Markt­über­sicht

Bi­com­pax-chro­no­gra­phen ha­ben den Vor­teil, dass sie auf­grund der ge­rin­gen An­zahl von An­zei­gen auf dem Zif­fer­blatt­bes­ser ab­les­bar sind. Au­ßer­dem passt die Op­tik gut zum ak­tu­ell be­lieb­ten Re­tro-stil.

Uhren-Magazin - - Inhalt - Text — Me­lis­sa Göß­ling, Mar­ti­na Rich­ter Fo­tos — Her­stel­ler

Bi­com­pax-chro­no­gra­phen sind an ih­ren zwei Hilfs­zif­fer­blät­tern zu er­ken­nen. Wir stel­len ei­ne Aus­wahl die­ser be­lieb­ten Uh­ren vor.

——— Un­ter ei­nem Chro­no­gra­phen in klas­si­scher Op­tik ver­ste­hen die meis­ten heut­zu­ta­ge ein Zif­fer­blatt mit drei Hilfs­zif­fer­blät­tern. Steckt ein Stan­dard­ka­li­ber wie das ETA/VAL­joux 7750 da­hin­ter, dann lie­gen die An­zei­gen bei sechs, neun und zwölf Uhr. Ei­ne V-för­mi­ge An­ord­nung – bei drei, sechs und neun Uhr – wird als aus­ge­wo­ge­ner und äs­the­ti­scher emp­fun­den und da­her heu­te von vie­len Her­stel­lern als »Tri­com­pax« ver­wen­det. Ana­log da­zu be­zieht sich die Be­zeich­nung »Bi­com­pax« auf die An­ord­nung zwei­er Hilfs­zif­fer­blät­ter bei drei und neun Uhr.

Ob­wohl die­se An­ord­nung auf den Zif­fer­blät­tern frü­her auf­tauch­te als je­ne mit drei To­ta­li­sa­to­ren, emp­fin­det man heu­te ei­ne Bi­com­pa­xOp­tik als mo­der­ner. Und so er­lebt be­son­ders bei Chro­no­gra­phen im be­lieb­ten Re­tro-stil die Bi­com­pa­xAuf­tei­lung ein Re­vi­val. Der Vor­teil von nur zwei Hilfs­zif­fer­blät­tern liegt auf der Hand: Die ein­zel­nen An­zei- gen ha­ben mehr Platz auf dem Zif­fer­blatt und sind da­mit in der Re­gel bes­ser ab­les­bar. Die Stopp­funk­ti­on ist da­ge­gen, wenn man so will, et­was ein­ge­schränkt. Wäh­rend Tri­com­pa­xChro­no­gra­phen bis zu zwölf St­un­den die Zeit mes­sen kön­nen, ver­kürzt sich dies bei Bi­com­pax-stop­pern meist auf ei­ne Dau­er von 30 Mi­nu­ten.

Klas­si­sche Chro­no­gra­phen­ka­li­ber er­mög­li­chen die Bi­com­pax-op­tik

Ei­ne Aus­nah­me bil­det da zum Bei­spiel Ome­ga. Die Schwei­zer Ma­nu­fak­tur legt die An­zei­ge der ge­stopp­ten Mi­nu­ten und St­un­den in ein Hilfs­zif­fer­blatt bei drei Uhr zu­sam­men. Da­durch lässt sich die ge­stopp­te Zeit ganz in­tui­tiv wie die Uhr­zeit ab­le­sen. Hin­ter sol­chen Kon­struk­tio­nen steckt meist ein Ma­nu­fak­tur­ka­li­ber. Uh­ren­mar­ken oh­ne ei­ge­ne Wer­ke grei­fen auf Eta-stan­dard­ka­li­ber zu­rück. Ent­we­der wird das 7750 um­ge­baut, oder es kommt das 7753 zum Ein­satz. Es be­sitzt ge­gen­über dem 7750 ei­ne Tri­com­pax-auf­tei­lung. Des­sen Um­bau ist ein­fa­cher, da hier le­dig­lich der St­un­den­zäh­ler bei sechs Uhr weg­ge­las­sen wer­den muss. Ge­nau­so ver­hält es sich auch beim klei­ne­ren Pen­dant, dem ETA 2894. Ei­ni­ge Her­stel­ler grei­fen aber auch auf das Sel­li­ta SW300 oder das ETA 2892 zu­rück. Das sind Au­to­ma­tik­wer­ke, die Zeit und Da­tum an­zei­gen. Hier be­nö­ti­gen die Her­stel­ler al­so noch ein Chro­no­gra­phen­mo­dul, zum Bei­spiel von Du­bo­is Dé­praz.

Der­lei Um­bau­ten sind nicht so teu­er, wie man zu­nächst an­neh­men möch­te. Ei­nen Bi­com­pax-chro­no­gra­phen mit Se­ri­en­ka­li­ber er­hält man be­reits für cir­ca 1800 Eu­ro. Nach oben sind na­tür­lich kei­ne Gren­zen ge­setzt. Teu­rer wird es, wenn Funk­tio­nen wie ei­ne Gan­g­re­ser­vean­zei­ge oder ein Tour­bil­lon hin­zu­kom­men oder be­son­ders kost­ba­re Ma­te­ria­li­en ein­ge­setzt wer­den. Meis­tens steigt der Preis je­doch mit dem Pres­ti­ge der Mar­ke. [5866] ———

Bi­com­pax-an­zei­ge in mo­der­ner Aus­füh­rung mit ge­mein­sa­mem Coun­ter von Chro­no­gra­phen-mi­nu­te und -St­un­de bei Ome­ga.

Tri­com­pa­xChro­no­graph in be­kann­ter Ver­si­on: drei Coun­ter in V-an­ord­nung bei der Ro­lex Day­to­na.

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