Hirsch kracht auf Fah­rer­sitz

Va­ter und Sohn wol­len zum Ski fah­ren – und er­le­ben den Schock ih­res Le­bens

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Dra­ma­ti­sches En­de ei­nes Ski­aus­flugs für Va­ter und Sohn aus dem Kreis Traunstein: Bei der Fahrt zur Pis­te bei Kös­sen in Ti­rol sprang am Di­ens­tag plötz­lich ein ka­pi­ta­ler Hirsch vor das Au­to, durch­schlug die Wind­schutz­schei­be und lan­de­te auf dem Schoß der Win­ter­sport­ler.

Fo­tos­zei­gen­den­mass­si­gen Hirsch auf dem Fah­rer- und Bei­fah­rer­sitz, das Ge­weih zum Teil ein­ge­keilt im Lenk­rad. Das Tier ver­en­de­te im Wa­gen­in­ne­ren. Der 47-jäh­ri­ge Fah­rer und sein 15-jäh­ri­ger Sohn wur­den bei dem Un­fall na­he der deutsch-ös­ter­rei­chi­schen Gren­ze ver­letzt.

„Es gibt auf der Stre­cke in Kös­sen vie­le Wild­un­fäl­le, aber so et­was ha­ben wir noch nie ge­se­hen“, sag­te ein Po­li­zei­spre­cher. Es ist gro­ßes Glück, dass nicht noch mehr pas­siert ist“, so der Be­am­te. Der Va­ter wur­de mit ei­nem Hub­schrau­ber ins Kran­ken­haus nach Traunstein ge­flo­gen, der Schü­ler in ei­ne Ti­ro­ler Kli­nik ge­fah­ren.

Doch wie kann man sich vor so ei­nem schlim­men Un­fall schüt­zen? Was tun als Au­to­fah­rer, wenn ein Wild­tier­amStra­ßen­ran­d­ent­deckt wird? Der ADAC rät: Wenn ein Tier die Stra­ße über­quert hat, ist mit wei­te­ren zu rech­nen. Steht ein Wild­tier be­reits ne­ben oder auf der Stra­ße, soll­te man brem­sen, ab­blen­den und mög­lichst hu­pen. Wich­tig ist es, den nach­fol­gen­den Ver­kehr im Au­ge zu be­hal­ten. Zur ei­ge­nen Si­cher­heit soll­te man kein Aus­weich­ma­nö­ver pro­bie­ren. Die Ge­fahr, durch hek­ti­sche Lenk­be­we­gun­gen in den Ge­gen­ver­kehr zu ge­ra­ten oder am nächs­ten Baum zu lan­den, ist groß. Der so ver­ur­sach­te Scha­den kann we­sent­lich hö­her sein als nach ei­ner Kol­li­si­on mit ei­nem Stück Wild.

Mit Wucht krach­te der Hirsch, ein Zeh­nen­der, durch die Front­schei­be. Va­ter und Sohn wur­den ver­letzt

F: zoom Ti­rol, dpa

Der Golf des Traun­stei­ners ist mas­siv be­schä­digt

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