Den Stau ein­fach weg­gon­deln!

Seil­bah­nen als Lö­sung fürs Ver­kehrs­cha­os?

tz - - BAYERN -

Mit der Seil­bahn in die Ar­beit fah­ren: Das könn­te auch im Land­kreis Mün­chen­bal­dRea­li­tät­wer­den. Ob Dau­er­staus im Is­ar­tal oder feh­len­de tan­gen­tia­le Ver­bin­dun­gen zwi­schen den S-Bahnach­sen: Die größ­ten Ver­kehrs­är­ger­nis­se im Land­kreis könn­ten da­mit bald der Ver­gan­gen­heit an­ge­hö­ren. Ent­spre­chen­de Plä­ne wer­den der­zeit im Kreis- Mo­bi­li­täts­aus­schuss dis­ku­tiert, um neue Per­spek­ti­ven für den öf­fent­li­chen Nah­ver­kehr zu er­ar­bei­ten. Auch wenn für die Kreis­rä­te Seil­bah­nen bis­lang eher den Stel­len­wert von Exo­ten hat­ten – das Land­rats­amt prüft nun ver­schie­de­ne Rou­ten auf ih­re Seil­bahn­taug­lich­keit. Stre­cken­wie­die­vonGrä­fel­fing nach Ger­me­ring, für die es bis­her kei­ne di­rek­te Nah­ver­kehrs­ver­bin­dung gibt, oder die von Ober­ha­ching nach Asch­heim könn­ten dann mit Seil­bah­nen be­dient wer­den – und so den Pend­lern je­de Men­ge Zeit ge­spa­ren. Vor al­lem aber wä­re es ei­ne Mög­lich­keit, gan­ze Re­gio­nen zu er­schlie­ßen, für die ein Aus­bau des U-Bahn-Ver­kehrs viel zu teu­er wä­re. Har­ry Wa­gner, Pro­fes­sor an der Tech­ni­schen Hoch­schu­le In­gol­stadt, gibt al­ler­dings zu be­den­ken, dass die­ses Kon­zept nur funk­tio­nie­ren kön­ne, wenn es nicht als Kon­kur­renz zu Bus oder Bahn be­trach­tet wer­de. „Die Seil­bahn kann nur Teil ei­nes um­fas­sen­den Ver­kehrs­kon­zep­tes sein.“ Deut­lich ge­rin­ge­re Kos­ten und Fle­xi­bi­li­tät be­züg­lich des Auf- und Ab­baus sprä­chen in je­dem Fall für ein Seil­bahn­kon­zept, eben­so wie die Ent­las­tung ei­nes kol­la­bie­ren­den Ver­kehrs­net­zes.

Fo­to: fkn

Was in Süd­ame­ri­ka schon lan­ge Rea­li­tät ist, wird auch in Deutsch­land lang­sam sa­lon­fä­hig: Die Stadt­seil­bahn

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