So ist die recht­li­che La­ge in Deutsch­land

Wertinger Zeitung - - Die Dritte Seite -

Ver­bo­ten In Deutsch­land ist ak­ti­ve Ster­be­hil­fe ver­bo­ten. Wer je­man­den auf des­sen Wunsch tö­tet, wird mit bis zu fünf Jah­ren Haft be­straft.

Er­laubt Pas­si­ve Ster­be­hil­fe durch das Ab­schal­ten von Ap­pa­ra­ten und in­di­rek­te Ster­be­hil­fe, bei der star­ke Me­di­ka­men­te Schmer­zen lin­dern und als Ne­ben­wir­kung das Ster­ben be schleu­ni­gen, sind zu­läs­sig. Auch ist es er­laubt, ein Me­di­ka­ment zur Selbst tö­tung be­reit­zu­stel­len, das der Be trof­fe­ne selbst ein­nimmt.

Um­strit­ten Nach ei­nem Ur­teil des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts in Leip zig vom März 2017 ha­ben Schwerst kran­ke „in Ex­trem­fäl­len“ein Recht, dass das Bun­des­in­sti­tut für Arz­nei­mit­tel und Me­di­zin­pro­duk­te ih­nen er­laubt, ei­ne töd­li­che Do­sis des Schlaf­mit­tels Na­tri­um Pen­to­bar­bi­tal zu be­zie­hen. Der Ver­fas­sungs­recht­ler Udo di Fa­bio, der für das In­sti­tut ein Gut­ach­ten er stell­te, hat je­doch ver­fas­sungs­recht­li che Be­den­ken ge­gen das Ur­teil. Auch die Deut­sche Stif­tung Pa­ti­en­ten schutz for­dert ei­ne höchst­rich­ter­li­che Klä­rung, ob Be­hör­den Ster­be­wil­li­gen den Zu­gang zu töd­li­chen Mit­teln er mög­li­chen müs­sen. (dpa)

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