Das baye­ri­sche Land­tags­wahl­recht

Wittlager Kreisblatt - - EINBLICKE - Dpa

Bei der Land­tags­wahl in Bay­ern hat je­der Wahl­be­rech­tig­te zwei Stim­men: Erst­stim­me und Zweit­stim­me – wie bei der Bun­des­tags­wahl. Es gibt aber ei­nen ganz zen­tra­len Un­ter­schied – und der ist für die künf­ti­ge Zu­sam­men­set­zung des Land­tags von enor­mer Be­deu­tung: Zur Er­mitt­lung der Sitz­ver­tei­lung wer­den Erst- und Zweit­stim­me zu­sam­men­ge­zählt und in Man­da­te um­ge­rech­net. Die An­zahl der Ge­samt­stim­men ent­schei­det al­so dar­über, wel­che Par­tei künf­tig wie vie­le Ab­ge­ord­ne­te im Land­tag hat. Die Erst­stim­me ist so­mit für die Sitz­ver­tei­lung gleich wich­tig wie die Zweit­stim­me.

Mit der Erst­stim­me wählt man ei­nen Kan­di­da­ten in ei­nem der ins­ge­samt 91 Stimm­krei­se di­rekt. Sie­ger ist, wer dort je­weils die meis­ten Stim­men be­kommt, die ein­fa­che Mehr­heit reicht. Die Zweit­stim­me ist ei­ne Lis­ten­stim­me, die eben­falls per­so­nen­be­zo­gen ist: Man kann da­mit ei­nen Wahl­kreis-Kan­di­da­ten ei­ner Par­tei aus­wäh­len und an­kreu­zen, egal auf wel­chem Lis­ten­platz die­ser steht.

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