IWC

Blau­es Zif­fer­blatt und ei­ne Kin­der­zeich­nung als Gra­vur: Der Da Vin­ci-chro­no­graph ist der elf­te Zeit­mes­ser in der Rei­he »Lau­reus Sport for Good Foun­da­ti­on«.

Uhren-Magazin - - Inhalt - Tex t — Mar­ti­na Rich­ter Fo­tos — Ok-photography

——— Die Far­be Blau – hier als Zei­chen der Hoff­nung für be­nach­tei­lig­te Kin­der – mar­kiert die be­son­de­ren Iwc-mo­del­le schon lan­ge be­vor sie bran­chen­weit die Zif­fer­blät­ter er­obert. Den oh­ne­hin vor­neh­men Da Vin­ci-chro­no­gra­phen ver­edelt sie zu­sätz­lich, und dank Son­nen­schliff spielt sie be­son­ders schön mit dem Licht. Da­zu glän­zen stäh­ler­ne, zum Teil fa­cet­tier­te Zei­ger und ara­bi­sche St­un­den­ap­pli­ken. Dass da­durch Re­fle­xio­nen ent­ste­hen und die An­zei­gen mit­un­ter schwe­rer ab­les­bar wer­den, ver­zeiht man dem schö­nen Stop­per eben­so wie die feh­len­de Wahr­neh­mung bei Dun­kel­heit. Ge­gen­über so man­chem Vor­gän­ger­mo­dell ist nur noch der rech­te Fuß der »11« ein we­nig durch den Chro­no­gra­phen-coun­ter ab­ge­schnit­ten. Zwi­schen den akri­bisch auf­ge­brach­ten Ska­len auf den

Der Da Vin­ci-chro­no­graph ist der elf­te Zeit­mes­ser in der Rei­he »Lau­reus Sport for Good Foun­da­ti­on«. Wie die Vor­gän­ger­mo­del­le cha­rak­te­ri­sie­ren ihn das blaue Zif­fer­blat­tund ei­ne Kin­der­zeich­nung als Bo­den­gra­vur. Der Fly­back-chro­no­graph ist auf 1 500 Ex­em­pla­re li­mi­tiert. Ei­ner von ih­nen tritt bei uns zum Test an.

Hilfs­zif­fer­blät­tern und am Zif­fer­blatt­rand tanzt ei­gent­lich nur noch die weiß-schwar­ze Da­tums­an­zei­ge aus der Rei­he. Sie ge­hört zum au­to­ma­ti­schen Ma­nu­fak­tur­ka­li­ber 89361 der 2011 ein­ge­führ­ten Ka­li­ber­fa­mi­lie 89000. Da­bei han­delt es sich um ein Chro­no­gra­phen­werk mit Fly­backMecha­nis­mus. Gestopp­te Mi­nu­ten und St­un­den wer­den wie ei­ne zwei­te Zeit­an­zei­ge auf ei­nem ge­mein­sa­men Coun­ter bei zwölf Uhr dar­stellt.

Funk­tio­na­ler Stop­per zeigt sich mit schö­nem Ant­litz

Mit sei­nen Aus­ma­ßen ist das Werk kein Winz­ling und zeigt die ty­pi­schen Merk­ma­le Schaff­hau­ser In­ge­nieurs­ar­beit. Da­zu ge­hört der mo­der­ni­sier­te Dop­pel­klin­ken­auf­zug nach Pel­la­ton, der über vier Klin­ken die Ener­gie aus der Be­we­gung des Hand­ge­lenks ef­fek­tiv zum Fe­der­haus hin über­trägt. In die­sem kön­nen bis zu 68 St­un­den Kraft­re­ser­ve ge­tankt wer­den. Die Ve­re­de­lun­gen be­lau­fen sich auf Gen­fer Strei­fen in Kreis­form, Sa­ti­nie­run­gen, Per­la­gen, po­lier­te Schrau­ben und ei­nen ske­let­tier­ten Ro­tor mit der »Pro­bus Sca­fu­sia«- Gra­vur.

»Gu­tes aus Schaff­hau­sen« lie­fert das Chro­no­gra­phen­werk mit ge­ring­fü­gi­gen Ab­stri­chen. Es geht zwi­schen sechs und sie­ben Se­kun­den am Tag vor, das aber kon­se­quent – bei Voll­auf­zug, mit ab­lau­fen­der Gan­g­re­ser­ve, im Chro­no­gra­phen­be­trieb und beim Tra­ge­test am Hand­ge­lenk. Alt­her­ge­bracht star­tet man den Chro­no­gra­phen mit dem Drü­cker bei zwei Uhr. Der schlan­ke Knopf wird in ei­ner Man­schet­te ge­führt, die ei­ne nicht vor­han­de­ne Ver­schrau­bung vor­täuscht. Die­se ist al­ler­dings auch nicht nö­tig, denn das hoch­glanz­po­lier­te Da Vin­ci-edel­stahl­ge­häu­se ist nur bis drei Bar druck­fest, al­so le­dig­lich spritz­was­ser­ge­schützt. Und es ver­trägt wohl auch eher ei­nen Sprit­zer Cham­pa­gner abends an der Bar als ei­nen Ge­wit­ter­re­gen tags­über beim Berg­stei­gen. Da­für ver­steht es der fei­ne Sport­dar­stel­ler, sich mit sei­nem recht klas­si­schen, leicht ko­ni­schen Ge­häu­se und ei­nem rand­ge­wölb­ten Sa­phirglas ge­ra­de noch so un­ter die Hemd­man-

DA VIN­CI- CHRO­NO­GRAPH » LAU­REUS SPORT FOR GOOD FOUN­DA­TI­ON « Er zählt zu den High­lights der 2017 neu auf­ge­leg­ten Da Vin­ci- Kol­lek­ti­on. Die IWC lan­ciert je­des Jahr ei­ne ex­klu­si­ve Lau­reus- Son­der­edi­ti­on. Ih­re Merk­ma­le sind die Gra­vur im Ge­häu­se­bo­den und ein blau­es Zif­fer­blatt.

schet­te zu schie­ben. Die neu ent­wi­ckel­ten, be­weg­li­chen Band­an­stö­ße sor­gen da­für, dass er sehr ge­fäl­lig selbst am schma­len Arm Platz nimmt, nicht ir­gend­wo über­steht oder gar ab­kippt. Das an ih­nen mon­tier­te hoch­wer­ti­ge Al­li­ga­tor­le­der­band von San­to­ni, aus­ge­stat­tet mit ei­ner Falt­schlie­ße, voll­endet den Tra­ge­kom­fort.

Mit dem Da Vin­ci-chro­no­gra­phen ist die Zeit gut ver­bracht

Auf der Un­ter­sei­te kon­tras­tiert ein ras­si­ges Oran­ge das kon­ser­va­ti­ve Schwarz des Deck­le­ders. Es passt zu der fröh­li­chen Kin­der­zeich­nung, die als Gra­vur den mit sechs Schrau­ben ge­si­cher­ten Ge­häu­se­bo­den ziert. Es ist die Sie­ger­zeich­nung des jüngs­ten von der IWC aus­ge­schrie­be­nen Kin­der­mal­wett­be­wer­bes un­ter dem Mot­to »Ti­me Well Spent«. »Die Zeit gut ver­bracht« hat der 12-jäh­ri­ge Hou Ye aus Schang­hai. Die Zeich­nung zeigt ihn, wie er trotz ein­ge­schränk­ter Fä­hig­kei­ten an den Spe­cial Olym­pics als glück­li­cher Ski­fah­rer teil­nimmt.

An­ge­sichts des mas­si­ven Ge­häu­se­bo­dens lässt sich lei­der das Chro­no­gra­phen­werk nicht be­trach­ten. Dass es sei­ne Ar­beit kon­se­quent ver­rich­tet, be­weist zif­fer­blatt­sei­tig zu­nächst der Stopp­se­kun­den­zei­ger, der so­li­de sei­ne Krei­se zieht. Sei­ne ro­te Spit­ze ver­weist auf ei­ne akri­bisch auf­ge­brach­te Stopp­se­kun­den­ska­la, die dem VierHertz-rhyth­mus des Ka­li­bers 89361 ent­spricht. Dann er­kennt man auf dem Coun­ter bei zwölf Uhr, dass die Zeit vor­an­ge­schrit­ten ist – die Chro­no­gra­phen­zeit, denn wie ei­ne zwei­te

FUNK­TIO­NA­LER ZEIT­MES­SER FÜR EI­NEN GU­TEN ZWECK Der Chro­no­graph ist mit dem Ma­nu­fak­tur­ka­li­ber 89361 aus­ge­stat­tet. Sei­ne Fly­back- Funk­ti­on er­mög­licht ei­ne neue Mes­sung oh­ne Zwi­schen­stopp. Der au­to­ma­ti­sche Auf­zug er­folgt über das IWC- Dop­pel­klin­ken­sys­tem.

Zeit­an­zei­ge ha­ben sich Mi­nu­ten- und St­un­den-zähl­zei­ger von der Nul­lo­der Zwölf-uhr-po­si­ti­on ent­fernt. In­tui­tiv lässt sich die ab­ge­lau­fe­ne Chro­no­gra­phen­zeit schnell er­fas­sen – und mit Ein­falls­reich­tum die Chro­no­gra­phen­funk­ti­on vor­über­ge­hend gar für die An­zei­ge ei­ner zwei­ten Zeit­zo­ne be­nut­zen. Der Mecha­nik macht das nichts aus. Das be­weist un­ser Gang­test, bei dem die Uhr mit und oh­ne ein­ge­schal­te­te Stopp­funk­ti­on mit ähn­li­chen Wer­ten läuft.

Im Un­ter­schied zu weit ver­brei­te­ten Chro­no­gra­phen­an­zei­gen lau­fen die der 89000-er Iwc-bau­rei­he kom­plett per­ma­nent. Da­hin­ter steckt ei­ne spe­zi­el­le Kon­struk­ti­on. Wird der Chro­no­graph ge­star­tet, kommt nicht nur das Chro­no-zen­trums­rad mit dem Se­kun­den­rad in Ein­griff, so dass der Stopp­se­kun­den­zei­ger an­läuft. Zu­gleich wird ein se­pa­ra­ter Mecha­nis­mus zur Mes­sung der Stopp­mi­nu­ten und -st­un­den in Gang ge­setzt. Die­ser läuft au­to­nom und wird über ein Trieb, dass mit dem Fe­der­haus im Ein­griff steht, di­rekt an­ge­trie­ben. So­mit las­sen sich Mess­zei­ten tat­säch­lich wie ei­ne zwei­te Uhr­zeit ver­ste­hen.

Teil des Ver­kaufs­prei­ses hilft be­nach­tei­lig­ten Kin­dern

Der Da Vin­ci Chro­no­graph »Lau­reus Sport for Good Foun­da­ti­on« ist eher ein ed­ler Be­glei­ter als ein sport­li­cher Zeit­mes­ser und be­sticht mit De­tails wie dem Chro­no­gra­phen-coun­ter, den be­weg­li­chen Band­an­stö­ßen oder dem blau­en Zif­fer­blatt. Sein ver­gleichs­wei­se ho­he Preis, bei­spiels­wei­se ge­gen­über ei­nem tech­nisch glei­cher­ma­ßen aus­ge­stat­te­ten Por­tu­gie­ser-Chro­no­gra­phen, lässt sich mit der Un­ter­stüt­zung der Lau­reus-stif­tung aus ei­nem Teil des Ver­kaufs­er­lö­ses recht­fer­ti­gen. [955] ———

In­tui­tiv: Die An­zei­ge von ge­stopp­ten Mi­nu­ten und St­un­den in ei­nem ge­mein­sa­men Coun­ter er­leich­tern die Ables­bar­beit.

Prak­tisch: Die neu­en be­weg­li­chen Band­an­stö­ße sor­gen – ge­krönt von ei­nem San­to­ni-band – für bes­ten Tra­ge­kom­fort

Ori­gi­nal­grö­ße: Der Da Vin­ciChro­no­graph ist kein Winz­ling, wirkt aber am Hand­ge­lenk den­noch edel-sport­lich.

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