As­tro­nau­ten über­le­ben Not­lan­dung

Fehl­start ei­ner rus­si­schen So­jus. Zwei­te Stu­fe zün­det nicht

Wertinger Zeitung - - Erste Seite - VON MAR­KUS BÄR

Schwe­rer Rück­schlag für die rus­si­sche Raum­fahrt: Mit ei­ner Not­lan­dung muss­ten sich zwei Raum­fah­rer beim Fehl­start ei­ner So­jus-Ra­ke­te am Don­ners­tag in Si­cher­heit brin­gen. Der rus­si­sche Kos­mo­naut Ale­xej Owt­schi­nin und der US-As­tro­naut Nick Ha­gue wur­den spä­ter un­ver­sehrt in der ka­sa­chi­schen Step­pe ge­bor­gen. Sie hat­ten zur in­ter­na­tio­na­len Raum­sta­ti­on ISS flie­gen sol­len.

Bei den So­jus-Ra­ke­ten han­delt es sich ei­gent­lich um sehr si­che­re und seit Jahr­zehn­ten be­währ­te Trä­ger­sys­te­me. Wie Ex­per­ten mit­teil­ten, ha­be es nun schon beim Bren­nen der ers­ten Ra­ke­ten­stu­fe Pro­ble­me ge­ge­ben. Dar­um sei es 119 Se­kun­den nach dem Start auch gar nicht erst zur Zün­dung der zwei­ten Stu­fe ge­kom­men.

Die Kap­sel wur­de ab­ge­trennt. Es folg­ten ban­ge Mi­nu­ten, bis sie mit­tels Fall­schir­men 400 Ki­lo­me­ter vom Start­punkt ent­fernt zu Bo­den schweb­te. Die bei­den Raum­fah­rer wur­den un­ver­letzt ge­bor­gen und nach Bai­ko­nur ge­bracht, wo sie bis heu­te in ei­nem Kran­ken­haus blei­ben sol­len. Be­mann­te So­jus-Starts wur­den nach dem Fehl­schlag aus­ge­setzt. „In ei­ner sol­chen Si­tua­ti­on gibt es vo­r­erst kei­ne wei­te­ren Starts, bis die Ur­sa­che end­gül­tig ge­klärt wor­den ist“, sag­te der für Raum­fahrt zu­stän­di­ge Vi­ze­re­gie­rungs­chef Ju­ri Bo­ris­sow.

Wel­che Aus­wir­kun­gen der Fehl­start auch auf den Kom­man­dan­ten der ISS, den Deut­schen Alex­an­der Gerst, ha­ben könn­te, le­sen Sie auf un­se­rer Sei­te

Fo­to: Tass, Ima­go

Per Fall­schirm lan­de­te die Kap­sel der rus­si­schen So­jus-Trä­ger­ra­ke­te in der ka­sa­chi­schen Step­pe. Bei­de Raum­fah­rer blie­ben un­ver­letzt.

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