Bio­kon­trol­le gilt auch für On­line­händ­ler

Wolfsburger Allgemeine - - WIRTSCHAFT -

LU­XEM­BURG. On­line­händ­ler, die Bio­pro­duk­te ver­trei­ben, müs­sen nach ei­nem Ur­teil des Eu­ro­päi­schen Ge­richts­hofs (EuGH) ih­re Wa­ren kon­trol­lie­ren las­sen. Die An­wen­dung von Mel­de- und Kon­troll­vor­schrif­ten auf den On­line­han­del sei voll­kom­men ge­recht­fer­tigt, ent­schie­den die Rich­ter (Az.: C-289/16).

Nach gel­ten­dem Recht dür­fen EU-Staa­ten Ein­zel­händ­ler un­ter be­stimm­ten Um­stän­den von Bio­pro­dukt­kon­trol­len aus­neh­men – et­wa wenn die­se die Er­zeug­nis­se di­rekt an End­ver­brau­cher ver­kau­fen und sie we­der selbst her­stel­len noch aus ei­nem Dritt­land im­por­tie­ren. Die­se Aus­nah­men sei­en auf den On­line­han­del nicht an­wend­bar, so der EuGH. Denn wenn Bio­pro­duk­te et­wa von Ver­sand­händ­lern ge­la­gert so­wie von Drit­ten aus­ge­lie­fert wür­den, be­ste­he das Ri­si­ko, dass Wa­ren um­e­ti­ket­tiert, ver­tauscht oder ver­un­rei­nigt wer­den kön­nen.

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