Wirt­schafts­ge­schich­te

Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen - - | Inhalt -

Nichts ist für die Ewig­keit. Was aus ver­schwun­de­nen Un­ter­neh­men wie der Her­statt-Bank oder Man­nes­mann ge­wor­den ist.

Frü­her war die Sa­che ein­fach. Da tru­gen Fir­men meist den Namen ih­res Grün­ders. Das galt nicht nur für Hand­werks­be­trie­be wie Bä­cker Mül­ler oder Metz­ger Scholz, son­dern auch für Kauf­haus­ket­ten, Stahl­ko­cher oder Arz­nei­mit­tel­her­stel­ler. Va­ria­tio­nen da­von wa­ren Ab­kür­zun­gen, die auf dem Namen des Grün­ders ba­sier­ten wie Al­di (Albrecht Dis­kont) oder Adi­das (Adolf Dass­ler).

Doch dann kam der Trend zum Kunst­na­men. Und plötz­lich tauch­ten übe­r­all ir­gend­wie la­tei­nisch klin­gen­de Namen auf, in de­nen sich vor al­lem die nach PR-Er­kennt­nis­sen po­si­tiv be­haf­te­ten Vo­ka­le A, O und et­was sel­te­ner E tum­mel­ten: Ar­va­to, Ar­can­dor, Aven­tis, Ad­de­co, Za­lan­do, Ce­le­sio. Jün­ge­re Bei­spiel sind die Bay­er-Ab­spal­tun­gen Lan­xess und Co­ve­s­tro, in de­nen eng­li­sche und fran­zö­si­sche Wort­stäm­me mit­schwin­gen sol­len (lan­cer, suc­cess, col­la­bo­ra­ti­on, in­vest, strong).

Die skur­rils­ten Namen fin­det man im Fri­seur­ge­wer­be, wo­bei oft Kom­bi­na­tio­nen von Groß- und Klein­buch­sta­ben hel­fen, all die fan­ta­sie­vol­len Wort­spie­le zu er­klä­ren: SaHAARa, Cre­hair­tiv, HAAR­mo­nie, vor­Hair– nach­Hair. Schön auch: Kamm in. Selbst bei grie­chi­schen Sa­gen­fi­gu­ren be­die­nen sich Fri­seur­sa­lons, wie HAIR–coo­les zeigt. Hair­lich, nicht wahr?

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.