Test: UHD-Bea­mer im Ver­gleich

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Die Heim­ki­no-Spe­zia­lis­ten von Op­to­ma und JVC lie­fern sich ein span­nen­des 4K-Du­ell auf der gro­ßenTest-Lein­wand.

Wäh­rend im TV-Be­reich die Ul­tra-HD-Auf­lö­sung mit 3840x2160 Bild­punk­ten fest de­fi­niert scheint, gibt es im Pro­jek­ti­ons­markt ver­schie­de­ne An­sät­ze, ul­tra­scharf zu wer­den. So­ny setzt auf die na­ti­ve 4K-Ki­no­auf­lö­sung mit 4096 Ho­ri­zon­tal­punk­ten, die man zu Hau­se kaum emp­fan­gen kann. Die DLP-Chips be­sit­zen na­tiv 2716x1528 Pi­xel, die sie durch dia­go­na­len Shift ver­dop­peln. JVC setzt gar nur auf Full-HD-Chips (1920x1080) für je­de Gr­und­far­be, und ver­viel­facht eben­falls durch e-Shift die Auf­lö­sung. So ist es schwer, die neu­en Bea­mer ein­zu­sor­tie­ren, denn al­le stel­len Ul­traHD-Fil­me schär­fer dar als Full-HDGe­rä­te, doch na­ti­ve UHD-Pa­nels sind rar. Und wie wir ge­se­hen ha­ben, gibt es für den op­ti­ma­len Ge­nuss von Ul­tra-HD-Blu-ray-Fil­men mehr Kri­te­ri­en als blo­ße Schär­fe.

Ech­tes Ki­no

Die gro­ben tech­ni­schen Da­ten des neu­en DLA-X5900 von JVC kom­men uns be­kannt vor. Erst vor Kur­zem gab es 5500 und so­gar vom 5000er scheint die Hard­ware nicht all­zu­weit ent­fernt zu sein. Doch der Zu­ge­winn liegt in wich­ti­gen De­tails. So be­sitzt der 5900er zwei HDMI-2.0a-Ein­gän­ge mit der vol­len Band­brei­te von 18GBit/s. Heißt, er kann Ul­tra-HD bis zu 60Hz mit ma­xi­ma­lem Farb­sam­pling und Bit­tie­fe ent­ge­gen­neh­men. Er ist al­so nun gut vor­be­rei­tet, UHDs­ind Fil­me in vol­ler HDR-Qua­li­tät zu ver­ar­bei­ten. Eben­so zei­gen un­se­re Mes­sun­gen ei­ne schön schmal­ban­di­ge Fil­te­rung der Se­kun­där­far­ben, so dass mit 73,8 % Farb­de­ckung des gi­gan­ti­schen BT.2020-Far­b­raums ei­ne rie­si­ge Pal­let­te be­reit­steht. Op­tik und Lam­pe schei­nen nicht über­ar­bei­tet, sind ja auch sta­te-of-the-art. Da­zu über­zeu­gen In-Bild und der dy­na­mi­sche Kon­trast. Das ISO-Schach­brett schei­nen in­ter­ne Re­fle­xio­nen zu stö­ren, im Re­al­bild ist das Über­spre­chen im mensch­li­chen Au­ge ein schlim­me­rer Feh­ler. Zwei wei­te­re Op­ti­mie­run­gen run­den das Bild ab, näm­lich dass HDR jetzt au­to­ma­tisch ak­ti­viert wird und der e-Shift über­ar­bei­tet wur­de. Letz­te­res mei­nen wir bei un­se­ren su­per­schar­fen Test­se­quen­zen nach­voll­zie­hen zu kön­nen, ob­wohl man bei 2-Me­ga­pi­xel-Chips und acht Ex­tra­po­lier­ten kei­ne Wun­der er­war­ten darf. Aber beim 4K-Sie­mens­stern Spit­zen nun et­was wei­ter ver­folg­bar als frü­her. Da­für zeigt der JVC ech­te 10 Bit mit ex­zel­len­ter Quan­ti­sie­rung, sehr gu­te kla­re Far­ben, die nach Ka­li­brie­rung in HDTV und HDR schön norm­ge­recht sind. Pro­blem ist die Werks­vor­ga­be für HDR. Hier muss­ten wir die Hel­lig­keit auf über 20 stel­len und flei­ßig an den EOTF-Pa­ra­me­tern dre­hen, um ein op­ti­ma­les Bild zu er­hal­ten. Das spiel­te dann den (deut­lich preis­wer­te­ren) Op­to­ma klar an die Wand. En­thu­si­as­ten pas­sen das Ge­rät mit­tels PCSoft­ware an das HDR-Film­mas­ter an.

Fa­zit

JVC lie­fert mit dem DLA-X5900 Far­ben ab, die Blu-rays na­he­zu per­fekt dar­stel­len und bei Ul­tra-HD-In­hal­ten mit HDR und er­wei­ter­tem Far­b­raum ganz vorn mit da­bei sind. Die Nach­tei­le vom e-Shift sind bei ak­tu­el­len UHD-Fil­men klei­ner als er­war­tet.

JVCs Fern­be­die­nung ist groß und be­leuch­tet. Vie­le Di­rekt­tas­ten sind kaum nö­tig und da­her pu­rer Lu­xus.

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