Emp­fangs­ratge­ber

Noch nie war das TV-An­ge­bot so groß: Vier un­ter­schied­li­che Emp­fangs­we­ge mit SD, HD oder UHD. Ge­lie­fert wird frei Haus und im Abo. Hin­zu kom­men Me­dia­the­ken wie auch Vi­deo on De­mand. Da stellt sich die Fra­ge: Wo gibt’s was zu se­hen, und wel­che Tech­nik ist n

video - - INHALT - von Vol­ker Straß­burg

Ka­bel, Sa­tel­lit, An­ten­ne, In­ter­net – für den TV-Emp­fang gibt es je­de Men­ge Op­tio­nen. Aber wel­che emp­fiehlt sich?

Ha­ben Sie’s ge­merkt? Lan­ge ist es her, dass wir Ih­nen die schwer­wie­gen­de Fra­ge stell­ten: „Wel­cher TV-Typ sind Sie?“Da gab es den Spiel­film-Fan, den Heim­ki­no-Freak, den All­tags-TV-Gu­cker, den Nach­rich­ten­jä­ger, Se­ri­en-Jun­kie, Spar­sa­men…

Aber die gibt es doch noch, wer­den Sie jetzt zu Recht sa­gen. Stimmt: wo­chen-, ta­ge- oder viel­leicht auch nur stun­den­wei­se! Die TV-Land­schaft hat sich so ver­än­dert, dass Sie je­der­zeit ex­pe­ri­men­tie­ren und Neu­land be­tre­ten kön­nen, oh­ne die gro­ßen Ent­schei­dun­gen von einst tref­fen zu müs­sen. Viel­mehr dür­fen Sie fra­gen: Was will ich heu­te – was will ich jetzt se­hen? Wer in­for­miert ist, weiß, wie das geht. Ge­än­dert hat sich so ei­ni­ges. • Mo­der­ne TVs und Re­kor­der er­leich­tern das kurz­fris­ti­ge Um­sat­teln. In­zwi­schen ste­cken in vie­len Mo­del­len Tu­ner für al­le vier Emp­fangs­ar­ten Sa­tel­lit, Ka­bel, An­ten­ne und In­ter­net. • Ex­ter­ne Zu­spie­ler wie Set-Top-Bo­xen sind deut­lich güns­ti­ger ge­wor­den. • Das In­ter­net er­mög­licht ei­nen ho­hen Per­so­na­li­sie­rungs­grad. Dank zu­neh­men­der An­zahl an da­ten­star­ken An­schlüs­sen er­hält man Fern­se­hen und Film in ho­her Bild- und Ton­qua­li­tät ganz nach Wunsch. • Die An­bie­ter pas­sen sich die­sen neu­en Um­stän­den zu­neh­mend an. Ver­trä­ge sind kurz­fris­tig künd­bar, und es gibt im­mer mehr Mög­lich­kei­ten, le­dig­lich ein­zel­ne Sen­dun­gen oder Fil­me an­zu­schau­en.

So ist es ein­fa­cher, Vor- und Nach­tei­le der Emp­fangs­ar­ten selbst zu tes­ten. Die grund­le­gen­den Tech­nikund Pra­xis­in­fos zu den ein­zel­nen Si­gnal­we­gen fin­den Sie auf den fol­gen­den Sei­ten un­se­res Rat­ge­bers.

„Be­rie­seln“vs. Pla­nen

Schal­ten Sie abends ein­fach den TV ein und schau­en an, was da so kommt? Dann be­fin­den Sie sich in gu­ter Ge­sell­schaft: Die Mehr­heit der TV-Gu­cker macht das nach wie vor so. Man will nicht an­ge­strengt über­le­gen, was man se­hen will, und freut sich über den Zu­falls­mix un­ter­schied­li­cher Gen­res. Glück­li­cher­wei­se bleibt dies auch noch lan­ge so mög­lich.

Glaubt man al­ler­dings den Markt­for­schungs­un­ter­neh­men, wächst ste­tig der An­teil je­ner, die selbst ent­schei­den, was sie wann se­hen wol­len. So er­klärt sich der Er­folg gro­ßer An­bie­ter für Vi­deo on De­mand (VoD).

Doch auch das „nor­ma­le“Fern­se­hen muss man schon längst nicht mehr am Stück, al­so „line­ar“, an­schau­en. Man kann es pau­sie­ren oder zu ei­nem spä­te­ren Zeit­punkt an­schau­en. Mit ei­ner am TV oder am ex­ter­nen Re­cei­ver (Set-Top-Box, kurz STB) an­ge­schlos­se­nen Fest­plat­te wird dies mög­lich. Für vie­le ist das schon selbst­ver­ständ­lich. Falls Sie noch nicht da­zu zäh­len, emp­feh­len wir die­se Tech­nik aus­drück­lich. Sie stei­gern Ihr Fern­se­h­er­leb­nis auf die­se Wei­se ein­deu­tig.

Was we­ni­ger be­kannt ist: Das Gan­ze klappt auch oh­ne Fest­plat­te, so­fern ei­ne In­ter­net­ver­bin­dung be­steht. Prak­tisch al­le Strea­m­ing­diens­te, die kos­ten­los oder per Abo das Li­ve-TVPro­gramm über­tra­gen, bie­ten auch die Mög­lich­keit der Zwi­schen­spei­che­rung. Da­her kann man das lau­fen­de Pro­gramm pau­sie­ren oder ein­zel­ne Sen­dun­gen auf­zeich­nen, wo­bei in die­sem Fall in der Cloud, al­so auf Fest­plat­ten des An­bie­ters, ge­spei­chert wird. TV-Strea­m­ing-An­bie­ter wie et­wa Zat­too oder Wai­pu.tv bie­ten sol­che Mög­lich­kei­ten. Hin­zu kommt, dass man wie bei den Me­dia­the­ken der Pro­gramm­an­bie­ter vie­le Sen­dun­gen im Nach­hin­ein auf­ru­fen und an­schau­en kann. Ein­zi­ger Ha­ken: Die Di­enst­an­bie­ter er­hal­ten nicht von je­dem Sen­der und auch nicht für je­de Sen­dung die nö­ti­gen Li­zen­zen hier­für, et­wa von RTL.

Wer oh­ne die­ses Ex­tra zu­recht­kommt, kann die Kon­kur­renz Ma­gi­ne oder Sky Go wäh­len. Letz­te­res An­ge­bot be­inhal­tet erst seit kur­zer Zeit auch das Li­ve-TV-Pro­gramm aus­ge­wähl­ter, nicht zu Sky ge­hö­ren­der Sen­der, wie die öf­fent­lich-recht­li­chen.

Der be­son­de­re, wich­ti­ge Kom­fort beim Strea­m­ing: Sämt­li­che In­hal­te

sind un­ter­wegs auf Mo­bil­ge­rä­ten oder wäh­rend des Ur­laubs im eu­ro­päi­schen Aus­land kom­for­ta­bel auf­ruf­bar.

Die Me­dia­the­ken der Pro­gramm­an­bie­ter schließ­lich plat­zie­ren sich zwi­schen Fern­se­hen und VoD. Sie bie­ten im Pro­gramm über­tra­ge­ne Sen­dun­gen an, sor­gen je­doch gleich­zei­tig da­für, dass man sie zur Wunsch­zeit an­schau­en kann.

UHd, HdR, Hd

Wel­che Bild­qua­li­tät er­hält man über die je­wei­li­gen An­ge­bo­te?

Ak­tu­ell su­chen vi­deo Le­ser ins­be­son­de­re auch UHD-An­ge­bo­te mit der Kon­trast­tech­nik High Dy­na­mic Ran­ge (HDR). In un­se­rer In­fo-Box auf Sei­te 56 ha­ben wir die ak­tu­el­len UHD-TV-Sen­der mit ih­ren In­hal­ten zu­sam­men­ge­führt. Knack­punkt ist nach wie vor, dass kein Sen­der ein durch­ge­hen­des Pro­gramm an­bie­tet, selbst wenn man da­für be­zahlt. Zu be­stimm­ten Zei­ten wer­den laut Wer­bung der Sen­der nur ein­zel­ne „High­lights“ge­zeigt.

Wenn UHD an Bord ist, gilt dies zu­neh­mend auch für HDR. Die er­wähn­ten High­lights sind fast schon re­gel­mä­ßig mit der neu­en Kon­trast­tech­nik kom­bi­niert. Abo-Sen­der Sky da­ge­gen ver­folgt der­zeit sei­ne einst an­ge­mel­de­ten HDR-Plä­ne kaum. Vom ZDF gibt es im­mer­hin ab und an Ge­nuss­hap­pen in der Me­dia­thek.

Will man nicht auf HDR ver­zich­ten, lässt sich das TV-Pro­gramm gänz­lich ver­las­sen und das An­ge­bot der kos­ten­pflich­ti­gen VoD-An­bie­ter Net­flix und Ama­zon nut­zen. Hier gibt es zu­min­dest ein brei­tes Se­ri­en­an­ge­bot, das UHD und HDR be­reit­hält.

Wer sich „nur“mit UHD zu­frie­den gibt, wird wie­der­um bei Sky fün­dig. Aus dem lau­fen­den Pro­gramm wer­den Fil­me aus­ge­glie­dert und sind – so­fern in die­ser Ver­si­on er­hält­lich – ein­zeln auf­ruf­bar. Ei­ne Aus­wahl da­von lan­det nachts au­to­ma­tisch via Sa­tel­lit auf der Fest­plat­te des Sky-Re­cei­vers, so­dass auch Zu­schau­er oh­ne da­ten­star­ken In­ter­net­an­schluss die ho­he Qua­li­tät er­hal­ten. Das grö­ße­re An­ge­bot ist via In­ter­net er­hält­lich. Bei­de Va­ri­an­ten sind im Sky-Abo ent­hal­ten. Auf die­se Wei­se sol­len Ci­ne­as­ten laut Sky ste­tig durch­schnitt­lich um die 50 Ti­tel or­dern dür­fen.

High De­fi­ni­ti­on (HD) ist im Fern­se­hen in­zwi­schen eta­bliert. Die Öf­fent­lich-Recht­li­chen bie­ten es im Rah­men der Haus­halts­pau­scha­le an, die Pri­vat­sen­der­grup­pen ProSie­benSat1 und RTL über mo­nat­li­che Abon­ne­ments.

So­gar die TV-Strea­m­ing­diens­te prä­sen­tie­ren HD. Wäh­rend die SDSen­der kos­ten­los sind, muss man für HD al­ler­dings auch hier be­zah­len. Die Pri­vat­sen­der sind dann aber in der Re­gel ent­hal­ten. UHD wie­der­um gibt’s hier noch nicht, ob­gleich das tech­nisch pro­blem­los mög­lich wä­re.

Wirft man ei­nen Blick auf die klas­si­schen Emp­fangs­we­ge, zieht das Ka-

bel ge­gen­über Sat in punc­to UHD den Kür­ze­ren. Den Groß­teil der Li­ve-Sen­der ver­brei­tet An­bie­ter HD+. Die­ses Abo-An­ge­bot ist un­ter dem Dach der fran­zö­si­schen SES mit dem Sat-Be­trei­ber As­tra ver­ban­delt. Es fin­det – von we­ni­gen lo­ka­len Ka­bel­netz­be­trei­bern ab­ge­se­hen – dort ex­klu­siv statt.

An­sons­ten sind Sen­der­an­zahl und Bild­qua­li­tät mit dem Sat-Emp­fang ver­gleich­bar, so­fern man die be­lieb­tes­ten deut­schen Ka­nä­le ins Kal­kül zieht. Was man je­doch wis­sen und be­ach­ten muss: Zwar gibt es auf­grund von Zu­sam­men­schlüs­sen im Ka­bel­ge­schäft vor­wie­gend nur noch ein­zel­ne, gro­ße Spie­ler wie Vo­da­fo­ne oder Uni­ty­me­dia. Doch an die­sen hän­gen nach wie vor ei­ni­ge klei­ne­re Be­trei­ber, die ih­re In­hal­te selbst be­stim­men kön­nen. Es lohnt sich al­so, „Ihr“TV-An­ge­bot mit dem von In­ter­net und Sa­tel­lit zu ver­glei­chen.

Sport

Mit des Deut­schen liebs­tes TV-Kind sind Fuß­ball so­wie an­de­re gro­ße und klei­ne Sport­er­eig­nis­se. Hier hat sich die TV-Land­schaft be­son­ders dra­ma­tisch ver­än­dert.

Ob Bun­des­li­ga, For­mel 1 oder Olym­pia, man weiß nie ge­nau, auf wel­chen Sen­dern die nächs­te Sai­son spielt. Das ist selbst dann der Fall, wenn man be­reit ist, da­für zu be­zah­len. Grund: Die Li­zen­zen wan­dern wild hin und her. Da­bei wer­den sie im­mer teu­rer.

Sky kann da nicht im­mer mit­hal­ten und ver­liert sei­nen Ruf als tra­di­tio­nel­ler Sport-Hei­mat­ha­fen. Mal er­hält man hier nach wie vor gan­ze Pa­ke­te fürs Geld, mal eher nur ein­zel­ne Events. Doch auch die öf­fent­lich­recht­li­chen Sen­der zei­gen nicht al­le wich­ti­gen Events. Statt­des­sen ver­grö­ßern in­zwi­schen die Pri­va­ten Eu­ro­sport und RTL den Kreis der Bun­des­li­gis­ten oder For­mel-1-Cham­pi­ons. Man­ches ist da­bei ex­klu­siv, man­ches sieht man auf meh­re­ren Sen­dern. Sport­in­ter­es­sier­te sind da­her ge­ra­de­zu ge­zwun­gen, sich „ihr“Pro­gramm selbst zu­sam­men­zu­stel­len.

Hier kann der Rat nur lau­ten: Su­chen Sie auf al­len Emp­fangs­we­gen und ge­hen Sie neue We­ge. Die kur­zen Kün­di­gungs­fris­ten be­güns­ti­gen, dass et­wai­ge Ent­täu­schun­gen ver­kraft­bar sind. Zu­dem er­hält man die Mög­lich­keit, nur zu be­stimm­ten An­läs­sen zu abon­nie­ren.

Als ein Bei­spiel für neue We­ge kann der Sport-Strea­m­ing-Di­enst DAZN her­hal­ten. Der Kos­ten­auf­wand ist hier mit vie­len an­de­ren Abo-An­ge­bo­ten ver­gleich­bar, die sich um zehn Eu­ro mo­nat­lich be­we­gen. Man er­hält al­ler­dings Sport pur, quer über vie­le Sport­er­eig­nis­se hin­weg. Als App ist das An­ge­bot zu­neh­mend auch auf Smar­tGe­rä­ten zu fin­den.

Wenn Sie sich auf die Su­che ma­chen, fin­den Sie si­cher noch wei­te­re Pro­fis, die un­ter Um­stän­den bes­ser zu Ih­nen pas­sen. Wer ak­zep­tiert, auf sol­che Wei­se sein An­ge­bot zu­sam­men­zu­tra­gen, kann Geld spa­ren und den­noch al­les se­hen. Auch die Be­reit­schaft, meh­re­re An­bie­ter gleich­zei­tig

ins TV-Boot zu ho­len und nicht mehr wie ge­wohnt ei­nen be­stimm­ten zu prä­fe­rie­ren, hilft im neu­en Emp­fangs­und Me­di­en­zeit­al­ter. Das gilt nicht nur für Sport, son­dern für al­le Gen­res.

Fil­me und Se­ri­en

Al­le Emp­fangs­we­ge eig­nen sich in­zwi­schen auch fürs gro­ße Heim­ki­no mit Rie­sen-TV oder Bea­mer. DVB-T hat auf­ge­holt und bie­tet in sei­ner Neu­fas­sung Full HD. Mit da­ten­star­ker Ver­bin­dung ab 20 Me­ga­bit pro Se­kun­de kann das In­ter­net so­gar UHD und HDR ge­paart an­bie­ten, ganz oh­ne zwi­schen­zeit­li­che Qua­li­täts­ver­lus­te. Für HD reicht ei­ne 6000er-Lei­tung. Sat- und Ka­bel-TV wie­der­um sind tra­di­tio­nell hoch­wer­tig beim Emp­fang und da­her über al­le Zwei­fel er­ha­ben.

Fo­kus­siert man die Film- und Se­ri­en­an­bie­ter, fällt die Ent­schei­dung da­ge­gen ein­deu­ti­ger aus: Die meis­ten ak­tu­el­len Block­bus­ter auf ei­nem Hau­fen gibt’s bei Sky. Hin­zu kom­men ex­klu­si­ve Se­ri­en. Al­les wird li­ve über die Sen­der oder auf Ab­ruf via In­ter­net und Fest­plat­te be­reit­ge­stellt.

Dank die­sem An­ge­bot kann der Abo­sen­der so­gar mit den gro­ßen, rei­nen VoD-Platt­for­men Net­flix und Ama­zon qua­li­ta­tiv mit­hal­ten. Denn trotz ih­rer grö­ße­ren Aus­wahl zei­gen die bei­den deut­li­che Lü­cken bei Ki­no­fil­men. Zu­dem muss man trotz Abo für spe­zi­el­le An­ge­bo­te noch­mals ble­chen. An­de­res gilt für Se­ri­en-Hop­per – die kom­men voll auf ih­re Kos­ten.

Pro Sie­ben zeigt be­kannt­lich an ein­zel­nen Ta­gen wie sonn­tags zur Haupt­sen­de­zeit neue­re Block­bus­ter. Wer die­se auf Fest­plat­te bannt, kann vor­spu­len und die Wer­bung über­sprin­gen. Wich­tig: Das gilt mitt­ler­wei­le so­gar für die via HD+ ver­brei­te­ten HD-Per­len, und auch im Rah­men der TVS­trea­m­ing­an­ge­bo­te.

Dass die Öf­fent­lich-Recht­li­chen nicht ge­ra­de be­kannt für Block­bus­ter

sind, wis­sen Ci­ne­as­ten. Den­noch soll­te nicht un­ter den Tisch fal­len, dass es ne­ben Tat­ort, So­aps und Volks­mu­sik Ei­gen­pro­duk­tio­nen gibt, die durch­aus se­hens­wert sind. Die ARD et­wa scheint die gu­ten Dreh­bü­cher und Schau­spie­ler für ih­re Rei­he „Der Film­mitt­woch im Ers­ten“auf­zu­spa­ren. Hin­zu kommt, dass die Me­dia­the­ken von ARD und ZDF dank neu­em Tele­me­di­en­auf­trag zu­künf­tig wach­sen sol­len. Dann dür­fen zu­sätz­lich deut­lich mehr In­hal­te aus dem eu­ro­päi­schen Aus­land auf Ih­rem Wunsch­zet­tel ste­hen.

Wel­che bis­her nicht ge­nann­ten, zu­sätz­li­chen On-De­mand-Ver­käu­fe die IPTV-An­bie­ter in pet­to ha­ben, gilt es im je­wei­li­gen Fall zu über­prü­fen. Vor­ab für Sie loh­nens­wert zu wis­sen: Die Netz­be­trei­ber pfle­gen zwar durch­aus ei­ne ei­ge­ne Aus­wahl, die­se ist im Re­gel­fall je­doch nicht ge­ra­de rie­sig. Wer­den den­noch UHD und zahl­rei­che Se­ri­en be­wor­ben, ist dies ein Hin­weis, dass die Platt­form et­wa mit Net­flix zu­sam­men­ar­bei­tet. Und dann ent­ste­hen beim Or­dern wie­der­um zu­sätz­lich die re­gu­lä­ren Abo-Kos­ten.

Do­kus, Re­ports, Shows

Zum Glück sind die öf­fent­lich-recht­li­chen Sen­der auf al­len Emp­fangs­we­gen ver­füg­bar. So kom­men Wis­sens­hung­ri­ge in je­dem Fall in den Ge­nuss von de­ren hoch­wer­ti­gen Do­ku­men­ta­tio­nen. Die­se fin­den auch auf Ar­te so­wie den Son­der­sen­dern und in den Me­dia­the­ken statt.

Ob­gleich man hier schon ge­nü­gend zu se­hen be­kommt, stellt der Sen­der Ser­vus TV des Red-Bull-Kon­zerns ei­ne mög­li­che Ab­wechs­lung dar. In der Rei­he „Ter­ra Ma­ter“be­kommt man atem­be­rau­ben­de Na­tur­auf­nah­men in Full HD zu se­hen.

Un­be­strit­te­ner Kö­nig der so­ge­nann­ten Rea­li­ty-Se­ri­en mit Do­ku-Cha­rak­ter so­wie Hoch­burg für Shows ist RTL. Die Sen­der­grup­pe er­reicht mit ih­rem An­ge­bot ein brei­tes Pu­bli­kum, das dem Ber­tels­mann-Kon­zern als Be­sit­zer jähr­lich viel Geld in die Kas­sen spült. Ei­ne Al­ter­na­ti­ve hier­zu ist nur schwer zu fin­den. Ge­mein­sam mit Pro Sie­ben, wo man eben­falls Shows und So­aps pflegt, ist man ein­deu­tig auf Er­folgs­kurs.

Nach­rich­ten

„heu­te“und ins­be­son­de­re die „Ta­ges­schau“sind un­be­strit­te­ne Platz­hir­sche in Deutsch­land. Von vie­len noch un­be­ach­te­te Spar­ten­sen­der, die erst im Zu­ge der Di­gi­ta­li­sie­rung des TV-Pro­gramms auf­tauch­ten, stel­len je­doch eben­falls hoch­wer­ti­ge In­for­ma­tio­nen zur Ver­fü­gung – und das rund um die Uhr. Er­wäh­nens­wert sind hier si­cher­lich die Sen­der ntv, Eu­ro­news und für Eng­lisch-Ver­sier­te BBC World News.

Wer sie nicht in sei­nem Sen­der­pa­ket fin­det, geht nun per App oder Brow­ser ein­fach ins In­ter­net – und star­tet dort selbst­be­stimmt sei­nen per­sön­li­chen Li­ve-Stream.

So sieht die neue ARD-Hb­bTV-Me­dia­thek aus. Im glei­chen De­sign ist sie als Be­ta­ver­si­on be­reits im Brow­ser auf­ruf­bar, in den Smart-TVs bis auf Wei­te­res noch nicht. Die ARD schick­te uns ein ex­klu­si­ves Fo­to. Ne­ben Ve­rän­de­run­gen in Aus­se­hen und Be­die­nung stand vor al­lem die Bün­de­lung al­ler ARD-Sen­der im Fo­kus. Über die Leis­te oben sol­len die­se schnell auf­ruf­bar wer­den.

Im alt­be­kann­ten Look wird die ZDF-Me­dia­thek noch wei­ter­hin auf­war­ten. Ih­re Auf­ga­be er­füllt sie den­noch. Als Bin­de­glied zwi­schen Li­ve-TV-Pro­gramm und Vi­deo on De­mand bie­tet sie wie al­le Me­dia­the­ken die Mög­lich­keit, Sen­dun­gen im Nach­hin­ein an­zu­schau­en. Das funk­tio­niert al­ler­dings nur über ei­nen In­ter­net­an­schluss.

die bun­des­li­ga mal hier, mal dort. Eu­ro­sport Hd ist mit den Spie­len als TV-Sen­der im Pa­ket von Hd+ buch­bar, wo­bei noch­mals wei­te­re Kos­ten ent­ste­hen. Via in­ter­net steht der eben­falls kos­ten­pflich­ti­ge li­veStream über den Eu­ro­sport Play­er zur Ver­fü­gung.

Strea­m­ing-Re­cei­ver wie Fi­re TV von Ama­zon bün­deln VoD und zu­sätz­li­che App-Ser­vices. So kön­nen TVS­trea­m­ing-Di­ens­te auch über die­se klei­ne Box das ge­sam­te TV-Pro­gramm via In­ter­net zum TV schi­cken.

Zat­too ge­hört zu den Pio­nie­ren der TVS­trea­m­ing­an­ge­bo­te. Über Apps auf TVs oder an­de­ren in­ter­ne­t­emp­fän­gern so­wie über den be­kann­ten brow­ser am Com­pu­ter sind sie nutz­bar. im bild ist der Zat­too-Pro­gramm­füh­rer zu se­hen, über den sich auch Auf­nah­men pla­nen las­sen.

Dank In­ter­net ist ei­ne gro­ße An­ge­bots­viel­falt ent­stan­den. Neue Ser­vices kön­nen sich leich­ter eta­blie­ren. Der Strea­m­ing­dienst „DAZN“et­wa bün­delt ver­schie­de­ne Sport­ar­ten. Seit Kur­zem fin­det hier die Fuß­ball-Cham­pi­ons-Le­ague statt.

Neu ist der Sky Ti­cket TV-Stick. Mit ihm las­sen sich die kurz­fris­tig künd­ba­ren Strea­m­in­gEin­zel­an­ge­bo­te von Sky auch am TV an­schau­en. Bis­lang stan­den Mo­bil­ge­rä­te im Fo­kus, wes­we­gen vie­les nur in Stan­dard­auf­lö­sung an­kommt.

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