Nur ge­mein­sam für ei­ne star­ke Re­gi­on Os­na­brück

Wittlager Kreisblatt - - OSNABRÜCKER LAND - Von Je­an-Charles Fays j.fays@noz.de

Im Wahl­kampf sprach An­dré Berg­heg­ger viel von Zu­sam­men­halt, Of­fen­heit und Ehr­lich­keit. Mit der Kampf­kan­di­da­tur ge­gen den bis­he­ri­gen Chef der CDU-Lan­des­grup­pe ver­stieß er je­doch ge­gen die­se Wer­te.

In ei­ner De­mo­kra­tie kann sich na­tür­lich je­der um ei­nen Pos­ten be­wer­ben, doch hier liegt der Fall an­ders. Es ist kein gu­ter Stil, den bis­he­ri­gen Amts­in­ha­ber, der im Wahl­kreis Os­na­brück-Stadt auch Tei­le des Land­krei­ses Os­na­brück ver­tritt, mit ei­ner Kampf­kan­di­da­tur zu über­ra­schen. Die Be­grün­dung, nur „ei­ne Aus­wahl­mög­lich­keit in­ner­halb der Lan­des­grup­pe er­mög­li­chen zu wol­len“, klingt we­nig glaub­wür­dig.

Berg­heg­ger muss ei­ne Ver­stim­mung von Mid­del­berg und an­de­ren Christ­de­mo­kra­ten zu­min­dest bil­li­gend in Kauf ge­nom­men ha­ben. Ei­ne ver­trau­ens­vol­le Zu­sam­men­ar­beit für ei­ne star­ke Re­gi­on Os­na­brück wird durch sol­che Al­lein­gän­ge je­den­falls ge­stört.

Berg­heg­ger und Mid­del­berg wur­den je­doch da­für ge­wählt, ge­mein­sam die In­ter­es­sen un­se­rer Re­gi­on in Berlin zu ver­tre­ten. Das ge­lingt aber nur, wenn bei­de an ei­nem Strang zie­hen.

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