Oce­an‘s 8

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Kaum aus dem Ge­fäng­nis ent­las­sen, ver­sam­melt Deb­bie Oce­an (Sandra Bul­lock), Schwes­ter des be­rüch­tig­ten Gen­tle­man-Gangs­ters Dan­ny Oce­an (aus „Oce­an’s Ele­ven“), ei­ne Schar von viel­sei­tig be­gab­ten Frau­en um sich, um ei­nen ful­mi­nan­ten Coup durch­zu­zie­hen: Bei der le­gen­dä­ren Met Ga­la in New York wol­len die Gau­ne­rin­nen ein teu­res Col­lier sti­bit­zen. So hoch­ka­rä­tig das Auf­ge­bot an Hol­ly­wood-Schau­spie­le­rin­nen (u.a. Ca­te Blan­chett, An­ne Hat­ha­way, He­le­na Bon­ham Car­ter), so schmuck­los der In­halt. Der Heist ist öde und we­nig glaub­wür­dig, die Cha­rak­te­re blei­ben blass und oh­ne Tie­fe, der fil­mi­schen Um­set­zung fehlt jeg­li­cher Pfiff. So ist je­der Mo­ment im Grun­de be­lang­los, fühl­ba­re Span­nung oder ir­gend­wel­che Emo­tio­nen gibt es nicht. Selbst wenn die Darstel­le­rin­nen im sel­ben Raum sind, las­sen sie jeg­li­che ge­mein­sa­me Che­mie ver­mis­sen. Wo man Cloo­ney, Pitt und Da­mon den rei­nen Spaß an der Sa­che an­merk­te und sie mit Charme und Cha­ris­ma man­che Dreh­buch­schwä­che wett­mach­ten, wir­ken Bul­lock und Co. lust­los und un­in­spi­riert. Viel­leicht weil ih­nen beim Dreh be­reits be­wusst wur­de, was auch für den Zu­schau­er im Ver­lauf der zu ein­tö­ni­ger Mu­sik da­hin­plät­schern­den 110 Mi­nu­ten nach und nach deut­lich wird: Die sim­ple Prä­mis­se „Frau­en statt Män­ner“al­lein reicht nicht, um ei­nen cle­ver er­zähl­ten Plot und Ver­ve bei des­sen In­sze­nie­rung zu er­set­zen. Zu­mal die Au­to­ren mit dem An­satz rein gar nichts an­zu­fan­gen wis­sen; kei­ne in­ter­es­san­ten Frau­en­fi­gu­ren, kei­ne ir­gend­wie fass­ba­re Aus­sa­ge – in Zei­ten von #metoo schon er­staun­lich. Pas­send da­zu die Ex­tras: Mit Aus­nah­me der kur­zen Do­ku über die Met Ga­la ist das al­les nicht ge­halt­voll.

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