Hi­sen­se H 65 U7A

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Kommt Ih­nen die­ser Flach-TV aus Chi­na be­kannt vor? Kein Wun­der: Sei­nen klei­nen Bru­der, den H 55 U 7 A, tes­te­te vi­deo in Heft 6/2018 – mit „gu­tem“Er­geb­nis. Aber iden­ti­sche Bau­rei­he heißt nicht iden­ti­sche Tech­nik – das grö­ße­re Pa­nel muss nicht die­sel­ben Qua­li­tä­ten wie das Schwes­ter­mo­dell ha­ben.

In der Aus­stat­tung un­ter­schei­den sich die TVs aus dem Reich der Mit­te nicht: Der H 65 U 7 A bringt ein ein­zel­nes Emp­fangs­teil für al­le in Eu­ro­pa gän­gi­gen TV-Sen­de­we­ge mit. Al­le wich­ti­gen An­schlüs­se fin­den sich auf sei­ner Rück­sei­te – lei­der kei­ner für ei­nen kon­ven­tio­nel­len Kopf­hö­rer. Ei­ni­ge Kon­tak­te füh­ren an die Rück­wand, was stört, wenn man den Fern­se­her wie ein Bild auf­hän­gen will.

Gu­te Be­die­nung

Ein De­sign-Sch­man­kerl ist die Fern­be­die­nung die­ses Hi­sen­se nicht – aber sie ist funk­tio­nal, die Tas­ten­a­n­ord­nung prak­tisch. Das zu­ge­hö­ri­ge Bild­schirm­me­nü ist op­tisch ge­lun­gen, die Be­die­nung ein­gän­gig. Bei der In­stal­la­ti­on fragt der TV den An­wen­der nach dem Emp­fangs­weg und star­tet den Such­lauf. Die Lis­te der ge­fun­de­nen Sta­tio­nen lässt sich am H 65 U 7 A glo­bal fest­le­gen – und zwar über­aus kom­for­ta­bel. Wenn der Such­lauf das ört­li­che Drit­te Pro­gramm auf ei­nen der hin­te­ren Pro­gramm­plät­ze ver­frach­tet, wählt man im ent­spre­chen­den Me­nü den Sen­der aus, gibt den ge­wünsch­ten Platz ein (sie­he Bild oben) – fer­tig! Er­freu­lich auch: So­weit tech­nisch mög­lich und sinn­voll, über­nimmt der TV die Bild­ein­stel­lun­gen aus dem kon­ven­tio­nel­len Be­trieb für HDR.

laut, aber dürr

Hi­sen­se ent­lockt dem H 65 U 7 A für ein TV-Ge­rät ei­ne ho­he Laut­stär­ke. Ab Werk ist ei­ne Schal­tung na­mens „To­tal So­nics“ak­tiv– sie will dem Fern­se­her mehr Klang ab­rin­gen. Das geht schief; schon bei nied­ri­ger Laut­stär­ke pol­tern die win­zi­gen Tief­tö­ner auf der Ge­rä­te­rück­sei­te hör­bar. Ehr­lich währt am längs­ten: Oh­ne den Tont­rick­ser tönt der TV ak­zep­ta­bel – er kann halt kei­ne Bäs­se.

Di­gi­tal­fo­tos und TV-Mit­schnit­te vom USB-Stick zeigt der TV in gu­ter Qua­li­tät – ein kor­rek­ter Zoom für al­te Let­ter­bo­xAuf­nah­men fehlt. Un­ser Mus­ter brach die Wie­der­ga­be von MP3-Mu­sik je­weils nach we­ni­gen Se­kun­den ab.

Ne­ben Samsung setzt in die­sem Test nur Hi­sen­se auf VA-Pa­nel (Ver­ti­cal Ali­gn­ment). Trotz­dem ge­lingt es die­sem Chi­na-TV, dem Pa­nel ei­nen noch fa­mi­li­en­taug­li­chen Blick­win­kel zu ent­lo­cken. Ganz so tief­schwarz wie der Samsung schafft es der Hi­sen­se nicht. Et­was Licht ver­bleibt in Breit­wand­bal­ken. Trotz­dem ge­lang der Spa­gat, denn auch in hel­len Sze­nen über­zeugt das Bild des H 65 U 7 A. Ei­nen strah­lend blau­en Him­mel zeigt er als sol­chen, der Nach­rich­ten­spre­cher im gut aus­ge­leuch­te­ten Stu­dio wirkt plas­tisch. Sub­jek­tiv hält die­ser Hi­sen­se den gu­ten Ein­druck auch mit HDR-Vi­de­os. Die grell­bun­ten Sze­nen aus „Re­a­dy Play­er One“strah­len den Be­trach­ter an. Al­ler­dings: Wenn der TV die für kon­ven­tio­nel­le Bil­der op­ti­mier­ten Ein­stel­lun­gen über­nimmt, wird er mit HDR gelbsti­chig – hier hilft, die Farb­tem­pe­ra­tur auf „Stan­dard“zu schal­ten.

Fa­zit

Das Bild des Hi­sen­se H 65 U 7 A kann punk­ten. Kon­ven­tio­nel­le (HD)TV-Bil­der zeigt er nicht nur mess­tech­nisch sau­ber – auch der Sicht­test über­zeugt. Für ei­nen LC-Schirm ist das Schwarz satt.

die Fern­be­die­nung des H 65 U 7 A wirkt we­nig edel, ist aber gut ge­glie­dert – al­le wich­ti­gen Funk­tio­nen fin­det man auf ihr schnell.

An der Ver­ar­bei­tung und den Ma­te­ria­li­en die­ses TV gibt es nichts aus­zu­set­zen – ins­be­son­de­re der Fuß ist so­li­de.

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