The De­ath of Sta­lin

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Die Po­lit-Sa­ti­re von Re­gis­seur Ar­man­do Ian­nuc­ci („Veep“) ver­ar­bei­tet his­to­ri­sche Er­eig­nis­se aus dem Jahr 1953, die sich so oder so ähn­lich in­fol­ge des To­des von Jo­sef Sta­lin zu­ge­tra­gen ha­ben sol­len. Als das so­wje­ti­sche Staats­ober­haupt ver­stirbt, be­ginnt un­ter den engs­ten Ver­trau­ten des Dik­ta­tors, al­len vor­an Ni­ki­ta Ch­ruscht­schow (Ste­ve Bus­ce­mi) und La­wren­ti Be­ria (Si­mon Rus­sell Bea­le), ein In­tri­gen­spiel um die Nach­fol­ge. Der Ter­ror der Sta­lin­schen Säu­be­run­gen als schwar­ze Ko­mö­die – kann das funk­tio­nie­ren? Be­dingt. Zwar führt der Film die ge­ra­de­zu ab­sur­de Will­kür der Herr- schen­den und den Schre­cken der Zeit sehr ein­dring­lich vor Au­gen, doch die Ge­gen­sät­ze in der Darstel­lung sind mit­un­ter so ex­trem, dass sich kein stim­mi­ges Ge­samt­bild er­ge­ben mag. Si­tua­ti­ons­ko­mik und bei­na­he slap­stick­haf­te Mo­men­te wech­seln sich ab mit be­drü­cken­den und hoch­dra­ma­tisch in­sze­nier­ten Sze­nen, die von epo­cha­ler Film­mu­sik un­ter­malt sind. Da­bei bleibt stets un­klar, ob der Zu­schau­er über all das laut­hals la­chen oder ernst­haft be­stürzt sein soll. Im­mer­hin: Die Ge­schich­te ist äu­ßerst span­nend und die schau­spie­le­ri­schen Leis­tun­gen sind durch die Bank her­vor­ra­gend. Tech­nisch ist die Blu-ray-Ver­öf­fent­li­chung dem Gen­re an­ge­mes­sen. Zu­sätz­li­che Sze­nen, In­ter­views und ein Au­dio­kom­men­tar sind net­te Ex­tras. Noch bes­ser wä­re al­ler­dings ein Ex­per­ten-Bei­trag ge­we­sen, der die Film­hand­lung im Ver­gleich zu den wah­ren Be­ge­ben­hei­ten ein­ord­net.

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