Es gab kei­ne Sol­da­tin­nen

Wertinger Zeitung - - Meinung & Dialog -

Zu „Haa­ri­ger Ader­lass“(Sei­te 1) vom 29. Ja­nu­ar: Ich dach­te, der Haar­er­lass und die Fri­sier­stu­ben wä­ren längst Ge­schich­te. Der Haar­er­lass ist m. E. recht­lich nicht mehr halt­bar, denn er wi­der­spricht dem Gleich­be­hand­lungs­grund­satz von Mann und Frau. Die Be­grün­dun­gen für den Haar­er­lass wa­ren u. a. Kör­per­hy­gie­ne, der Sitz von Stahl­helm und Gas­mas­ke. Die Haa­re durf­ten we­der auf dem Hemd­kra­gen noch auf den Oh­ren auf­ste­hen. Der Wehr­sold be­trug 1972 4,50 DM (pro Tag!), die Di­enst­zeit für Wehr­pflich­ti­ge 18 Mo­na­te. Es gab kei­ne Sol­da­tin­nen.

Heu­te soll­ten sich un­se­re Sol­da­ten und Sol­da­tin­nen das Haa­re­schnei­den bei ei­nem an­stän­di­gen Fri­seur leis­ten kön­nen, au­ßer bei Ein­sät­zen in Kri­sen­ge­bie­ten. Jo­hann Kö­gel, Mick­hau­sen

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