Die Angst vor dem Fis­kus

tz - - POLITIK -

Vie­le Rent­ner (sie­he oben) fürch­ten, dass sie durch die Ren­ten­er­hö­hung in die Steu­er­pflicht fal­len. Al­ler­dings muss die Mehr­zahl der Rent­ner in Deutsch­land in der Pra­xis nach wie vor kei­ne Steu­ern zah­len, er­klärt der Bun­des­ver­band Lohn­steu­er­hil­fe­ver­ei­ne (BVL).

Grund­sätz­lichs­ind­die­jähr­li­chen Ren­ten­an­pas­sun­gen für al­le Rent­ner in vol­ler Hö­he steu­er­pflich­tig. Der Grund: Auch das steu­er­freie Exis­tenz­mi­ni­mum wird 2018 um 180 Eu­ro auf 9000 Eu­ro im Jahr an­ge­ho­ben, er­klärt der BVL. Au­ßer­dem­kön­nenR­ent­ner­die auf die Ren­ten­er­hö­hung an­fal­len­den Bei­trä­ge zur Kran­ken­und Pfle­ge­ver­si­che­rung ab­set­zen. Das sind im Durch­schnitt knapp 11 Pro­zent der Ren­ten­be­zü­ge. Des­halb ver­än­dert sich die steu­er­li­che Si­tua­ti­on erst, wenn die Ren­te 2018 um mehr als 200 Eu­ro ge­gen­über dem Vor­jahr ge­stie­gen ist. Wer auf­grund ge­rin­ger Ren­te bis­her kei­ne Steu­er­er­klä­rung ab­ge­ben muss­te, braucht im Ren­ten­ge­biet West laut BVL auch nach der vor­ge­se­he­nen An­pas­sung in der Re­gel kei­ne Steu­er­be­las­tung zu be­fürch­ten.

So­lan­ge al­so kei­ne wei­te­ren Ein­künf­te vor­lie­gen, sind für Neu­rent­ner des Jah­res 2018 mo­nat­li­che Ren­ten­zah­lun­gen in Hö­he von 1186 Eu­ro imWes­ten und 1187 Eu­ro im Os­ten steu­er­frei. Für Ehe­paa­re ver­dop­peln sich die Wer­te. Wer nach­derRen­ten­an­pas­sung­die­se Wer­te nicht über­schrei­tet, muss kei­ne Steu­er­nach­zah­lung ein­kal­ku­lie­ren.

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