Test: DJI Ro­nin-S Gim­bal

Von den ers­ten me­cha­ni­schen Ka­me­ra­hal­te­run­gen frü­he­rer Ta­ge zu den ul­tra-leich­ten Sta­bi­li­sie­rungs­sys­te­men von heu­te war es ein lan­ger Weg. Wir ma­chen erst ei­ne Rei­se durch die Ge­schich­te des Films und stel­len dann ei­nen neu­en Star vor.

video - - INHALT - von Kon­stan­tin Grassl

Nie mehr ver­wa­ckel­te Film­auf­nah­men. Das ver­spricht DJIs neu­er Gim­bal.

s gibt im Film­be­reich wohl kaum ein Ge­biet, auf dem sich Pro­fis und An­fän­ger stär­ker un­ter­schei­den als bei der Ver­mei­dung von stö­ren­den Bild­be­we­gun­gen. Steht die wack­li­ge Hand­ka­me­ra bis heu­te fast syn­onym für ei­ne Ama­teur­auf­nah­me, ver­kör­pert wohl nichts die Per­fek­ti­on Hol­ly­woods so sehr, wie ei­ne wie an der Schnur ge­zo­ge­ne Ka­me­ra­fahrt. Für eben die­ses Maß an Prä­zi­si­on wer­den an ei­nem Film­set dann auch er­heb­li­che Kos­ten in Kauf ge­nom­men. In der Re­gel muss schwe­res Ge­rät trans­por­tiert, Schie­nen müs­sen ver­legt, ja gan­ze Krä­ne auf­ge­baut wer­den, um das Maß an Ge­nau­ig­keit zu er­lan­gen, das heu­te von gro­ßen Pro­duk­tio­nen er­war­tet wird. (Von dem Know-how, das da­bei für die Be­die­nung die­ser oft hoch­kom­ple­xen Ge­rä­te von­nö­ten ist, wol­len wir gar nicht erst an­fan­gen). Der Um­stand, dass wirk­lich glat­te Be­we­gun­gen im Film­be­reich nur mit enor­mem Auf­wand mög­lich sind, er­schien noch bis vor ei­ni­gen Jah­ren wie in St­ein ge­mei­ßelt. Wer ein per­fek­tes Er­geb­nis woll­te, brauch­te je­de Men­ge Wis­sen, Equip­ment und nicht zu­letzt gro­ße fi­nan­zi­el­le Res­sour­cen. Wie schnell sich ein eta­blier­ter Zu­stand doch än­dern kann. In­ner­halb we­ni­ger Jah­re ha­ben die so­ge­nann­ten Gim­bals Film­bran­che und Ka­me­ra­markt durch ih­re ex­trem leich­te Be­dien­bar­keit und ih­re ver­gleichs­wei­se ge­rin­gen Kos­ten der­art ra­di­kal auf­ge­mischt, wie man es zu­vor kaum für mög­lich ge­hal­ten hät­te. Um Ih­nen die­se Re­vo­lu­ti­on in der Auf­nah­me­tech­nik bes­ser ver­ständ­lich zu ma­chen, bli­cken wir an die­ser Stel­le auf die Ge­schich­te und die ver­schie­de­nen Ar­ten der Sta­bi­li­sie­rungs­sys­te­me im Be­reich Film zu­rück und stel­len Ih­nen da­nach das Pro­dukt vor, das die Ent­wick­lung der Gim­bals in die­sen Ta­gen wie­der ei­nen or­dent­li­chen Schritt voran ge­bracht hat.

Die An­fän­ge:

Bei der kar­da­ni­schen Auf­hän­gung wie der Gim­bal im deutsch­spra­chi­gen Raum ur­sprüng­lich ge­nannt wur­de, han­delt es sich zu­nächst kei­nes­wegs um ei­ne neue Er­fin­dung. Schon im 16. Jahr­hun­dert be­schrieb der ita­li­e­ni-

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