Test: Sound­bars von 2.0 bis 5.1

De­n­ons brand­neue HEOS Sound­bar bie­tet nicht nur viel Spaß am Mu­sik­Strea­m­ing, son­dern er­mög­licht mit op­tio­na­lem Sub und Re­ars auch ein ech­tes Sur­round-Er­leb­nis oh­ne Ka­bel. Wie klingt’s von 3.0 bis 5.1?

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Ob klein und al­lein oder groß und im Vie­rer­ge­spann: Can­tons DM5 und De­n­ons HEOS Bar bie­ten so ei­ni­ge High­lights.

Zahl­rei­che An­schlüs­se, die mit­ge­lie­fer­te Fern­be­die­nung und das über­ar­bei­te­te Ap­pDe­sign sind nur drei of­fen­sicht­li­che Un­ter­schie­de zwi­schen der et­wa ein­ein­halb Jah­re „al­ten“Ho­me­ci­ne­ma und der brand­ak­tu­el­len HEOS Bar, die aber kei­nes­falls als Nach­fol­ger zu be­trach­ten ist. Der neu­es­te Mul­ti­room-Bal­ken ist mit ei­nem ei­ge­nen Cen­ter-Ka­nal aus­ge­stat­tet und soll da­her zum ei­nen den TVKlang auf­pep­pen (und wie ge­wohnt mit Mu­sik­wie­der­ga­be punk­ten), aber auch mit Film­ti­teln rich­tig viel Spaß ma­chen. Da­für sind im 3.0-Bal­ken selbst je drei Trei­ber pro Ka­nal (zwei 6,35-Zen­ti­me­ter-Mit­tel-/Tief­tö­ner und ein 3,8-Zen­ti­me­ter-Hoch­tö­ner) im 45-Grad-Win­kel an­ge­ord­net, am lin­ken und rech­ten En­de der BarRück­sei­te sind Bass­re­flex­öff­nun­gen plat­ziert. Wer auf ech­ten Sur­round­klang setzt, hat erst­mals die Mög­lich­keit, zwei HEOS-Bo­xen als Re­ars mit­ein­zu­bin­den, da­zu spä­ter mehr. Die Kom­bi­na­ti­on aus schwar­zem Akus­tik-Stoff und sil­ber­nen Kunst­stof­fele­men­ten ge­fällt op­tisch gut und macht auch hap­tisch ei­nen sta­bi­len Ein­druck. Wir ent­schei­den uns für die lie­gen­de Va­ri­an­te und mon­tie­ren die schi­cken Me­tall­fü­ße, al­ter­na­tiv macht die fla­che Bar auch an der Wand ei­ne gu­te Fi­gur. Dank HDCP2.2 Un­ter­stüt­zung an al­len HDMI-Buch­sen schlie­ßen wir den Op­po 205 an ei­nen der vier Ein­gän­ge an und schi­cken das Bild über den Au­dio-Re­turnChan­nel wei­ter an ein ak­tu­el­les UHDTest­ge­rät. Et voi­là, wir be­kom­men die Bil­der mit 3840 x 2160 Pi­xeln in­klu­si­ve HDR-Me­t­a­da­ten zu se­hen. Das klappt an al­len HDMI-Ein­gän­gen. Auch Dol­by Vi­si­on soll sie ab Herbst durch­schlei­fen kön­nen.

Dank ein­ge­bau­tem Cen­ter er­freut man sich an deut­li­chen, na­tür­li­chen Stim­men, bei Be­darf kann noch ein Dia­log-En­han­cer ak­ti­viert wer­den. Doch es wä­re zu scha­de, nur Talk­shows oder Nach­rich­ten an­zu­se­hen, denn die HEOS Bar spielt luf­tig auf und ge­ne­riert ei­ne pa­cken­de Mit­ten­drin-At­mo­sphä­re mit viel Tief­gang. Da­bei plat­ziert sie ein­zel­ne Ef­fek­te gut im Raum um uns her­um, trotz vir­tu­el­lem Sur­round-DSP las­sen sich aber kaum Ge­räu­sche hin­ter uns ver­neh­men. Ne­ben klas­si­schen Dol­by­und DTS-Ton­spu­ren gibt die HEOS Bar auch ih­re hoch­auf­lö­sen­den Pen­dants aus, die drei­di­men­sio­na­len Va­ri­an­ten feh­len. Bei 86 dB Ma­xi­mallaut­stär­ke wä­re insg­s­amt mehr drin ge­we­sen.

Via App ste­hen sämt­li­che Mu­si­kDi­ens­te zur Ver­fü­gung und auch das Ab­spie­len von hoch­auf­lö­sen­den 192Hz/24Bit FLACs oder ALACs vom Ser­ver ge­lingt oh­ne Pro­ble­me. Mu­si­ka­li­sches Fin­ger­spit­zen­ge­fühl be­weist sie al­le­mal, wem die Bar zu bass­las­tig ab­ge­stimmt ist, der re­du­ziert die­sen um ei­ni­ge Stu­fen. Prak­tisch: Ins­ge­samt sechs Schnell-Aus­wahl­tas­ten er­mög­li­chen ein be­que­mes Ums­wit­chen der Ein­gän­ge, Spo­ti­fy Play­lists oder wei­te­re Strea­m­ing-Di­ens­te mit­ein­ge­nom­men. Ein-

stel­lun­gen wie Sound-Mo­dus und Dia­log-En­han­cer wer­den mit­ge­spei­chert, für die to­na­len Fein­hei­ten gilt das nicht.

Aus 3.0 mach 5.1

Im An­schluss tes­ten wir die Heim­ki­no-Va­ri­an­te in­klu­si­ve ka­bel­lo­sem Sub­woo­fer und Rück-Laut­spre­chern

– ein Key Fea­tu­re des HEOS-Sys­tems. Wir fü­gen un­se­rem Netz­werk den schlan­ken Bass-Be­auf­trag­ten (17,1 x 40,4 x 43,8 Zen­ti­me­ter) so­wie zwei HEOS 3 Bo­xen via App hin­zu und wer­den dank Ein­rich­tungs­as­sis­tent so­gleich durch die Kop­pe­lung ge­lei­tet. Für die Bar-Sub-Kom­bi liegt die op­ti­mier­te, vor­ein­ge­stell­te Über­nah­me­fre­quenz bei 100 Hertz. Sie kann aber auch ma­nu­ell jus­tiert wer­den. Das ge­lingt im App-Me­nü, am Sub selbst sind nur die HEOS Stan­dar­dBei­den­ele­men­te an Bord (lau­ter, lei­ser, mu­te). Die Bass­re­flex-Tech­nik mit Class-D-Ver­stär­ker und zwei 14-Zen­ti­me­ter-Woo­fern schiebt or­dent­lich an, wir ver­mis­sen das letzte Qu­ent­chen Prä­zi­si­on und Nach­druck, was bei Schuss­wech­seln be­son­ders auf­fällt. Tipp: den Sub um zir­ka 3 bis 5 Stu­fen (mög­lich sind +/- 12) zu­rück­zu­neh­men, da er sonst zu auf­dring­lich mit­spielt und zum Grum­meln neigt. Da schafft auch die 180-Grad Dre­hung der Pha­se kei­ne Ab­hil­fe.

Für Film­fans bie­ten die bei­den Re­ar-Laut­spre­cher ei­nen ech­ten Mehr­wert. Au­tos fah­ren lü­cken­los im Kreis und die räum­li­che Ab­bil­dung pro­fi­tiert im­mens von de­ren Da­sein. Wäh­rend des kom­plet­ten Test-Pro­ce­de­res er­folgt das Zu­sam­men­spiel mit den HEOS 3 völ­lig syn­chron. Prak­tisch: Die Re­ars sind ent­we­der dau­er­haft an oder las­sen sich für Mu­sik­strea­m­ing de­ak­ti­vie­ren. Das funk­tio­niert dann au­to­ma­tisch. Die güns­tigs­te Sur­round-Va­ri­an­te bie­ten der­zeit die HEOS 1 für 300 Eu­ro pro Paar.

Fa­zit

Schon die Sound­bar al­lei­ne punk­tet mit kräf­ti­gem Sound, der weit über die phy­si­schen Ma­ße hin­aus­reicht. Wen das mo­der­ne Be­di­en­kon­zept via App nicht ab­schreckt und wer ne­ben Mu­sik auch viel klas­si­sches Fern­se­hen und (ac­tion­rei­chen) Film-Con­tent kon­su­miert, wird be­geis­tert sein – vor al­lem im (nicht ganz güns­ti­gen) 5.1-Kom­plett­pa­ket.

Kann ste­hend oder lie­gend plat­ziert wer­den: der neue HEOS Sub (UVP 700 Eu­ro) mit ei­ner un­te­ren Grenz­fre­quenz von 29 Hz (-6 dB).

Au­to­rin & Re­dak­ti­on: An­to­nia Lai­er // Bil­der: Jo­sef Blei­er, Her­stel­ler

Die Qu­al der Wahl: Ne­ben vier HDMI Ein- und ei­nem ARC- Aus­gang (al­le­samt Ver­si­on 2.0a) steht ein ko­axia­ler, ein op­ti­scher und ein ana­lo­ger Aux-Ein­gang zur Ver­fü­gung. LAN ist bei HEOS Pflicht, über USB las­sen sich au­ßer­dem Lie­der zu­spie­len.

1 Mit an­ge­schlos­se­nen HEOS Bo­xen für die Re­ar-Ka­nä­le wäh­len wir „Mo­vie Sur­round“als Klang­mo­dus aus. Al­ter­na­tiv steht Mu­sic Sur­round oder Vir­tu­al (oh­ne An­spiel der Sur­roun­dBo­xen) zur Aus­wahl.

2 An­schau­lich und ein­fach ge­macht: Wie bei gro­ßen Se­tups stel­len wir Pe­gel und Dis­tanz der vier zu­sam­men­spie­len­den Kom­po­nen­ten ein.

Sie bie­tet die wich­ti­ges­ten Be­di­en­fea­tures und sieht schick aus. Al­ter­na­tiv steht die App zur Ver­fü­gung oder man lernt die TVFern­be­die­nung an. Das klappt pri­ma.

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