Polk Com­mand Bar

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fast zwei Jah­re hat man in­ten­siv mit Ama­zon zu­sam­men­ge­ar­bei­tet, heißt es. Dass der On­li­ne-Ver­sandrie­se bei der Ent­wick­lung der Com­mand Bar sei­ne Fin­ger im Spiel hat­te, sieht man schon am klei­nen EchoDot, der im Obe­ren der Soun­dbar ein­ge­las­sen ist. Auf­grund sei­ner et­was er­höh­ten Po­si­ti­on kann man ihn auf die­se Wei­se auch be­quem von der Couch oder von wei­ter ent­fernt aus er­ken­nen. Ein wei­te­res Merk­mal ist die Ama­zon-Ex­klu­siv-Ver­kaufs­stra­te­gie. Ak­tu­ell ist das Bar-Sub Se­t­up aus­schließ­lich über die ent­spre­chen­de Web­site er­hält­lich, was sich ab Herbst 2018 vor­aus­sicht­lich än­dern wird.

Mit ei­ner Hö­he von ge­ra­de ein­mal fünf Zen­ti­me­tern bie­tet sich die In­stal­la­ti­on un­mit­tel­bar vor dem Fern­seh­ge­rät si­cher­lich an. Al­ter­na­tiv kann die Soun­dbar auch hän­gend po­si­tio- niert wer­den. An An­schlüs­sen ha­ben die Ame­ri­ka­ner an al­les, in­klu­si­ve Ko­pier­schutz HDCP 2.2 für HDMI, ge­dacht. UHD-Bil­der wer­den al­so ver­lust­frei durch­ge­schleust, was eben­so für die HDR-For­ma­te Dol­by Vi­si­on, HLG und klas­si­sches HDR10 gilt, wie un­se­re Tests be­le­gen. Die Ver­bin­dung mit dem TV le­gen wir via HDMI ARC.

Viel drin, viel dran

Ver­baut sind zwei 3,2 x 8,3-cm-Tief­mit­tel­tö­ner so­wie zwei 2,5-cm-Hoch­tö­ner in ei­nem Zwei­ka­nal-Lay­out. Für die Bäs­se ist der ka­bel­lo­se 6,5-Zol­lSub­woo­fer zu­stän­dig, den wir schon vom Ma­gni­fi Mi­ni Mo­dell ( Test in vi­deo 3/17 ken­nen).

Vor­bild­lich ist das Pro­ce­de­re der In­be­trieb­nah­me. Mit Hil­fe der Polk Con­nect App, die kos­ten­los für iOS und An­dro­id ver­füg­bar ist, wer­den User Schritt für Schritt durch die In­stal­la­ti­on ge­lei­tet (sie­he Screen­shots rechts oben). Das er­folgt in Be­glei­tung ent­spre­chen­der Gra­fi­ken. Im An­schluss dient die App zwar kei­nen wei­te­ren Funk­tio­nen wie der Aus­wahl von lo­kal ab­ge­spei­cher­ten Songs oder Jus­tie­rung des Equa­li­zers (nicht vor­han­den), aber dank Sprach­be­die­nung fällt das nicht wei­ter un­an­ge­nehm auf. Spo­ti­fy Con­nect oder das Ab­spie­len von Ama­zon Pri­me Mu­sic so­wie Tu­n­eIn sind pro­blem­frei mög­lich. Auch Blue­tooth steht zur ka­bel­lo­sen Über­tra­gung zur Ver­fü­gung.

Ale­xa macht´s mög­lich

Ha­ben wir die Ver­knüp­fung mit Ale­xa ak­ti­viert, in­for­miert sie uns zu­ver­läs­sig über die ak­tu­ell wie­der­zu­ge­ben­de Qu­el­le. Im Rah­men ei­nes ent­spre­chen­den Up­dates sol­len bald auch prak­ti­sche Be­feh­le wie „ Ale­xa, schal­te auf HDMI2“mög­lich sein. In den USA ist das zum heu­ti­gen Zeit­punkt schon ak­ti­viert. Wäh­rend wir uns hier­zu­lan­de noch et­was ge­dul­den müs­sen, kön­nen wir von ei­ner an­de­ren Op­ti­on schon jetzt Ge­brauch ma­chen. Die­se hängt mit dem An­schluss des Fi­re TV-Sticks am da­für vor­ge­se­he­nen

HDMI2-Ein­gang an der Com­mand Bar selbst zu­sam­men. „ Ale­xa, star­te ... auf Fi­re TV Stick“bringt den ent­spre­chen­den In­halt nach ei­ni­gen lan­gen Se­kun­den Be­ar­bei­tungs­zeit zum Lau­fen. Sel­bi­ges gilt für das Pau­sie­ren oder Spu­len.

Bis auf ei­ni­ge Be­fehls­ver­wei­ge­run­gen, die laut Her­stel­ler-An­ga­ben im Rah­men ei­nes kom­men­den Soft­wareUp­dates be­ho­ben wer­den sol­len, funk­tio­niert die Sprach­steue­rung gut.

Klang­per­for­mance

Klang­lich sticht die Com­mand Bar ge­ne­rell durch ih­re Sau­ber- und Na­tür­lich­keit her­aus. Auch wenn das Er­leb­nis die Ab­mes­sun­gen des TVBild­schirms sprengt und den vor­de­ren Raum­ab­schnitt ein­nimmt, wirkt das Ge­samt­ge­sche­hen zu kei­nem Zeit­punkt ge­küns­telt oder nimmt ef­fekt­ha­sche­ri­sche Zü­ge an. Das än­dert sich auch beim Skip­pen zwi­schen den drei ver­füg­ba­ren Sound-Mo­di nicht. Ins­ge­samt ist hier aber so­wie­so eher we­nig Ve­rän­de­rung wahr­zu­neh­men. Le­dig­lich ge­win­nen Bäs­se im Fil­mMo­dus an In­ten­si­vi­tät da­zu und für Mu­sik ver­neh­men wir ei­ne mi­ni­ma­le Ver­schmä­le­rung der Klang­büh­ne. Im Nacht-Mo­dus wird der Sub ge­zü­gelt. Apro­pos Mu­sik. Die mit­ti­ge Plat­zie­rung des Sän­gers meis­tert das Zwei­Ka­nal- Se­t­up gut, wäh­rend sich der Chor mit ge­nü­gend Ab­stand dar­um reiht. Uns fehlt ein letz­tes Qu­ent­chen Bril­lanz, was an­ge­sichts des Prei­ses zu ver­kraf­ten ist.

Für ei­ne mög­lichst kla­re Dia­log­wie­der­ga­be emp­feh­len wir üb­ri­gens die An­he­bung der „Voice“-Funk­ti­on um +1. Da­hin­ter steckt polks pa­ten­tier­te Voice Ad­just Tech­no­lo­gie.

Wäh­rend So­nos ge­ne­rell und so auch bei der Beam auf ei­nen eher war­men Grund­ton setzt, steht bei polk das neu­tra­le, di­rek­te Ab­spiel im Vor­der­grund. Bei hoher Laut­stär­ke kann uns Ale­xa dann nur noch spo­ra­disch fol­gen. Nicht wei­ter schlimm, wir ma­chen ein­fach von der Ak­ti­ons­tas­te Ge­brauch.

Fa­mi­li­en­ban­de

Wem die eben­falls der Sound Uni­ted Grup­pe an­ge­hö­ren­den Mar­ken De­non oder Ma­rantz be­kannt sind, dürf­te in der Ver­gan­gen­heit schon des Öf­te­ren vom Mul­ti­room- Sys­tem HEOS ge­hört ha­ben. Un­ter be­sag­tem Na­men lau­fen so­gar ei­ge­ne Sound­barMo­del­le so­wie WLAN-Laut­spre­cher in un­ter­schied­li­chen Grö­ßen. Im Zu- ge der Einführung des so­ge­nann­ten HEOS Ho­me En­ter­tain­ment Skill wird nun auch das Funk­ti­ons­spek­trum der Com­mand Bar er­wei­tert. Sämt­li­che ak­tu­el­len und aus­ge­wähl­ten Vor­jah­res-Pro­duk­te un­ter­schied­lichs­ter Ka­te­go­ri­en ( AV- Re­cei­ver, Smar­te Laut­spre­cher, Sound­bars) las­sen sich bei Ak­ti­vie­rung dann über Ale­xa steu­ern. Un­ser Test­ge­rät hier fun­giert al­so auch als po­ten­te Steu­er­zen­tra­le für das Heim­ki­no-Equip­ment zu Hau­se. Klei­nes Man­ko: Es lässt sich selbst nicht in die HEOS-Welt mit­ein­bin­den. Ei­ne (prak­ti­sche) Er­wei­te­rung zu ei­nem rich­ti­gen 5.1 Se­t­up, wie wir das von der HEOS-Bar ken­nen, ist der­zeit da­her lei­der nicht mög­lich.

Fazit

Die Com­mand Bar bie­tet für ei­nen UVP von 400 Eu­ro ein fast un­schlag­ba­res Kom­plett­pa­ket. Klang­lich un­ter­stützt sie Spiel­film- Sze­na­ri­en mit aus­rei­chend Dra­ma­tik und Nach­druck und op­ti­miert klas­si­schen TV- Sound dank gu­ter Sprach­wie­der­ga­be. An der Fea­tu­re-Front kom­men Ale­xa, ei­ne schlaue In­te­gra­ti­ons- Mög­lich­keit für den Fi­reTV- Stick und ei­ne Vi­deo-Aus­stat­tung (HDMI2.2) der mo­derns­ten Sor­te on top. Ein ver­dien­ter Test­sieg!

her­aus­ra­gen­de Preis/Leis­tung, Mu­sik­wie­der­ga­be, wei­te Sound­ku­lis­se Rund­strahl­ver­hal­ten nicht op­ti­mal

Vor­bild­lich: Zum An­schluss an den TV steht HDMI ARC oder Tos­link zur Aus­wahl. Ein zwei­ter HDMI-Ein­gang ver­steckt sich wei­ter rechts und eig­net sich per­fekt für den Fi­re TV Stick, wel­cher per USB Out mit Strom ver­sorgt wird.

Ein Echo-Dot ist so­zu­sa­gen in der Mit­te der Com­mand Bar ver­baut. Er leuch­tet im ty­pi­schen Blau auf, wenn Ale­xa zu­hört. Das Mi­kro­fon lässt sich wie üb­lich auch aus­stel­len.

Durch die Ein­rich­tung führt Schritt für Schritt die Polk Con­nect App. Das klappt wie von selbst. Für wei­ter­füh­ren­de Ak­tio­nen ist die App aber nicht ge­dacht.

Am En­de ver­knüp­fen wir un­ser Ama­zonKon­to, und der Spaß mit Ale­xas Kom­man­dos kann be­gin­nen.

Ne­ben ei­ner Ak­ti­ons­tas­te (Mit­te oben) bie­tet die Fern­be­die­nung die ge­wohn­ten Funk­tio­nen. Der Ge­ber mu­tet sty­lisch an und liegt gut in der Hand. EQ gibt es kei­nen.

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