Test: So­ny HT-XF-9000 Soun­dbar

So­ny stellt mit der HT-XF9000 ei­ne Dol­by At­mos Soun­dbar vor, die das im­mer­si­ve Er­leb­nis auf be­son­ders kom­pak­te und preis­wer­te Art nach Hau­se brin­gen soll. Wie gut funk­tio­niert das vir­tu­el­le Ver­fah­ren?

video - - INHALT - Von An­to­nia Lai­er

Ist So­nys vir­tu­el­le Dol­by-At­mos-Soun­dbar ein ge­lun­ge­ner Ein­stieg in die Welt des 3D-Klangs?

Wer mit dem Ge­dan­ken spielt, ein Dol­by At­mos Se­t­up in den ei­ge­nen vier Wän­den zu in­stal­lie­ren, schreckt oft­mals vor dem zu ho­hen Preis oder In­stal­la­ti­ons­auf­wand zu­rück. Doch So­ny hat mit sei­ner HT-XF9000 als der­zeit güns­tigs­te 3D-Sound Op­ti­on ei­ne Lö­sung in pet­to. Die kom­pak­te 2.1 Soun­dbar mit zu­ge­hö­ri­gem Wi­re­less Sub­woo­fer soll dank aus­ge­klü­gel­ter DSP-Tech­nik (sie­he Kas­ten auf Sei­te 71) den im­mer­si­ven Klang auf be­son­ders kom­pak­te Art und Wei­se ins Wohn­zim­mer trans­por­tie­ren. In Zah­len ge­spro­chen: Die 93 Zen­ti­me­ter lan­ge Bar nimmt dank ge­ra­de ein­mal 5,8 Zen­ti­me­ter Hö­he we­nig Platz vor dem Fern­se­her ein und kann bei Be­darf mit ih­ren 2,5 Ki­lo­gramm auch an der Wand in­stal­liert wer­den. Trotz des vie­len ver­bau­ten Kunst­stoffs macht sie mit ih­rem Chas­sis-schüt­zen­den Me­tall­git­ter, mat­ter Ober­flä­che und seit­lich ab­ge­flach­ten En­den op­tisch ei­nen so­li­den Ein­druck. Letz­te­re Ei­gen­schaft har­mo­niert be­son­ders gut mit den ak­tu­el­len Bra­via XF90 Fern­se­hern.

An der Rück­sei­te be­fin­den sich zwei (et­was ver­schach­telt an­ge­brach­te) HDMI-Buch­sen. Ei­ne da­von dient dank Audio-Re­turn- Chan­nel zur Kon­takt­auf­nah­me mit dem Fern­se­her. Dank HDCP2.2 Kom­pa­ti­bi­li­tät wird nicht nur UHD- Con­tent von ko­pier­ge­schütz­ten Blu-rays ver­lust­frei durch­ge­lei­tet, son­dern auch HDR10, Dol­by Vi­si­on und das für zu­künf­ti­ge Fern­seh- Über­tra­gun­gen wich­ti­ge Hy­brid Log Gam­ma (HLG). Zu­spie­ler kön­nen al­so auch pro­blem­frei am HDMI-Ein­gang der HT-XF9000 an­ge­schlos­sen wer­den. Tos­link und Aux-In so­wie USB für das Zu­spiel von Mu­sik-Da­tei­en ste­hen ebe­nen­falls zur Ver­fü­gung.

Ein­rich­tung leicht ge­macht

Die Funk­ver­bin­dung zwi­schen Bar und (Front­fi­re-)Sub­woo­fer steht nach we­ni­gen Se­kun­den. Dank On Screen Me­nü ( gro­ßes Lob hier­für!) und Ein­rich­tungs­as­sis­ten­ten ist das Se­t­up auch für Ein­stei­ger bin­nen we­ni­ger Se­kun­den ein­ge­rich­tet. Dis­play steht kei­nes zur Ver­fü­gung. Blaue und ro­te LEDs ge­ben Aus­kunft über Än­de­run­gen der Qu­el­le oder Laut­stär­ke. An der Ober­flä­che ste­hen au­ßer­dem die wich­tigs­ten Be­dien­ele­men­te be­reit.

Im für Fil­me op­ti­mier­ten Mo­dus „Ci­ne­ma“wer­den ein­zel­ne Ef­fek­te, wie die wir­ren Stim­men in Mad Max’ Ein­gangs­sze­ne stim­mig plat­ziert und bil­den im Zu­sam­men­spiel mit Um­ge­bungs­ge­räu­schen und dem Haupt­prot­ago­nis­ten ein har­mo­ni­sches Gan­zes. Der Sub­woo­fer spielt tief ge­nug und bie­tet aus­rei­chend Punch. Idea­ler­wei­se jus­tie­ren wir ihn zwi­schen Ein­stel­lung 6 und 8 (von 12). Doch ei­ne

Ak­ti­vie­rung der Ver­ti­cal Sur­round En­gi­ne hält lei­der nicht so rich­tig, was die Theo­rie ver­spricht. Zwar ge­winnt das Klang­bild noch mal an Raum, man muss aber auch ent­spre­chen­de Hall-Ef­fek­te und De­tail­ver­lus­te hin­neh­men. Lei­der schafft es we­der der He­li­ko­pter noch un­ser Test- Si­gnal (sie­he Ab­bil­dung links) hö­her hin­auf als bis an die obe­re TV-Kan­te. Nichts­des­to­trotz sind wir von der brei­ten Klang­büh­ne und Rä­um­lich­keit an­ge­tan. An Ma­xi­mal­pe­gel könn­te So­nys preis­wer­te At­mos-Lö­sung aber noch mehr ver­tra­gen. Stim­men er­tö­nen ab und an für un­se­ren Ge­schmack et­was zu ag­gres­siv und spitz. Ein Ums­wit­chen in den News-Mo­de schafft hier Ab­hil­fe und bie­tet sich für Se­ri­en­oder Talk­show- Con­tent an. Für häu­fi­ge Gen­re-Wech­sel macht die Au­to Sound Funk­ti­on ei­nen gu­ten Job. Mu­sik gibt man un­be­dingt im gleich­na­mi­gen Mo­dus wie­der. Dann wird das ein­ge­hen­de Si­gnal auch nur im klas­si­schen Ste­reo-For­mat ab­ge­spielt. Die Auf­tei­lung im ( ge­schmä­ler­ten) Raum ge­fällt uns auch jetzt noch und De­tails kom­men gut zur Gel­tung.

Fazit

Al­les in al­lem bie­tet So­ny hier ei­ne gu­te und preis­wer­te Lö­sung zur TV- Soun­dOp­ti­mie­rung. Filmin­hal­te ge­win­nen an Rä­um­lich­keit und Span­nung da­zu, der TV- Sound an Na­tür­lich­keit und Prä­zi­si­on. Die HDMI- Sek­ti­on ist mit dem Durch­lei­ten von Dol­by Vi­si­on und HLG auf dem neu­es­ten Stand der Bild­tech­nik. Als Goo­dies gibt es Dol­by At­mos, dts:X und ein at­trak­tiv ge­stal­te­tes On Screen Me­nü da­zu.

Raum­klang, On-Screen-Me­nü, HDR -Durch­lei­ten ge­rin­ge Ma­xLautst., kei­ne Ef­fek­te von oben wahr­nehm­bar

Im In­nern der Soun­dbar wer­keln zwei Trei­ber in ei­ner klas­si­schen 2.1-Kon­stel­la­ti­on mit zu­ge­hö­ri­gem, ka­bel­lo­sen Sub­woo­fer. Ein S-Mas­ter Ver­stär­ker sorgt für aus­rei­chend Po­wer (300 Watt Ge­samt­leis­tung), das di­gi­ta­le Si­gnal-Pro­zes­sing be­schäf­tigt sich mit dem vir­tu­el­len (3D-)Sur­round-Klang.

So­ny bie­tet als ei­ner der we­ni­gen Her­stel­ler ein OnS­creen Me­nü mit prak­ti­schen Ein­blen­dun­gen wie Ein- und Aus­gangs-Si­gna­len.

Die Fern­be­die­nung er­mög­licht das schnel­le Ums­wit­chen zwi­schen ver­schie­de­nen Mo­di oder Qu­el­len. Ein Klick auf die Dis­play-Tas­te in­for­miert über In- und Out­put des Ton-Si­gnals.

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