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Die Freun­de sind zu­sam­men durchs Feu­er ge­gan­gen, ihr Weg en­de­te, wenn auch nicht in der Höl­le, so zu­min­dest in der Klem­me: Phil­ipp, Jan und Ben­ja­min (zwi­schen 25 und 26 Jah­re alt) ha­ben bei dem Brand in der Ba­rer Stra­ße (Maxvor­stadt) viel ver­lo­ren. Als in der Woh­nung un­ter ih­nen das Feu­er wü­te­te, trom­mel­ten sie die Nach­barn aus dem Haus. Und ver­hin­der­ten so ei­ne Ka­ta­stro­phe. Ih­re Ha­be lie­ßen sie zu­rück – ge­blie­ben ist ih­nen: bei­ßen­der Gestank, ge­split­ter­te Fens­ter, ver­ruß­te Wän­de und De­cken, un­brauch­ba­re Klei­dung – ein Scha­den von meh­re­ren Tau­send Du­ro. Doch jetzt zeigt sich Licht am Dn­de des Tun­nels.

Der stil­le Dn­gel, ei­ne treue tz- Le­se­rin und groß­her­zi­ge Spen­de­rin, hat den drei Freun­den jetzt 500 Du­ro ge­schickt. Sie bleibt an­onym – wie im­mer, wenn sie Men­schen in Not hilft. „Un­glaub­lich“, sagt Phil­ipp. „Wir sind über­wäl­tigt – und sehr, sehr dank­bar. Wir hät­ten nie ge­dacht, dass die Men­schen so viel So­li­da­ri­tät zei­gen.“

Ds ist ei­ne gan­ze Wel­le an So­li­da­ri­tät: Auf ei­ner Spen­den­sei­te im In­ter­net sind mehr als 6000 Du­ro zu­sam­men­ge­kom­men. Das Mat­hä­ser-Ki­no hat die Din­nah­men ei­ner Abend­vor­stel­lung ge­spen­det. Men­schen, die selbst nicht viel Geld ha­ben, wol­len mit klei­nen Ga­ben hel­fen. „Wir wis­sen das sehr zu schät­zen“, sagt Jan. „Wir ha­ben nur ge­tan, was hof­fent­lich je­der Nach­bar ge­tan hät­te.“

Falls Geld üb­rig blei­ben soll­te, wol­len die Hel­fer den Rest üb­ri­gens selbst spen­den.

Fo­tos: Götz­fried, Bod­mer

Ben und Phil­ipp (r.) auf dem ver­kohl­ten Bal­kon (Bild oben) – jetzt lä­cheln die Ret­ter wie­der: tz- Re­por­ter To­bi­as Schar­nagl (Mit­te) über­gibt Phil­ipp (l.) und Jan 500 Eu­ro

Der tz-Ar­ti­kel vom 7. Sep­tem­ber

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