Ho­me En­ter­tain­ment

Wa­de Wil­son kann sein Glück kaum fas­sen: Va­nes­sa hat ih­re Ver­hü­tung ab­ge­setzt und Dead­pool muss ei­gent­lich nur noch sei­nen Su­per­hel­den-Sa­men spen­den, da­mit sie end­lich Nach­wuchs be­kom­men. Doch be­vor er zur Tat schrei­ten kann, tau­chen Scher­gen auf. Sie zer

video - - INHALT - von Ti­mo Wol­ters

Neue Blu-rays im Bild- und Ton-Check. Die­ses Mal u. a. mit Dead­pool 2 und Aven­gers: In­fi­ni­ty War.

Trotz ei­ni­ger Que­re­len in der Ent­ste­hung (Wech­sel des Re­gis­seurs, Ve­rän­de­run­gen in der Sto­ry) sind al­le Be­fürch­tun­gen, „Dead­pool 2“könn­te nicht funk­tio­nie­ren, von der ers­ten Mi­nu­te an wie weg­ge­wischt. Der zwei­te Teil ist dank ei­nes nach wie vor gran­dio­sen Ryan Reynolds noch bö­ser, noch selbst­iro­ni­scher und noch ra­san­ter ge­wor­den als der Vor­gän­ger. Al­lein die Ver­ball­hor­nun­gen des X-Men-Uni­ver­sums sind der­art zahl­reich, dass kaum ein Au­ge tro­cken bleibt. Eben­so gran­di­os sind die bis­si­gen Kom­men­ta­re auf Fil­me wie „In­ter­view mit ei­nem Vam­pir“oder die Po­li­tik von Ge­or­ge W. Bush. Beim sen­sa­tio­nel­len Qu­er­ver­weis auf Sha­ron Sto­nes Bein­über­schlag in „Ba­sic In­stinct“liegt man dann end­gül­tig la­chend un­ter dem Tisch. Josh Bro­lin be­weist der­weil, dass er zeit­gleich ne­ben Tha­nos auch noch ei­nen zwei­ten Bö­se­wicht aus dem Mar­vel-Uni­ver­sum spie­len kann. Sein Ca­ble hat auch hier ei­ne nach­voll­zieh­ba­re Mo­ti­va­ti­on, was sein Han­deln durch­aus ver­ständ­lich macht. Oh­ne­hin gibt es ne­ben dem Witz auch ei­ne Me­ta-Ebe­ne, in der es um das ho­he Gut „Fa­mi­lie“geht – und das kommt eben­so un­ver­krampft wie un­kon­ven­tio­nell rü­ber. Beim Sound der Blu-ray be­kommt man es mit Dol­by At­mos fürs Ori­gi­nal und re­gu­lä­rem dts für die deut­sche Fas­sung zu tun. Trotz der Kom­pri­mie­rung schlägt sich die dt­sVer­si­on al­ler­dings her­vor­ra­gend. Ob zehn Gangs­ter auf Wa­de feu­ern oder er sich selbst in die Luft jagt – Dy­na­mik und Ef­fektreich­tum sind klas­se. Ge­gen­über den Kol­le­gen aus dem Hau­se Mar­vel gibt’s hier auch her­vor­ra­gen­de De­tail­auf­lö­sung. Man kann Sounds wirk­lich gut dif­fe­ren­zie­ren und hört selbst die Stim­men noch ak­zen­tu­iert raus. Es mag der Ton­spur ein we­nig an der letz­ten Ve­he­menz feh­len. Aber das macht sie mit wirk­lich tol­len di­rek­tio­na­len Sur­round-Ef­fek­ten und ei­ner sehr brei­ten Büh­ne wie­der wett. Der eng­li­sche At­mos-Sound lie­fert op­tio­nal zahl­rei­che de­di­zier­te 3D-Sound­ef­fek­te wie ei­ne in die Luft ge­schnipp­te Zi­ga­ret­te, auf ei­nem Loch­git­ter in der obe­ren Eta­ge lau­fen­de Cha­rak­te­re oder auf dem Kopf ste­hen­de und von dort zu hö­ren­de Au­tos in der Ver­fol­gungs­se­quenz. Wäh­rend „Dead­pool“vor zwei Jah­ren ei­ne der ers­ten Ul­traHDs war, de­ren 3.4K-Auf­lö­sung am Aus­gang der Ka­me­ras über ein 4K Di­gi­tal In­ter­me­dia­te ge­mas­tert wur­den, ging man bei „Dead­pool 2“lei­der wie­der ei­nen Schritt zu­rück und mas­ter­te über ein 2K Di­gi­tal In­ter­me­dia­te. Ne­ben ei­nem in­te­grier­ten er­wei­ter­ten Far­b­raum war­tet der zwei­te Teil mit der hö­he­ren Bild­dy­na­mik nach HDR10 auf. In der Pra­xis zeigt sich dann ein über­ra­schen­des Bild. Ab­hän­gig von ver­schie­de­nen Se­quen­zen und Grund­stim­mun­gen ist mal die Blu­ray, mal die UHD im (Kon­trast)Vor­teil. Auch die Farb­ge­bung wech­selt bis­wei­len. So ist Dead­pools ro­ter An­zug über die UHD mal oran­ge­ro­ter, mal kar­min­ro­ter. In mitt­le­ren Hel­lig­kei­ten ist zu­dem der Kon­trast­um­fang der UHD eher schwä­cher als je­ner der Blu-ray. Das wie­der­um hebt sich auf, wenn die Bil­der hel­ler sind. Wie die Blu-ray auch, so ist auch die Ul­tra-HD lei­der nur be­dingt scharf.

Bil­der: Her­stel­ler, Ti­mo Wol­ters

Die UHD ist neu­tra­ler in Haut­tö­nen und kräf­ti­ger im Rot.

Die Blu-ray über­strahlt et­was in den Ge­sicht­s­tö­nen.

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