Ver­let­zungs­ri­si­ko bei Tur­nier­pfer­den ist im­mer groß

Wittlager Kreisblatt - - OSNABRÜCKER LAND - Von Je­an-Charles Fays j.fays@noz.de

Das Ur­teil war er­wart­bar. Selbst die spe­zia­li­sier­te Gut­ach­te­rin von der Tier­ärzt­li­chen Hoch­schu­le Han­no­ver konn­te kei­ne Män­gel fest­stel­len, die schon beim Kauf von „Lon­don­town S“vor vier Jah­ren vor­la­gen und für die spä­te­re Lahm­heit des Dres­sur­pferds ver­ant­wort­lich wa­ren.

Das Land­ge­richt Os­na­brück hat es sich nicht ein­fach ge­macht. Der Pro­zess zog sich über zwei Jah­re. Nach dem Gut­ach­ten wur­de noch ein Er­gän­zungs­gut­ach­ten ein­ge­holt, und die Be­weis­auf­nah­me dau­er­te mit sie­ben St­un­den dop­pelt so lan­ge, wie ein am­bi­tio­nier­ter Läu­fer für ei­ne Ma­ra­thon­stre­cke be­nö­tigt.

Fest­zu­hal­ten bleibt: Kein pro­fes­sio­nel­ler Pfer­de­händ­ler kann ei­nem Käu­fer ga­ran­tie­ren, dass sich das Pferd spä­ter nicht ver­let­zen wird. Wenn es sich zu­dem um ein Pferd han­delt, das für den Grand-Prix-Sport vor­ge­se­hen ist, dann ist das Ver­let­zungs­ri­si­ko be­son­ders groß. Das ist bei Tur­nier­pfer­den nicht an­ders als bei Pro­fi­fuß­bal­lern.

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