ist auch der Weg zum nächs­ten Lift zu weit. So schob auch die Se­nio­rin ih­ren Rol­la­tor an je­nem Frei­tag um 9.45 Uhr auf die Roll­trep­pe, um die U-Bahn zu er­rei­chen. Da­bei ver­lor sie das Gleich­ge­wicht, kipp­te nach rechts, schlug mit dem Kopf auf die scharf­kan­ti­gen Stu­fen und stürz­te ins­ge­samt 15 Me­ter tief die Trep­pe hin­ab! Pas­san­ten ge­lang es nicht mehr, sie recht­zei­tig fest­zu­hal­ten. Beim Sturz er­litt die Rent­ne­rin ei­nen Arm­bruch und ei­ne Wir­bel­säu­len­ver­let­zung. Mit dem Ret­tungs­wa­gen wur­de sie in ei­ne Kli­nik ge­fah­ren. Of­fen­sicht­lich ver­schlech­ter­te sich ihr Zu­stand dann ra­pi­de. Am Di­ens­tag teil­te die Kli­nik mit, dass die 79-jäh­ri­ge Wit­we nun ver­stor­ben ist.

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