Pkw-Maut: Ös­ter­reich zieht vor EuGH

Wolfsburger Allgemeine - - WIRTSCHAFT -

WI­EN. Im Streit um die deut­sche Pkw-Maut wird Ös­ter­reich ei­ne Kla­ge beim Eu­ro­päi­schen Ge­richts­hof (EuGH) ein­rei­chen. Die ge­plan­te Ein­füh­rung sei dis­kri­mi­nie­rend, be­grün­de­te Ver­kehrs­mi­nis­ter Jörg Leicht­fried (SPÖ) in Wi­en den Schritt. „Das ist ei­ne rei­ne Aus­län­der-Maut“, sag­te er. Die Kla­ge hat kei­ne auf­schie­ben­de Wir­kung für den für 2019 ge­plan­ten Start. Dies müss­te ei­gens be­an­tragt und vor Ge­richt be­wil­ligt wer­den. Das von Ös­ter­reich an­ge­streb­te EuGH-Ver­fah­ren dau­ert im Schnitt rund ein­ein­halb Jah­re. Schät­zun­gen zu­fol­ge wä­ren in Ös­ter­reich 1,8 Mil­lio­nen Pend­ler von der deut­schen Maut be­trof­fen.

Un­ter­des­sen er­klär­ten die Nie­der­lan­de, sich der von Ös­ter­reich an­ge­kün­dig­ten Kla­ge an­schlie­ßen zu wol­len. Das teil­te ei­ne Spre­che­rin des Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­ums in Den Haag mit. Zu­nächst aber wür­de man die recht­li­che Be­grün­dung der Ös­ter­rei­cher ab­war­ten. Ei­nen end­gül­ti­gen Be­schluss über ei­ne Be­tei­li­gung muss die neue nie­der­län­di­sche Re­gie­rung tref­fen, die vor­aus­sicht­lich En­de Ok­to­ber ver­ei­digt wird.

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