FEI­NE PLAIDS für al­le Fäl­le

„Ma­de in Ger­ma­ny“seit mehr als 100 Jah­ren: Eag­le Pro­ducts ver­schö­nert das Zu­hau­se mit ku­sche­li­gen De­cken aus na­tür­li­chen Roh­stof­fen

WOHNIDEE - - Anzeige - TEXT LE­NA SELCHERT

Ein fes­ter Griff ins Ge­we­be, ei­ne strei­cheln­de Hand­be­we­gung, zum Schluss noch die Fran­sen che­cken: Wun­der­bar ku­sche­lig, al­les in Ord­nung, das Pro­dukt kann in den Ver­kauf ge­hen. Je­des Plaid, das von Eag­le Pro­ducts in Oberf­an­ken sei­nen Weg in die Welt an­tritt, muss meh­re­re ge­üb­te Hän­de pas­sie­ren. „Für un­se­re Qua­li­täts­kon­trol­le ist viel Fin­ger­spit­zen­ge­fühl und Er­fah­rung ge­fragt. Das er­setzt kei­ne Ma­schi­ne“, er­klärt Bar­ba­ra Sprinzl, die die Ma­nu­fak­tur seit 1997 zu­sam­men mit ih­rem Bru­der Hans Chris­ti­an Hagen in vier­ter Ge­ne­ra­ti­on führt. Seit der Kind­heit ge­hö­ren Plaids und De­cken, aber auch Tü­cher, Müt­zen, Schals und Kis­sen zu ih­rem Le­ben. „Wir sind als Kin­der häu­fig durch das La­ger ge­lau­fen und ha­ben die bun­ten Gar­ne be­wun­dert. Da­durch ha­ben wir ei­ne Ver­bun­den­heit zum Hand­werk und zur Tra­di­ti­on der Tuch­her­stel­lung auf­ge­baut, die wir ger­ne wei­ter­ge­ben möch­ten.“

In der Tra­di­ti­on ver­wur­zelt

So hat Eag­le Pro­ducts den An­spruch, stets bes­te Qua­li­tät „Ma­de in Ger­ma­ny“zu fer­ti­gen. Da­zu wur­de die Pro­duk­ti­on be­wusst in Ober­fran­ken be­las­sen, das für sei­ne alt­ein­ge­ses­se­ne Tex­til­in­dus­trie mit vie­len spe­zia­li­sier­ten Be­trie­ben be­kannt ist. 1893 be­gann dort Eagles Ge­schich­te: Un­ter­neh­mer Franz Barth grün­de­te die „Franz Barth Woll­wa­renWe­be­rei“mit der Haus­mar­ke „Ad­ler Fa­b­ri­ka­te“. In den 1950er-Jah­ren er­folg­te die Um­be­nen­nung in Eag­le Pro­ducts, um auf dem in­ter­na­tio­na­len Markt an­zu­kom­men. Heu­te lie­fern Sprinzl und ihr Team in vie­le Län­der, sind prä­sent auf Mes­sen in Pa­ris und Mos­kau. Mit­un­ter ge­hen ih­re Pro­duk­te auch an ganz be­son­de­re Kun­den.

„WIR FüH­LEN UNS DER TRA­DI­TI­ON IN DER RE­GI­ON VER­PFLICH­TET“BAR­BA­RA SPRINZL, GESCHäFTSFüHRENDE GESELLSCHAFTERIN

„Für ei­ne Fürs­ten­hoch­zeit im Na­hen Os­ten ha­ben wir mal ei­ne kost­ba­re Kaschmir­de­cke mit Pelz­rand und ein­ge­stick­tem Wap­pen ge­fer­tigt. Und auch Kö­ni­gin Marg­re­the II. aus Dä­ne­mark hat schon Plaids von uns ge­or­dert“, er­in­nert sich Sprinzl.

Be­kennt­nis zur Na­tur­fa­ser

Un­ab­hän­gig ob ex­klu­si­ve Son­der­an­fer­ti­gung oder Kol­lek­ti­ons­mo­dell: Der Schlüs­sel zum Er­folg liegt bei Eag­le Pro­ducts in den ver­wen­de­ten Ma­te­ria­li­en. „Wir be­nut­zen haupt­säch­lich fei­ne Na­tur­fa­sern wie Lamm­wol­le, Ka­mel­haar, Mo­hair, Al­pa­ka, Kasch­mir oder Sei­de. Ihr Auss­se­hen, ihr Griff und ih­re Schön­heit sind ein­fach un­nach­ahm­lich. Au­ßer­dem ha­ben Na­tur­fa­sern un­über­trof­fe­ne Ei­gen­schaf­ten in punc­to Weich­heit, Lang­le­big­keit, Wär­me­aus­gleich und Leich­tig­keit.“

Na­tur kommt auch bei der Ve­re­de­lung der Wol­le zum Ein­satz: Die Mo­hair­de­cken et­wa wer­den mit Na­tur­dis­teln statt mit Me­tall­käm­men auf­ge­raut, da­mit sie be­son­ders flau­schig wer­den.

In­di­vi­du­el­les Ac­ces­soire

Na­tür­lich kann und will man sich so ein Stück aus ech­ter Wol­le nicht in je­der Sai­son neu an­schaf­fen. Aber das muss man zum Glück auch nicht: „Man­che un­se­rer Kun­den ha­ben ih­re De­cke schon seit zehn Jah­ren und las­sen sie so­gar bei uns re­pa­rie­ren“, so Sprinzl, die uns zum Schluss auch noch ei­ni­ge Tipps zum Kauf ver­rät: „Plaids sind für mich ganz per­sön­li­che Ac­ces­soires, die uns über lan­ge Zeit be­glei­ten. Wenn man sich ei­ne hoch­wer­ti­ge De­cke zu­legt, soll­te man dar­auf ach­ten, dass sie nicht bloß gut aus­sieht, son­dern sich vor al­lem schön an­fühlt. Au­ßer­dem soll­te die De­cke op­tisch zu mehr als nur ei­nem Ses­sel oder So­fa pas­sen, näm­lich bes­ten­falls über­all dort, wo sie be­nutzt wird. Da­her ra­te ich eher zu neu­tra­len Mus­tern und Far­ben. Als Ma­te­ri­al ist Schaf­wol­le be­son­ders emp­feh­lens­wert, da sie er­schwing­lich und pfle­ge­leicht ist. Und ein rich­tig ed­les Mo­dell aus Kasch­mir lässt man sich zu Weih­nach­ten schen­ken!“

KA­ROS Passt zu mo­der­ner und klas­si­scher Ein­rich­tung: Plaid „Ri­va“(ca. 175 €)

TECH­NIK Die Plaids ent­ste­hen heu­te an ei­ge­nen Web­ma­schi­nen. Frü­her er­le­dig­ten das Lohn­we­ber

DE­KOR Plaids „Fi­ren­ze“(oben, ca. 248 €) und „Stel­la“(un­ten, ca. 180 €) brin­gen Mus­ter aufs So­fa

IN­SPI­RA­TI­ON Die his­to­ri­schen Mus­ter­bü­cher aus den 1930er- und 1940er-Jah­ren wer­den wie ein Schatz ge­hü­tet. Sie zei­gen, wie da­mals ge­webt und ge­färbt wur­de

PART­NER Die ge­färb­ten Garn­rol­len be­zieht Eag­le Pro­ducts von tra­di­ti­ons­rei­chen Spin­ne­rei­en aus Ita­li­en. Je­des Jahr legt das De­sign­team meh­re­re Farbthe­men für die Kol­lek­ti­on fest

AUS­WAHL Hier fin­det je­der sei­nen Lieb­ling: Klas­si­ker „Bos­ton“(ca. 175 €) ist in 18 Farb­tö­nen er­hält­lich. Un­ge­wöhn­lich: die Mo­del­le mit dunk­len Fran­sen

BANDSALAT Vor dem ei­gent­li­chen We­ben führt die Sch­är­ma­schi­ne Gar­ne in ver­schie­de­nen Far­ben auf Kett­bäu­men zu­sam­men. Liegt auch nur ein Fa­den falsch, kann das Web­mus­ter miss­lin­gen

PREIS­TRä­GER Die bun­te De­cke „Me­xi­co“(ca. 198 €) er­hielt den Ger­man De­sign Award

NA­ME Ei­ne Wer­be­post­kar­te aus den 1940ern. Da­mals hieß die Mar­ke noch Ad­ler Fa­b­ri­ka­te

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