Lo­ving Pa­blo

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„Nar­cos“, „Pa­ra­di­se Lost“„The In­fil­tra­tor“– es man­gel­te in den letz­ten Jah­ren wahr­lich nicht an Fil­men und TV-Se­ri­en, die sich dem Auf­stieg und Fall Pa­blo Es­co­bars, des wohl größ­ten Dro­gen­ba­rons al­ler Zei­ten wid­me­ten. „Lo­ving Pa­blo“der auf dem au­to­bio­gra­fi­schen Best­sel­ler von Vir­gi­nia Val­le­jo ba­siert, die über meh­re­re Jah­re hin­weg ei­ne flam­men­de Af­fä­re mit dem cha­ris­ma­ti­schen Dro­gen­boss un­ter­hielt, un­ter­nimmt nun ei­nen wei­te­ren An­lauf, das Le­ben des ko­lum­bia­ni­schen Ko­ka­in-Pa­ten zu er­zäh­len. Er­neut be­glei­ten wir Pa­blo da­bei, wie er mit sei­nem Me­del­lin-Kar­tell Geld und Macht an­häuft, wie er den ame­ri­ka­ni­schen Markt mit Dro­gen über­schwemmt und so schluss­end­lich den Zorn der USA auf sich zieht, der zu­letzt auch sei­nen Un­ter­gang be­deu­ten wird. All das ist grund­so­li­de er­zählt. Die Ka­me­ra­ar­beit von Alex Ca­ta­lan ist mit­un­ter so­gar her­aus­ra­gend, was durch die star­ke Per­for­mance der Disc ge­ra­de im Bild­be­reich noch zu­sätz­lich un­ter­stri­chen wird. Zu­dem bie­tet „Lo­ving Pa­blo“mit Ja­vier Bar­dem und Pe­né­lo­pe Cruz ein Darstel­ler­pär­chen, das durch sei­ne star­ke Prä­senz den Film auf schau­spie­le­ri­scher Ebe­ne pro­blem­los zu tra­gen ver­mag. Das Haupt­pro­blem von „Lo­ving Pa­blo“be­steht je­doch schlicht­weg da­rin, dass man ex­akt die Ge­schich­te, die Re­gis­seur Fer­nan­do León de Ara­noa hier er­zählt, nun schon so oft ge­hört hat, dass „Lo­ving Pa­blo“mit Aus­nah­men von ein paar we­ni­gen wirk­lich neu­en Sze­nen, so gut wie nichts an Über­ra­schung zu bie­ten hat. So bleibt „Lo­ving Pa­blo“trotz tech­nisch und hand­werk­lich gu­ter Um­set­zung lei­der ein we­nig hin­ter den Er­war­tun­gen zu­rück.

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