SJ7 // 450 Eu­ro

video - - Ton | Test: Soundbars -

Mit der SJ7 ver­fol­gen die Ko­rea­ner ei­nen un­ge­wöhn­li­chen, aber be­son­ders fle­xi­blen An­satz. Denn statt im Gan­zen wird die Sound­bar in zwei Tei­len zu­züg­lich Wi­re­less Sub­woo­fer ge­lie­fert. Auf­grund ei­ner iden­ti­schen Trei­ber-An­ord­nung lässt sich die Bar ent­we­der als ei­ne Ein­heit oder „ge­trennt von­ein­an­der“be­trei­ben. An An­schlüs­sen bringt sie ne­ben zwei HDMI-Buch­sen (In/Out mit ARC und CEC) so­wie ei­ner op­ti­schen Di­gi­tal-Va­ri­an­te auch ei­ne Aux-In Schnitt­stel­le mit.

No­men est Omen

Zu­nächst tes­ten wir das klas­si­sche Se­t­up im Mo­vie-Mo­de. Da­bei ver­hält sich die SJ7 neu­tral und bil­det gut ab, vom Sub hät­ten wir uns et­was mehr Prä­zi­si­on er­hofft. Spei­sen wir sie mit Mu­sik, kom­men klei­ne Ver­fär­bun­gen im Be­reich der obe­ren Mit­ten zum Vor­schein. Es kommt zu Fre­quen­zAus­lö­schun­gen, die sich im Mess­dia­gramm wi­der­spie­geln. Mit Fil­mCon­tent fällt das et­was we­ni­ger ins Ge­wicht. Un­se­re ge­ne­rel­le Equa­li­zerEmp­feh­lung lau­tet: Sub -2 oder -3, Hö­hen +2.

Mög­lich ist au­ßer­dem die zwei­ge­teil­te, ver­ti­ka­le Auf­stel­lung. Sie ist zur Mu­sik-Wie­der­ga­be zu emp­feh­len, da sie die Klang­büh­ne et­was ver­brei­tert und das Rund­strahl­ver­hal­ten op­ti­miert. Doch bei Fil­men ver­liert das rä­um­li­che Ge­samt­bild an Ho­mo­ge­ni­tät und Na­tür­lich­keit, ein­zel­ne Ef­fek­te las­sen sich we­ni­ger gut or­ten. Dann soll­te auf die klas­si­sche Va­ri­an­te zu­rück­ge­grif­fen wer­den. Man kann „Ein­heit zwei“je­doch auch als Sur­round-Laut­spre­cher nut­zen. Hier­für re­geln wir den klei­nen Schal­ter (sie­he Ab­bil­dung oben) auf „Re­ar“und po­si­tio­nie­ren die Bar ent­spre­chend. Das klappt dank in­te­grier­tem Ak­ku für ei­ne ge­wis­se Zeit so­gar ka­bel­los. Als Kon­se­quenz ver­rin­gert sich na­tür­lich auch die Leis­tung von Spea­ker zwei, was sich auf die Laut­stär­ke aus­wirkt. Las­sen wir bei­de am Strom, stößt die SJ7 den­noch be­reits bei 83 dB an ih­re Leis­tungs­gren­ze. Wir sind vom Ge­samt­ein­druck der 4.1-Auf­stel­lung we­ni­ger be­geis­tert, die Ef­fek­te von hin­ten tre­ten zu do­mi­nant auf, der Über­gang zwi­schen vor­de­rem und hin­te­rem Klan­grie­gel fehlt fast kom­plett. Wir pe­geln die Re­ar-Po­si­ti­on auf -2 oder -3 ein, was die Sur­round-Per­for­mance auf ein et­was stim­mi­ge­res Ni­veau hebt, ins­ge­samt ist von die­ser In­stal­la­ti­on auf Der Fre­quenz­gang bricht zwi­schen 1000 und 9000 Ki­lo­hertz ein, das Rund­strahl­ver­hal­ten zeigt sich vor al­lem in den Hö­hen nicht op­ti­mal. Zwi­schen Bar und Sub klafft ei­ne klei­ne Lü­cke. vie­le Se­t­up-Mög­lich­kei­ten, ap­tX, por­ta­bler Blue­tooth-Spea­ker Ab­bil­dung, kein HDCP 2.2, Max-Laut­stär­ke, Rund­strahl­ver­hal­ten Dau­er eher ab­zu­ra­ten. Mit der Mu­sic Flow for Blue­tooth App lässt sich die SJ7 mit wei­te­ren Spea­k­ern kop­peln und mit sämt­li­chen Mu­si­k­quel­len füt­tern. Wer Fil­me mit Ko­pier­schutz HDCP2.2 gu­cken möch­te, muss den Play­er oder et­wai­ge Zu­spie­ler di­rekt am Fern­se­her an­schlie­ßen, da die Sound­bar lei­der nicht ent­spre­chend aus­ge­rüs­tet ist. Da­für de­ko­diert sie Dol­by Di­gi­tal und DTS Di­gi­tal Sur­round.

Fa­zit

Mit der Sound­bar Flex holt man sich ei­ne TV-Sound­lö­sung mit der Op­ti­on auf ech­ten Sur­round-Klang in Kom­bi mit ei­ner por­ta­blen Blue­tooth-Box nach Hau­se. Für mög­lichst kräf­ti­ge und aus­ge­wo­ge­ne Klän­ge soll­ten bei­de Hälf­ten zu­sam­men­ge­fügt wer­den, wer die fle­xi­blen Op­tio­nen nur sel­ten oder gar nicht nutzt, soll­te sich wo­mög­lich nach ei­ner Al­ter­na­ti­ve um­se­hen.

Wir kön­nen zwi­schen Ci­ne­ma, Stan­dard, ASC (Ad­ap­ti­ve Sound Con­trol) und Bass Blast wäh­len, ein ex­pli­zier­ter Mu­si­cMo­de ist nicht an Bord.

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