Rent­ner­freu­de und Rent­ner­frust

tz - - POLITIK -

Die rund 21 Mil­lio­nen Rent­ner in Deutsch­land kön­nen sich im Schnitt auf 43 Eu­ro mehr im Mo­nat freu­en. Die Deut­sche Ren­ten­ver­si­che­rung Bund hat er­rech­net, dass die Rent­ner im Wes­ten mit 3,09 Pro­zent und die im Os­ten mit 3,23 Pro­zent mehr rech­nen kön­nen. Der Vor­stands­vor­sit­zen­de der Ren­ten­ver­si­che­rung Bund, Alex­an­der Gun­kel, er­klär­te ges­tern in Würzburg, dass es über die ge­naue Hö­heer­s­tAn­fang­kom­men­denJah­res Klar­heit ge­ben wer­de. Vor­aus­set­zung sei, dass sich Löh­ne und Ge­häl­ter wie der­zeit pro­gnos­ti­ziert ent­wi­ckel­ten.

In die­sem Jahr wa­ren die Ren­ten um 1,9 Pro­zent im Wes­ten und 3,59 Pro­zent im Os­ten ge­stie­gen, im Jahr zu­vor um 4,25 be­zie­hungs­wei­se 5,95 Pro­zent. Wer Grund­si­che­rung im Al­ter be­zieht – im­mer­hin 531 371 Rent­ner bun­des­weit, da­von 70 174 in Bay­ern – hat von der Er­hö­hung gar nichts. Des­halb for­dert VdKChe­fin Ul­ri­ke Ma­scher für die­se Per­so­nen­grup­pe ei­nen Frei­be­trag von 200 Eu­ro für Leis­tun­gen aus der Ren­ten­ver­si­che­rung, ins­be­son­de­re für die Müt­ter­ren­te und die jähr­li­chen Ren­ten­an­pas­sun­gen.

Gu­te Nach­richt auch für die Ar­beit­neh­mer: Der Bei­trags­satz­für­die­ge­setz­li­cheRen­te­sink­tAn­fang­kom­men­den Jah­res vor­aus­sicht­lich leicht um 0,1 Pro­zent­punk­te auf 18,6 Pro­zent.

Bis zum Jahr 2022 könn­ten die Ren­ten­bei­trä­ge sta­bil­b­lei­ben. 2023 dürf­te der Bei­trags­satz wie­der auf 18,7 Pro­zent stei­gen, 2024 dann auf 19,8 und 2030 so­gar auf 21,6 Pro­zent – weil die Ba­by­boo­mer-Jahr­gän­ge in Ren­te ge­hen. Die tz hör­te sich un­ter Rent­nern um, was Ih­nen die Er­hö­hung bringt.

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