HAN­HART

Uhren-Magazin - - Test -

Han­hart ist vor al­lem als Stopp­uh­ren- und Chro­no­gra­phen­Spe­zia­list be­kannt. Die Mar­ke wur­de 1882 im schwei­ze­ri­schen Dies­sen­ho­fen ge­grün­det, zog aber schon 1902 nach Deutsch­land um. Seit 1934 be­fin­det sich der Fir­men­sitz in Gü­ten­bach im Schwarz­wald. 1924 hat­te Han­hart mit der Lan­cie­rung der welt­weit ers­ten preis­wer­ten me­cha­ni­schen Stopp­uhr den Durch­bruch ge­schafft, und 1938 folg­te der ers­te Flie­ger­chro­no­graph fürs Hand­ge­lenk. Nach meh­re­ren Wech­seln in der Un­ter­neh­mens­füh­rung wäh­rend der letz­ten Jah­re will Han­hart nun wie­der durch­star­ten.

ven, durch­bro­che­nen Zei­ger mit viel Leucht­mas­se und die mar­kan­te Zwölf so­wie zwei sicht­ba­re Schrau­ben auf dem Zif­fer­blatt ver­voll­stän­di­gen den Tool­watch-ein­druck mit mi­li­tä­ri­schem Ein­schlag. Auch der Na­me deu­tet in die­se Rich­tung: Black Ops nennt man ver­deck­te mi­li­tä­ri­sche Ein­sät­ze von Ge­heim­diens­ten oder Streit­kräf­ten.

Tool­watch für of­fe­ne und ver­deck­te Ein­sät­ze

Op­tisch löst Han­hart den ei­ge­nen An­spruch ei­ner mo­der­nen Tool­watch im Mi­li­ta­ry-look al­so ein. Aber wie sieht es auf funk­tio­na­ler Ebe­ne aus?

Das Ge­häu­se ist bis 100 Me­ter was­ser­dicht, und die schwar­ze Be­schich­tung macht ei­nen har­ten, kratz­fes­ten Ein­druck. Die sehr sta­bi­le und eben­falls Dlc-be­schich­te­te Falt­schlie­ße ist mit zwei Si­cher­heits­drü­ckern ge­gen un­be­ab­sich­tig­tes Öff­nen ge­si­chert. Und auch das Band mit coo­len Nie­ten für die Schlie­ße fällt ex­trem stra­pa­zier­fä­hig aus. Das Le­der­fut­ter auf der In­nen­sei­te liegt an­ge­nehm am Arm. Al­ler­dings ist das Band an­fangs noch so steif, dass es sich nicht gut um das Hand­ge­lenk bie­gen lässt. Dank der kol­lek­ti­ons­ty­pi­schen be­weg­li­chen Band­an­stö­ße passt die 44 Mil­li­me­ter gro­ße Uhr aber auch an schma­le­re Ar­me.

Mit sei­nen gro­ßen Drü­ckern lässt sich der Chro­no­graph leicht be­die­nen, die ver­schraub­te Kro­ne ist grif­fig, und Se­kun­den­stopp so­wie Da­tums­schnell­ver­stel­lung er­leich­tern die Ein­stel­lung. Die Zeit lässt sich gut ab­le­sen, ob­wohl das Sa­phirglas au­ßen et­was spie­gelt. Auch im Dun­keln kann man die Zeit dank üp­pig auf­ge­tra­ge­ner Leucht­mas­se schnell er­fas­sen. Für die Stopp­zeit gilt das et­was we­ni­ger, denn die schwar­zen Zei­ger he­ben sich nicht op­ti­mal vom grü­nen Zif­fer­blatt ab und ent­hal­ten ver­gleichs­wei­se we­nig Leucht­mas­se.

Prä­zi­se Zeit­an­zei­ge, Stopp­funk­ti­on in De­ckung

Am Arm läuft die Black Ops drei Se­kun­den am Tag vor, ei­ne ho­he Prä­zi­si­on und Aus­ge­wo­gen­heit al­so, um Ein­sät­ze zu meis­tern. Das Ka­li­ber HAN3809 ba­siert auf dem ETA/VAL­joux 7750, das La Joux-per­ret auf sym­me­tri­sche An­zei­gen um­baut. Es lässt sich durch den Sa­phirglas­bo­den be­trach­ten und ver­fügt über ei­nen ei­ge­nen ge­schwärz­ten Ro­tor mit ske­let­tier­tem Han­hart-schrift­zug. Das Chro­no­gra­phen­werk ist für sei­ne Ro­bust­heit und Halt­bar­keit be­kannt.

Der Chro­no­graph kos­tet 2990 Eu­ro. Die Mo­del­le die­ser Li­nie wa­ren vor ei­ni­gen Jah­ren noch deut­lich teu­rer. An­ge­sichts der Qua­li­tät und des auf­wän­di­gen Ge­häu­ses fällt der Preis güns­tig aus. Zu­dem wird die mar­kan­te Tool­watch le­dig­lich 82 Mal ge­baut, was ih­ren Wert­er­halt ver­bes­sern dürf­te. [1551] ———

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