Di­sen­chant­ment

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Ei­ne Prin­zes­sin, die nicht ver­hei­ra­tet wer­den will, ein Elf, der aus sei­nem be­hü­te­ten Zu­hau­se aus­bricht, und ein Dä­mon, der nur Un­sinn im Schil­de führt. Das sind die Haupt­fi­gu­ren der neu­en Zei­chen­trick­se­rie von Matt Gro­ening, die ex­klu­siv bei Net­flix ver­füg­bar ist. Nach­dem der „Simpsons“-Er­fin­der be­reits mit „Fu­tur­ama“ei­ne an­de­re Rich­tung ein­ge­schla­gen und ei­ne bril­lan­te Sci-Fi-Par­odie ab­ge­lie­fert hat­te, wid­met sich Gro­ening nun der Fan­ta­sy. Da­bei rich­ten sich die ab­ge­dreh­ten Aben­teu­er im Kö­nig­reich Dream­land noch deut­li­cher an ein er­wach­se­nes Pu­bli­kum als die Ge­schich­ten aus Spring­field und Neu New York. Im­mer wie­der gibt es se­xu­el­le An- spie­lun­gen, blu­ti­ge Sze­nen und The­men wie Al­ko­hol- und Dro­gen­kon­sum. Al­ler­dings wer­den die­se nie in der Derb­heit ei­nes „Fa­mi­ly Guy“oder „South Park“ser­viert, son­dern eher über­legt ein­ge­setzt. Lei­der ge­lingt es den Au­to­ren nicht an­nä­hernd, das Po­ten­zi­al des Set­tings aus­zu­nut­zen. Das ist in Zei­ten er­folg­rei­cher Fan­ta­sy-Mas­sen­the­men wie „World of War­craft“, „Der Herr der Rin­ge“und „Ga­me of Thro­nes“eben­so ver­wun­der­lich wie ent­täu­schend. Statt in hoher Schlag­zahl Dut­zen­de An­spie­lun­gen auf die vie­len be­kann­ten Mo­ti­ve und Fi­gu­ren des Gen­res ab­zu­feu­ern, gibt es zu­min­dest in den ers­ten 10 Fol­gen im­mer wie­der Län­gen und we­nig krea­ti­ve Ge­schich­ten wie ei­ne Par­odie auf „Hän­sel und Gre­tel“. So ist die Se­rie zwar kurz­wei­lig, un­ter­halt­sam und tech­nisch wun­der­bar um­ge­setzt, aber von der Ge­nia­li­tät der frü­hen „Sim­spons“- und „Fu­tur­ama“-Staf­feln weit ent­fernt.

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