Is­län­der stra­fen Re­gie­rung ab

Op­po­si­ti­ons­bünd­nis auch oh­ne Mehr­heit

Wittlager Kreisblatt - - POLITIK -

dpa REYKJAVÍK. In der Wahl­nacht in Is­land fei­ern sich gleich zwei Par­tei­chefs wie Sie­ger. Die jun­ge, cha­ris­ma­ti­sche Op­po­si­ti­ons­füh­re­rin Ka­trin Ja­kobs­dot­tir könn­te mit ei­nem lin­ken Bünd­nis Re­gie­rungs­che­fin wer­den. Da­für braucht sie je­doch mehr Part­ner als ge­wünscht. Zu­gleich er­hebt der um­strit­te­ne bis­he­ri­ge Mi­nis­ter­prä­si­dent Bjar­ni Be­ne­diktsson als Chef der stärks­ten Par­tei An­spruch auf das Amt. Wer von ih­nen Is­land re­gie­ren wird, wird wohl erst nach schwie­ri­gen Ko­ali­ti­ons­ge­sprä­chen fest­ste­hen.

Nach der Wahl am Sams­tag kommt Be­ne­diktssons Un­ab­hän­gig­keits­par­tei als stärks­te Kraft auf rund 25 Pro­zent und ver­liert da­mit deut­lich. Ja­kobs­dot­tirs links-grü­ne Be­we­gung

ge­winnt als zweit­stärks­te Par­tei rund 17 Pro­zent der Stim­men – ein leich­tes Plus. Nach Aus­zäh­lung al­ler Stim­men am Sonn­tag kommt auch das zu­vor hoch ge­han­del­te Bünd­nis aus Links-Grü­nen, So­zi­al­de­mo­kra­ten und Pi­ra­ten trotz Zu­ge­win­nen nicht auf die er­for­der­li­chen 32 Sit­ze im Par­la­ment Alt­hin­gi. Zwar le­gen die So­zi­al­de­mo­kra­ten zu, die Pi­ra­ten je­doch bü­ßen Stim­men ein.

Fo­to: AFP

Bleibt er? Is­lands Pre­mier Bjar­ni Be­ne­diktsson.

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